WIENERIN Summit 2013

„Kind und Karriere als gelebte Realität für Frauen und Männer“ – so lautet eines der Ziele, das beim 3. WIENERIN SUMMIT formuliert wurde. Gemeinsam mit ihren Partnerinnen, der Industriellenvereinigung und der OMV, versammelte die WIENERIN auch heuer Top-Vortragende und hochkarätige Podiumsgäste im Haus der Industrie in Wien. Mit Video!

Wo auch immer über Frauen im Berufsleben diskutiert wird, kommt irgendwann die „V(ereinbarkeits)-Frage" auf. Und immer noch sind es in erster Linie die Frauen selbst, die sich diese(r) Frage stellen müssen. Grund genug für die WIENERIN, sich diesem Thema genauer zu widmen. Beim dritten internationalen Frauengipfel begrüßte WIENERIN Chefredakteurin Sylvia Margret Steinitz die rund 250 Kongressgäste mit den Worten: „Warum wir dieses Thema gewählt haben ist klar. Egal, über welchen Aspekt eines Frauenlebens im 21. Jahrhundert wir in den letzten Jahren diskutiert haben, es ging irgendwann immer um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und um das Thema Kinderbetreuung."

Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung, erklärte: „Um Beruf und Kinder besser in Einklang bringen zu können, braucht es sowohl die Unterstützung der Unternehmen als auch bessere Rahmenbedingungen wie ausreichende und qualitativ hochwertige Kinderbetreuungsplätze sowie ein Umdenken in der Bevölkerung."

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, bereits zum dritten Mal Schirmherrin über den WIENERIN SUMMIT, ist davon überzeugt, dass „ein Kulturwandel bereits eingeleitet ist. Ich kenne genug Frauen, die beides wollen, Kind und Karriere. Weil sie sagen, ein Kind kann doch kein Hindernis sein, Vorstandsdirektorin zu werden. Es muss gelebte Normalität sein, dass Frauen und Männer Kinder haben - auch in den Führungsetagen der Wirtschaft."

Im Gespräch mit Sylvia Margret Steinitz benannte die deutsche Medien- und Geschlechtersoziologin Christiane Funken einen der wichtigsten Aspekte der Diskussion: „Kind und Karriere ist kein Frauenthema, es ist ein Partnerschaftsthema - etwa auch in homosexuellen Beziehungen. Es ist ein gesamtgesellschaftliches Problem bzw. Phänomen." Ihr Appell an alle Frauen, die Karriere machen wollen: „Selbstbewusst sein, Leistung auch für sich selbst in Anspruch nehmen und klar kommunizieren. Die Wirtschaft ist kein Zuckerschlecken, aber das macht es ja auch so spannend."

Als Vortragende konnten Eva Marchart, Vorstandsvorsitzende der Raiffeisen Centrobank, und Catherine Hakim, britische Soziologin und international anerkannte Expertin in Arbeitsmarkt- und Frauenthemen, gewonnen werden. Letztere sorgte mit ihrer Key-Speech für heiße Debatten: "Nur 20 Prozent aller berufstätigen Frauen wollen wirklich Karriere machen. Der Preis dafür: Verzicht auf Familie, darin sind sie konsequent und kompromisslos." Prinzipiell jedoch seien Kind und Karriere „grundsätzlich inkompatibel. 60 Prozent der Frauen wollen beides verbinden - und werden scheitern."

Beide Vorträge lieferten ausreichend Gesprächsstoff für die beiden hochkarätig besetzten Podiumsdiskussionen unter der Leitung von ORF-Chronik-Chefin Brigitte Handlos. Es diskutierten: Senior Vice President Corporate Communications & Sustainability der OMV Michaela Huber, Gründerin der Agentur unikato-communications Sonja Kato-Mailath-Pokorny, CEO Simacek Facility Management Group Ursula Simacek, Gründerin und Geschäftsführerin von INARA (Initiative Aufsichtsräte Austria) Viktoria Kickinger u.a.

Der Appell von Sylvia Margret Steinitz zum Ende des dritten WIENERIN SUMMIT: „Das Thema wird uns noch lange begleiten, die wichtigste Frage ist allerdings: Wann fangen wir mit der konkreten Umsetzung an? Ich hoffe, dass unsere hier gemeinsam erarbeiteten Ideen und Lösungsvorschläge keine Theorie bleiben. Wir haben die Möglichkeit, in einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs aktiv daran mitzuwirken, dass Vereinbarkeit von Kind und Karriere möglich wird. Und dabei sind wir alle gefragt: Jede für sich und alle für einander."

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