Wie viel Lärm dürfen Kinder in der eigenen Wohnung machen?

Nicht jeder freut sich über den Lärm, den Kinder manchmal machen. Um keinen Ärger mit den eigenen Nachbarn zu bekommen, sollten alle Eltern darauf achten, dass Kinder in gewissen Phasen zur Ruhe kommen. Doch wie soll das im Detail funktionieren? Das ist gar nicht schwierig.

Mutter mit zwei Kindern, die gemeinsam backen.

Kinder zur Ruhe bringen

Generell ist es so, dass Kinder stets etwas lauter als Erwachsene sind. Das ist klar und deshalb ist ein gewisser Lärmgrad zu akzeptieren. Schwierig wird es nur dann, wenn die Kinder lauter als die erlaubte Zimmerlautstärke sind und vor allem: Wenn die Kinder länger zu einer unpassenden Zeit laut sind. In diesem Fall dürfte eine Familie sogar bezüglich ihrer Wohnung abgemahnt werden. Damit dies nicht passiert, gibt es einige Tipps und Tricks, wie sich Kinder lautlos beschäftigen können.

Wann sind Kinder leise?

Kinder sind immer dann laut, wenn sie sich nicht austoben konnten. Demzufolge ist es sehr wertvoll, den eigenen Nachwuchs tagsüber austoben zu lassen. Das funktioniert natürlich nicht in der eigenen Wohnung. Vielmehr sollten alle Möglichkeiten außer Haus genutzt werden: Spielplätze, Schwimmbad, Freizeitparks, Indoor-Spielplätze und weitere Bewegungsmöglichkeiten. Immerhin sind ausgetobte Kinder am Abend müde und deshalb ruhig. Zudem gilt: Bewegung an der frischen Luft führt nicht nur zu ausgeglichenen Kindern, sie leben auch gesünder.

Welche Beschäftigungen finden leise statt?

Einzelkinder sind oft leiser, als Geschwister, die miteinander spielen. Es ist bekannt, dass sich Kinder gegenseitig aufwiegeln und deshalb immer lauter werden. Deshalb liegt ein Tipp darin, dass sich jeder Elternteil mit je einem Kind beschäftigt. Das Spielen mit einem Erwachsenen sorgt dafür, dass das Kind keinen Anlass sieht, zu laut zu werden. Schließlich muss es sich hierbei weniger behaupten.

Beschäftigungen ohne Bewegung suchen

In der Regel sind Kinder lauter, wenn sie sich beim Spielen bewegen. Aus diesem Grund sollte die Beschäftigung insbesondere zur Mittags- und Abendzeit ohne Bewegung ablaufen. Zwei sehr beliebte Beschäftigungen lauten:

  • Malen
  • Basteln

Malen eignet sich nicht nur dafür, ruhige Stunden zu erschaffen. Malen fördert zugleich die Kreativität und die Konzentration. Letzteres wird vor allem über Mandalas gefördert, die sich zusätzlich als Geschenke an Verwandte wie Großeltern und Onkeln und Tanten eignen.

Beim Basteln wird ebenfalls die Kreativität gefördert. Es wird aber auch erreicht, dass sich die Kinder an Anleitungen halten – diese Fähigkeit kann später für die Schule nützlich sein. Nicht zuletzt eignen sich gebastelte Werkstücke zur Dekoration des Kinderzimmers.

Lärmlose Bewegung zum Austoben

Sollte das Wetter mal nicht perfekt sein, sodass sogar der eigene Nachwuchs keine Lust auf die freie Natur hat, gibt es auch für die Wohnung einige Spiele, die leise sind und für Bewegung sorgen:

  • Tanzen nach leiser Musik: Mit dieser Idee können sich die Kinder bewegen, machen hierbei aber keinen Lärm. Wichtig ist nur, dass die Kinder nicht zu laut mitsingen oder gar beim Tanzen trampeln.
  • Twister: Beim Spiel Twister müssen alle Beteiligten nach gewürfelter Anweisung ihre Füße und Arme auf verschiedene Felder stellen.
  • Gymnastik mit Videos: Im Internet finden sich immer zahlreiche Videos, die zum Mitmachen motivieren. Hierbei kann es sich um Tanzeinheiten oder um Gymnastik handeln. Handelt es sich um Videos für Kinder, werden sie mit Kindermusik untermalt, weshalb Kinder hier gerne mitmachen.

Lesen und Vorlesen

Lesen findet immer leise statt. Es sollte auch die Möglichkeit genutzt werden, den eigenen Kindern vorzulesen. Hierdurch lernen die Kinder zugleich, dass Lesen Spaß macht und wichtig ist. Abgesehen hiervon lernen beim Vorlesen die Kinder neue Wörter und Formulierungen. Deshalb ist es immer ratsam, gemeinsam zu lesen: Einen Abschnitt liest der Nachwuchs, einen Abschnitt die Eltern.

Fernsehen zur Ausdehnung der eigenen Fähigkeiten

Die eigenen Kinder vor den Fernseher zu setzen, ist aus pädagogischer Sicht nicht wertvoll. Anders sieht es aus, wenn Wissenssendungen angesehen werden. Es ist auch für viele Kinder extrem wertvoll, Hörbücher zu hören. Diese steigern die Konzentrationsfähigkeit und fördern die Wahrnehmung. Aus diesem Grund empfehlen Therapeut*innen bei einer auditiven Wahrnehmungsstörung die Nutzung von Stereo-Hörbüchern.

Backen und Kochen begeistert viele Kinder

Viele Eltern denken beim Beschäftigen des eigenen Nachwuchses immer nur an Spiele. Das ist aber nicht immer richtig, denn viele Kinder (darunter natürlich auch Jungs) backen und kochen gerne. Diese Beschäftigung führt die Familie sogar noch näher zusammen als dies jedes noch so spannende Spiel kann. Deshalb: Gelegentlich eine gemeinsame Back- oder Kochstunde einlegen, und zwar nicht nur während der Adventszeit.

Sinn für die Natur fördern

In der Regel interessieren sich Kinder für die Natur und wie Pflanzen, Obst und Gemüse wachsen. Um dieses Thema dem eigenen Nachwuchs nahezubringen, muss niemand in einem Haus mit Garten wohnen. Tomaten, Paprika und Blumen lassen sich auch in jeder Wohnung anpflanzen. Diesen beim Wachsen zuzusehen ist für die meisten Kinder unabhängig von deren Alter interessant.

Haustiere sorgen für ausreichend Beschäftigung

Eine sehr gute Möglichkeit, Kinder lautlos zu beschäftigen und deren Verantwortungsgefühl zu fördern, sind Haustiere. Hunde haben den klaren Vorteil, dass sie außer Haus spazieren gehen möchten. Trotzdem lohnt sich ebenfalls die Anschaffung von Katzen, Hasen und Meerschweinchen. Alle Haustiere lieben es, beschäftigt zu werden und müssen versorgt werden. All dies nimmt einige Stunden in Anspruch.

Fazit

Damit Kinder abends leise sind und keine Lärmbelästigung darstellen, ist ausreichend Bewegung notwendig. Diese kann über einen Sportverein gewährleistet werden. Ebenso sind zufriedene Kinder ruhiger. Wer all dies beachtet und zugleich oben erwähnte Tipps anwendet, wird keinerlei Probleme bezüglich einer Lärmbelästigung haben. Und selbstverständlich gilt, dass ein kurzer Lärm kein Problem nach sich zieht.

 

Aktuell