WIENERIN testet: Oxygen Peel von Philosophy

Eine Maske, die im Gesicht zu oxidieren beginnt - das klingt gefährlich. Wir haben uns angesehen, was das Wunderpeeling tatsächlich kann.

Was Hautpflege betrifft, zählt die US-Marke "Philosophy" unter Beauty-Fans schon lange zu den Top-Favoriten. Die Mischung aus sanfter Kosmetik und wirksamen Wirkstoffkombinationen hat der Marke nicht nur in den USA zum Kultstatus verholfen. Nun ist Philosophyauch endlich in Österreich erhältlich (online exklusiv bei Marionnaud).

Das Microdelivery Detoxifying Oxygen Peel

Neben den Reinigungs- und Hautpflege Produkten sticht aus der aktuell erhältlichen Linie besonders das "The Microdelivery Detoxifying Oxygen Peel" (€62) heraus. Eine Art schwarze Peeling-"Bubble Mask", wie wir sie im letzten Jahr auf Social Media schon oft gesehen haben.

Bei dem "Detoxifying Oxygen Peel" handelt es sich um ein 2-stufiges chemisches Peeling, das aus Aktivkohle und Gerstenblätterextrakt besteht. Die Maske soll nach dem Auftragen leicht zum Oxidieren beginnen und die Haut im Anschluss besonders sauber und porentief gereinigt zurücklassen. Die Sauerstoffbehandlung soll außerdem für extra Leuchtkraft im Gesicht sorgen.

Klingt ein bisschen gefährlich? Haben wir auch gedacht. Zumindest am Anfang...

Die Anwendung

Das Peeling wird in zwei Schritten aufgetragen: wir beginnen mit dem schwarzen Aktivkohle-Gel, das man großzügig auf das ganze Gesicht schmieren soll. Dieses ist, im Gegensatz zu anderen Anti-Akne-Produkten aus Aktivkohle, sehr sanft und feuchtigkeitspendend - und damit auch ideal für trockene und sensible Haut. Anschließend folgt der "spaßige" Teil: in Schritt zwei wird die Paste aus der zweiten Tube, ein sogenannter "Sauerstoff-Schaum-Booster", über die erste Gelschicht geschmiert. Das ist ein bisschen patzig und bei der ersten Anwendung etwas gewöhnungsbedürftig (warum schmiert man auch zwei Crèmesubstanzen übereinander?).

In den nächsten Minuten macht diese Kombi dann aber langsam Sinn. Die beiden Schichten verbinden sich langsam und fangen an, miteinander zu arbeiten. Bei diesem Oxidationsprozess fängt die Maske leicht zu schäumen an - der Bubble Mask Effekt tritt ein.

Im Gegensatz zu Masken und Peelings, die man nach der Anwendung einfach wieder abwäscht, folgt im letzten Schritt der Behandlung eine besonders effektive Entfernung der Produkte. Mithilfe einer kleinen Plastikspatel, die im Lieferumfang enthalten ist, wird die Maske sanft aus dem Gesicht abgeschabt.

Neben dem chemischen Peeling hat man dank diesem Schritt dadurch auch noch eine mechanische Reinigung, eine Art sanfte Gesichtsrasur, dabei. Entsprechend wirkungsvoll ist dann auch der Effekt des Produkts.

Die Wirkung

Gerade bei trendy Bubble/Black Mask Behandlungen, die dank Social Media bekannt geworden sind (und die ein oder andere Horrorstory mit sich bringen), ist man als Konsumentin vorab skeptisch. Gerade für Frauen mit trockener und sensibler Haut sind die Produkte oft mehr schädlich als wirksam, schließlich sorgen die Masken oft für Irritatationen; Aktivkohle, die gegen Pickel hilft, trocknet die Haut oft weiter aus.

Überraschenderweise ist das bei diesem Produkt aber nicht der Fall. Die Haut ist im Anschluss an die Behandlung SEHR sauber und gereinigt, aber nicht ausgetrocknet. Der reinigende Effekt macht sich besonders an der Stirn bemerkbar, die einem vom Badezimmerlicht reflektiert im Spiegel richtig entgegenglänzt.

Fazit

Trotz der sichtbaren (!) chemischen Prozesse, die während der Behandlung stattfinden, ist die Haut nach der Anwendung überhaupt nicht irritiert. Gerade für ein Peeling, das intensiv reinigen und speziell gegen Pickel vorgehen soll, ist das überraschend. Wer seine unreine Haut loswerden will, ohne dabei auf stark ätzende Säuren oder austrocknende Peelings zurückzugreifen, ist bei diesem Produkt also genau richtig.

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