Wie wirken sich psychische Erkrankungen auf die Partnerschaft aus?

Psychische Erkrankungen können für Beziehungen herausfordernd sein. Eine neue ElitePartner-Studie zeigt, wie sich mentale Krankheiten auf eine Partnerschaft auswirken.

Psychische Probleme stellen Beziehungen auf die Probe

Schon seit mehreren Tagen ist der*die Partner*in antriebslos und schafft es nicht aus dem Bett. Wahrscheinlich ein vorrübergehendes Stimmungstief. Oder steckt da mehr dahinter? Eine Depression oder eine andere psychische Krankheit? Während diese Fragen nur mit professioneller Hilfe beantwortet werden können, hat sich ElitePartner in einer neuen Studie angesehen, wie Stress, Krisen und mentale Erkrankungen die Liebe fordern.

Trennungsgrund: Mental Health

Ob Krankheit, Arbeitslosigkeit oder beruflicher Stress. In einer Beziehung treffen persönliche Lebenskrisen immer beide. Auch gesellschaftliche Probleme, wie die Pandemie, können für eine Partnerschaft belastend sein. 6 von 10 Paaren haben in ihrer jetzigen Beziehung bereits ein schwieriges Lebensereignis gemeinsam bewältigt. 21 Prozent haben schon erlebt, dass der*die Partner*Partnerin psychisch erkrankt ist. Dieser Aussage stimmte jeder vierte Mann zu (24 Prozent, Frauen: 18 Prozent). Viele Paare überstehen diese Herausforderung, doch 7 Prozent gaben an, dass diese Situation bereits zur Trennung geführt hat.

Falsch verstandene Rücksichtnahme

Wie die Studie ergibt, sind Paare nicht immer ehrlich zueinander, wenn es um ihre Sorgen und Ängste geht. Jede*r zweite Befragte hat schon Stress oder Überforderung verharmlost, um den*die Partner*in nicht zu belasten – Frauen (52 Prozent) übrigens genauso häufig wie Männer (53 Prozent). Hinzukommt, dass jede*r Vierte Angst hat, der*die Partner*in könnte sich trennen, wenn man selbst psychisch erkranken würde (25 Prozent).

Offenheit hilft

Wer hätte das gedacht: offene Kommunikation kann die Liebe schützen. "Wenn Paare gegenseitig aufmerksam sind, offen über ihre Belastungen sprechen sowie Kummer und Ängste teilen, stärken sie ihr seelisches Immunsystem und haben ein großes Potenzial, miteinander zu wachsen", so die Psychologin Lisa Fischbach von ElitePartner. Außerdem bestätigen drei Viertel der liierten Frauen und Männer, dass ihre Partnerschaft ihnen in Krisenzeiten emotionalen Halt gibt (76 Prozent). Je länger Paare zusammen sind, desto stärker wirkt sich dieser Effekt aus.

 

Aktuell