Wieso werden wir eigentlich feucht, wenn wir erregt sind?

… und was, wenn wir nicht feucht werden, es aber gerne wären? Die Antworten auf diese und weitere schlüpfrige Fragen gibt’s hier.

Wieso werden wir eigentlich feucht, wenn wir erregt sind?

Habt ihr euch auch schon mal gefragt, wie das mit dem Feuchtwerden der Vagina eigentlich genau funktioniert? Oder warum es manchmal nicht so funktioniert, wie wir uns das vorstellen würden – obwohl wir doch eigentlich erregt sind und richtig Bock auf Sex haben? Wir haben uns das einmal ein bisserl genauer angeschaut:

Was passiert in unserem Körper, wenn wir feucht werden?

Die vaginale Befeuchtung ist Teil der sogenannten "Erregungsphase", erklärt Dr. Christine Greeves im Gespräch mit Bustle. Das ist der Moment, in dem wir besonders angeturnt sind, wodurch es zu einem verstärkten Blutfluss kommt. Das wiederum führt zu einem intensivierten Druck auf die Genitalien und einer Schwellung der Blutgefäße – das Signal an unseren Körper, Flüssigkeit freizusetzen.

Woher kommt die Flüssigkeit und woraus besteht sie überhaupt?

Das, was aus unserer Vagina kommt, wenn wir sexuell erregt sind, unterscheidet sich von dem Ausfluss, den wir von unserem Zyklus kennen. Die Flüssigkeit besteht aus rund 50 unterschiedlichen Substanzen, vor allem aber Wasser und Proteinen. Ganz genau genommen kommt sie aus der Bartholin-Drüse. Diese befindet sich zwischen Vagina und Vulva.

Unser Körper regt vaginale Befeuchtung an, um schmerzfreie Penetration möglich zu machen. Wie feucht wir werden, hängt u.a. damit zusammen, wie schnell wir generell erregt sind und kann allgemein stark variieren. So ist bei manchen ein ausgiebiges Vorspiel sinnvoll, um in Stimmung zu kommen und die Befeuchtung anzukurbeln (ein ausgiebiges Vorspiel ist aber eigentlich sowieso immer sinnvoll, finden wir… . Falls ihr noch ein bissi Inspo braucht, schaut mal hier!).

Die Flüssigkeit kann außerdem in Geruch und Geschmack stark variieren, da wir abhängig vom Zyklus unterschiedliche Pheromone produzieren.

Warum werde ich an manchen Tagen weniger feucht?

Wie bereits oben erwähnt, ist die Menge an Flüssigkeit, die wir produzieren, total unterschiedlich. Das hängt vor allem auch mit unserem Hormonlevel und Zyklus zusammen. Kurz vor und nach unserer Periode ist unser Östrogenlevel in der Regel am niedrigsten. Zu diesem Zeitpunkt kann es sein, dass wir weniger feucht werden.

Aber auch Medikamente, z.B. Antidepressiva oder auch die Pille können zu Trockenheit der Vagina führen.

Wie kann ich feuchter werden?

Neben einem intensiven Vorspiel, ist Gleitgel dein Retter in der Not. Expert*innen raten zu Produkten auf Wasserbasis, da diese gut verträglich sind, keine Flecken machen und sich am besten mit Kondomen vertragen (im Gegensatz zu ölbasierten Gleitgels). In der Menopause, wenn der Östrogenspiel absinkt, wird gerne auch zu vaginalen Feuchtigkeitscremes, etwa mit Hyaluronsäure geraten.

Bevor du penetrativen Sex hast, solltest du bzw. solltet ihr sicher gehen, dass du untenrum auch feucht genug bist, da es andernfalls zu Schmerzen oder sogar Verletzungen im Intimbereich kommen kann. Eine Tube Gleitgel im Nachtkastl kann also definitiv nicht schaden 😉

 

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