WIENERIN zum Mithören: 3 neue Folgen zum Thema Liebe und Geld

Warum streiten Paare so oft über Geld? Wie kann man Gespräche über Geld erfolgreich führen? Wie fühlt sich Altersarmut an und wie kann man sich davor schützen? Und was hat eine gutes Kinderbetreuungsangebot mit der finanziellen Gleichberechtigung in Beziehungen zu tun? Wir haben in drei neuen Folgen unseres Podcasts die Antworten.

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In vielen Beziehungen wird zu wenig gesprochen, allen voran über Geld. Dabei berührt Geld jeden Bereich unseres Lebens und gerade in einer Beziehung gibt es beim Thema Finanzen viel Konfliktpotenzial. Und nicht nur das. Wenn Paare nicht über die Finanzen sprechen und eine gute Lösung finden, wie das Geld in einer Beziehung aufgeteilt wird, läuft die Frau schneller Gefahr in Altersarmut zu rutschen.

Für die Geld und Gründen-Staffel unseres Podcasts WIENERIN zum Mithören zum Thema "Liebe und Geld" hat WIENERIN Redakteurin Sandra Gloning Expertinnen vors Mikro geholt, mit denen sie die verschiedenen Finanz-Fallen in Beziehungen für Frauen bespricht– und auch gleich praktische Lösungsvorschläge liefert.

Folge 1: Wieso streiten Paaren so häufig über Geld?

Geld ist kein romantisches Thema. Im Gegenteil. Nicht viele Themen bieten so viel Konfliktpotenzial und doch kommt keine Beziehung daran vorbei. Die Beziehung ist nicht zukunftsfähig, wenn es daran scheitert, eine gemeinsame Lösung zu finden, zu besprechen, wie die Zukunft aussehen könnte und was die gemeinsamen finanziellen Ziele sind. Paarberaterin Susanne Fabiankovits weiß, welche Probleme Paare rund um das Thema Geld am meisten beschäftigt und wie sie dieses mit einer guten Gesprächspolitik umschiffen können, sodass das Thema Geld kein Streitthema wird.

Bei Streitthemen rund um Geld geht es nicht nur um Geld. Man muss da hinter die Fassade schauen. Der Partner sollte sich zum Beispiel fragen: Warum ist er so geizig? Warum ist ihm das so wichtig?

von Susanne Fabiankovits

Folge 2: Wie fühlt sich Altersarmut an?

Nachdem Dr. Marietta Babos Mutter ein Leben lang hart gearbeitet und zwei Kinder groß gezogen hat, steht sie plötzlich in der Pension vor der Altersarmut. Heute unterstützt Marietta Babos ihre Mutter finanziell und hat auf dieser Erfahrung ihr Unternehmen Die Damensache aufgebaut. Ihre Mission ist es, Frauen finanziell zu beraten und zu unterstützen und sicherzustellen, dass weniger Frauen in so eine prekäre Lage kommen. Mit uns spricht sie darüber, wie es sich anfühlt, wenn man merkt, dass man nicht gut genug vorgesorgt hat, worauf Frauen in Beziehungen bestehen sollten und wie sie sicherstellen, dass sie selbst vor Altersarmut geschützt sind.

Ich glaube es ist ein Schlüsselfaktor für eine gut funktionierende Partnerschaft, jederzeit gehen zu können, aber nicht zu müssen. Nur so bleibt man auf Augenhöhe und es entstehen keine unguten Machtverschiebungen.

von Dr. Marietta Babos

Veröffentlichung am 24. Juni 2022.

Folge 3: Warum braucht es bessere Kinderbetreuung für finanzielle Unabhängigkeit?

Der Mann arbeitet, die Frau bleibt zuhause und kümmert sich um die Kinder. Ein Bild, das in den Köpfen vieler Österreicher*innen noch tief verankert ist, ist nicht nur nicht mehr zeitgemäß, sondern führt für Frauen zu massiven finanziellen Nachteilen. Sie zahlen weniger in die Pensionskasse ein und haben weniger Mittel, die sie ansparen können. Das ist unter anderem einer der Gründe, wieso Frauen stärker von Altersarmut gefährdet sind. Man nennt es auch die Teilzeitfalle. Martha Schultz, Vizepräsidentin der WKÖ, spricht mit uns darüber, wie bessere Kinderbetreuung ab dem 1. Lebensjahr diese Situation verändern kann und wieso die Sozialpartner genau das von der österreichischen Regierung fordern.

Ich glaube eine bessere Kinderbetreuung wird Paaren viel mehr Freiraum geben. Junge Väter übernehmen sehr wohl schon Arbeit, aber laut einer Umfrage, die wir durchgeführt haben, übernehmen 75 % immer noch die Frauen.

von Martha Schultz

Veröffentlichung am 1. Juli 2022.

 

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