Wienerin testet "Dermaplaning": Gesichtsrasur mit dem Skalpell

Der neueste Schrei unter Beautynistas heißt jetzt "Dermaplaning". Wir haben die trockene Gesichtsrasur mit Peelingeffekt getestet.

Mit Grauen erinnere ich mich an frühere Versuche, störende Gesichtshärchen loszuwerden. Auf Wachs reagierte meine Haut gerne mit roten Pusteln und Schwellungen, die erst nach einer Woche wieder abgeklungen sind. Nach der Anwendung von Enthaarungscremes war sie so gereizt, dass die Rötungen noch Tage sichtbar waren. Einzelne Haare mit der Pinzette ausreißen? Viel zu mühsam (und schmerzhaft). Nächster Versuch...

Dermaplaning

2017 noch unter den größten Zukunfts-Beauty-Trends in Sachen Gesichtspflege geführt, jetzt schon ein Fixstarter bei vielen Beautynistas. Angeblich war es Kleopatra, die als erste auf die teintverschönernde, weil intensiv peelende und hautverfeinernde Wirkung der Gesichtsrasur gesetzt hat. Sicher ist: Hier muss vorsichtig gearbeitet werden. Unter Dermaplaning versteht man nämlich die Rasur des gesamten Gesichts mittels skalpellscharfer Klinge. Dafür wird das Gesicht weder eingeschäumt noch nass gemacht - Dermaplaning funktioniert auf trockener, sauberer Haut und macht sie streichelzart. Angst vor borstigem Nachwuchs braucht man übrigens nicht zu haben: Die Haare wachsen weich wieder nach und werden durch die Rasur (angeblich) auch nicht mehr.

Hollywood Browzer

So geht´s

Dermaplaning wird in Kosmetiksalons angeboten, kann aber auch zu Hause gemacht werden (wie das aussieht, siehe Video unten). Ganz wichtig:  Hier sollte man mit einem eigens dafür gemachten Tool und nicht mit irgendwelchen Rasierklingen arbeiten. Der "Hollywood Browzer" ist mit einem praktischen Haltegriff und einer gezackten Sicherheitsklinge ausgestattet, die verhindert, dass man sich in die Haut schneidet. Die Klinge wird in einem 45-Grad-Winkel angesetzt und entfernt so auch feinste Härchen.

Für den ersten Test muss eine kleine Stelle an meinem Unterarm Haare lassen. Die Klinge gleitet mühelos und ganz ohne Ziehen über meine Haut und die rasierte Stelle fühlt sich weich und sehr glatt an. Ich wage mich ans Gesicht. Dort wird die Rasur schon etwas schwieriger. Gesichtshaare wachsen eben nicht alle schön gleichmäßig in eine Richtung, man muss sich mit der Klinge also etwas verrenken um immer den gewünschten 45-Grad-Winkel zu schaffen. Trotzdem: Das Rasieren geht relativ einfach und ist schnell erledigt.

 

Fazit

Nach der Gesichtsrasur schaut meine Haut eigentlich aus wie immer, nur haarfrei und weicher. Ganz ohne Rötungen.  Nach ca. 2 Tagen sprießen dann wieder die ersten (weichen) Härchen. Dass die Trockenrasur auch gleichzeitig ein perfektes Peeling ist, merkt man sofort. Die Haut ist babyzart und überhaupt nicht gereizt. Auch für sensible Hauttypen top! Ob die Haare wirklich nicht mehr werden, kann ich nach ein Mal Testen natürlich nicht beurteilen. Laut gängiger DermatologInnenmeinung hat das Rasieren allerdings nicht den Effekt, Haare dichter nachwachsen zu lassen. 

Der Hollywood Browzer kostet im Zweierset Euro 19,75, z.b. bei Amazon oder QVC.

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