Wie (und wann) du beim Daten über Black Lives Matter sprechen kannst (und solltest!)

Ja, Dating soll lustig und leicht und schön sein – aber es müssen halt schon auch die Überzeugungen übereinstimmen. Lieber früher als später herausfinden, dass dein Match "unpolitisch" (und damit ein Clown) ist: Wie du ein Gespräch über Antirassismus startest.

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Fein. Der Schmäh rennt, ihr versteht euch gut und seid euch einig, dass Ananasstücke nicht auf Pizza und echte Hosen an Sonntagen verboten gehören. Das ist alles gut und schön und wichtig, aber irgendwann solltest du sicherstellen, dass auch eure politischen Einstellungen (halbwegs) zusammenpassen.

Bei manchen Dating-Apps kann man politische Überzeugungen bereits bei der Profilerstellung auswählen: Auf Bumble kannst du angeben, ob du "eher links", "eher konservativ", in der "politischen Mitte" oder "unpolitisch" bist (Schreib uns, wenn du Letzteres anklickst und erklär uns bitte, was das heißt!) und deine potenziellen Matches entsprechend filtern. Auf OkCupid kann man aktuell einen #BlackLivesMatter-Badge auf dem Profilbild hinzufügen, zusätzlich wurden neue Profilfragen implementiert, etwa: "Ist es wichtig, dass Ihr Date für Rassengerechtigkeit kämpft?" und "Protestieren Sie gegen Ungleichheit?"

Wie man beim Dating ein Gespräch über Antirassismus startet

Hat deine Dating-App des Vertrauens keine dieser Optionen und willst du auch nicht ein entsprechendes Statement in deine Dating-Bio schreiben, führt früher oder später trotzdem kein Weg daran vorbei, direkt nachzufragen. Melissa DePino, eine der Gründerinnen der Bewegung Privilege to Progress, rät gegenüber Bustle etwa zu Fragen wie: "Ich war vergangenes Wochenende auf einer Black Lives Matter Demonstration. Wie hast du dich zuletzt engagiert?"

Da ginge es nicht um Kräftemessen in Sachen Bewusstseinsbildung, sondern um möglichst ehrliche Gespräche, wie DePino betont: "Wenn du gerade erst mit deinem Weg zu Antirassismus begonnen hast, sag das. Wenn du gerade dein erstes antirassistisch-bewusstseinsbildendes Buch gelesen hast, sag das auch." Nur so könntet ihr ehrlich darüber sprechen und vor allem im Idealfall auch beide voneinander lernen – so dein Gegenüber offen dafür ist.

Antwortet dein Match mit einer All Lives Matter-"Argumentation", musst du abwägen, wie du das Gespräch weiterführen willst. Unangenehme Gespräche führen ist essentieller Bestandteil antirassistischer Arbeit: "Alles, was wir in unserem täglichen Leben tun, um uns gegen Rassismus zu zeigen, treibt die Bewegung voran", sagt DePino. "Diese Gespräche zu führen - selbst bei Dating-Apps - ist ein Schritt in die richtige Richtung." Aber es gilt auch: Choose your battles wisely.

 

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