WIENERIN zum Mithören: 3 neue Folgen zum Thema Plastik und Mikroplastik

Warum ist Mikroplastik in meinem Duschgel oder meiner Wimperntusche? Wäre eine Glasverpackung nicht viel umweltfreundlicher als eine aus Plastik? Und was bringt Plastiksammeln überhaupt? Landet nicht sowieso alles auf der Deponie? In drei neuen Folgen unseres Podcasts, haben wir Menschen gefragt, die es wissen müssen.

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WIENERIN Redakteurin Lucie Knapp hat sich schon öfter gewundert, warum Plastik und Mikroplastik in der Kosmetik so heiß diskutiert werden, obwohl Beautyprodukte nur einen sehr kleinen Teil des Problems ausmachen. Grund genug, genauer nachzufragen. Sie holte drei ExpertInnen vors Mikro, mit denen sie Plastik, Mikroplastik, Verpackung und Recycling genauer unter die Lupe nahm.

Folge 1: Kommt das meiste Mikroplastik in der Umwelt aus unseren Badezimmern?

Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die ersten Kunststoffe erfunden. Jetzt 200 Jahre später können wir ohne das Material nicht mehr leben. Mittlerweile gibt es Untersuchungen, die zeigen, dass sich Mikroplastik sogar in Fischen, auf Feldern und in menschlichen Lungen anlagert. Aber was ist Mikroplastik überhaupt und warum findet man es auch in Beautyprodukten? Lisa Panhuber, die Konsumexpertin von Greenpeace, klärt auf.

Reifenabrieb ist die Hauptursache für Mikroplastik in der Natur, wird aber seltener diskutiert.

von Lisa Panhuber, Greenpeace

Folge 2: Warum verkauft ihr eure Shampoos nicht lieber in Glas- als in Plastikflaschen?

Doris Brandhuber promovierte in technischer Chemie und arbeitete beim Umweltbundesamt, bevor sie mit dem Haarprofi Hannes Trummer das Naturkosmetiklabel Less is More gründete. Zuerst entwickelten sie Pflege- und Stylingprodukte fürs Haar, dann kamen Duftsprays und schließlich Gesichtspflege dazu. Immer wieder wird das Duo mit der Frage konfrontiert, warum viele ihrer Produkte in Plastik stecken. Die Antwort gibt sie im Podcast und teilt ihre Sicht eines Beautyprofis mit Umweltschutzambitionen.

In Naturkosmetik sind Inhaltsstoffe, die auf Erdöl basieren verboten. Daher enthalten sie auch kein Mikroplastik.

von Dr. Doris Brandhuber, Less is More

Folge 3: Wie läufts mit dem Plastikrecycling in Österreich? Machen alle mit?

40 % des weltweit verarbeiteten Plastiks wird zu Verpackung gemacht. Zu Flaschen, Sackerl, Hüllen und Kisten, die oft nur einmal benützt werden und dann im Müll landen. Im Restmüll oder gar in der Umwelt? Das wäre fatal, denn die Nachfrage nach recyceltem Plastik immer größer und kann nicht befriedigt werden. Harald Hauke, Vorstand der ARA berichtet aus erster Hand, wie in Österreich mit Müll und dessen Trennung umgegangen wird und verrät, worauf man achten muss.

Es gibt immer 10 Prozent, die es nicht interessiert.

von Harald Hauke, ARA - Altstoff Recycling Austria AG
 

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