WIENERIN testet: Spinning-Class mit Disco-Feeling

Eine Spinning-Klasse mit Disko-Beleuchtung, ganz viel Motivation und Feelgood-Musik. Wir haben den neuen Trend SuperCycle getestet.

WIENERIN testet: Spinning-Class mit Disco-Feeling

Wir geben ehrlich zu, wir waren sehr neugierig auf unsere Erfahrung mit SuperCycle. Die Vorstellung am Montag um 10 Uhr Vormittags eine Stunde lang zu radeln, fanden wir anfangs aber nicht super erquickend. "Wir sind morgens nicht so leistungsfähig", entschuldigen wir uns gleich vorweg beieinander, anfangs noch mit der Angst uns vielleicht zu blamieren. Also lieber vorweg klären, dass es vielleicht nicht nur großartig werden würde. Das Studio im ersten Bezirk, das vor Kurzem neu eröffnet hat, ist für einen Montag um 10 Uhr erstaunlich gut besucht. Wir suchen uns zwei Räder recht weit vorne und sofort kommt uns die Trainerin zur Hilfe, um die Räder auf unsere Körpergröße und Beinlänge einzustellen.

Spinning mal anders: SuperCycle

Falls ihr euch jetzt fragt, was genau SuperCycle eigentlich ist, hier eine kurze Erklärung. In den SuperCycle Studios in 1010, 1040 und 1070 Wien wird auf den Fahrrädern getanzt und geschwitzt – und das in einem dunklen Clubraum, mit der typischen Lichtshow, zu den besten Beats der Stadt. Falls jetzt wissen wollt, welche Beats das genau wären? Welche ihr wollt und auswählt! Super cool finden wir an dem Angebot schonmal, dass man seine Klasse auswählen kann, je nachdem auf welche Musik man Lust hat. Das ist bei der Buchung auch klar ausgeschrieben, welche Hits einen erwarten. (Ihr könnt übrigens bei jeder Trainerin auf der Website eine Sample-Playlist ansehen. Somit gibt es keine Überraschungen.) Wir entscheiden uns für die 90s-Playlist mit Rebecca.

Sporteln in Club-Atmosphäre

In der Mitte der dunklen Räumlichkeit, zwischen einer massiven Lüftung, einer clubartigen Beleuchtung und etlichen Lautsprechern, steht auf einem Podest das Bike der Trainerin positioniert. Und wir würden lügen, wenn wir nicht zugeben würden, dass wir zumindest ein bisschen verliebt in Rebecca sind nach dieser Stunde. Sie ist ein Powerhouse, das uns nicht nur dauernd anfeuert, motiviert und sichtlich selbst unglaublich viel Freude hat, sondern sie wählt auch genau die richtigen Lieder aus, damit die Stunde schnell vergeht, während man zu Tina Turner mitgröhlt. Denn ja. Das ist erlaubt. Wenn wir ganz genau sind, ist es nicht nur erlaubt, sondern erwünscht, dass man zur Musik mitsingt, dass man sich voll darauf einlässt und diese Stunde genau zu dem Workout macht, das man braucht. Man ist nicht fit oder koordiniert genug, um jede Übung mitzumachen? Kein Problem! Dann steht man am Rad nicht auf, dann schwingt man nicht die Arme in die Höhe. All das ist in Ordnung. Und gerade die Dunkelheit gibt die nötige Anonymität, dass man sich auch wirklich nicht unter Druck gesetzt fühlt oder sich einen übermäßigen Stress macht.

Shake what you got!

Was die Trainerin vermittelt, ist dass es zu jedem Moment darum geht, dass man sich wohlfühlt. Und dazu gehört auch, dass man sich nicht überanstrengt. "Ich will dass ihr alle Fucks loslässt während dieser Stunde und komplett frei seid am Ende", beginnt Rebecca die Stunde. Wir radeln (und tanzen) zu Bitch, Torn, Simply the Best und Smells like Teen Spirit. Ein Lied lang nehmen wir keine Dumbells zur Hand und trainieren unseren Oberkörper. Am Ende der Stunde wird noch zwei Lieder gedehnt und gestretcht. Immer wieder wird laut geschrien oder gewooht. Ja wir sind Woo-Girls für eine kurze Zeit und lassen dabei auch echt viel los. Als wir die Klasse verlassen strahlen wir.

 

Aktuell