Wie Sexspielzeuge die Lebensqualität für Menschen mit Behinderung verbessern

Sexuelles Wohlbefinden durch Sextoys ist für viele Menschen wichtig. Besonders für Menschen mit körperlichen Behinderungen können diese hilfreich sein.

Sexspielzeug auf Blutorange

Sexspielzeuge sind für viele Menschen eine Bereicherung ihres Sexleben. Sie werden mit dem Versprechen vermarktet, durch sie zum Orgasmus zu kommen oder die Beziehung aufzufrischen – Mensche­­­­n mit Behinderungen kommen in dieser Darstellung jedoch so gut wie nie vor.

Doch besonders für sie kann die Verwendung von Toys zur Linderung chronischer Schmerzen und anderer Symptome führen. Sextoyanbieter LELO hat eine Umfrage durchgeführt, bei der die Hälfte der Befragten Menschen mit Behinderung sind. Und fand heraus, warum sich viele der Teilnehmer*innen durch Sextoyanbieter*innen an den Rand der Gesellschaft gedrängt fühlen und warum die Vorstellung, dass Menschen mit Behinderung asexuell sind, einfach falsch ist.

Barrierefreiheit

Durch LELO wurde eine Umfrage in Auftrag gegeben bei der rund 1000 Erwachsene teilgenommen haben. Diese hat ergeben, dass sich über 10 Prozent der Menschen mit Behinderung an den Rand gedrängt fühlen, weil ihnen nicht so viele Möglichkeiten zur Verfügung stehen, wenn es um sexuelle Wellness geht. Gleichzeitig sind 169 der 1034 befragten Personen der Meinung, dass einige Marken nicht genug tun, um barrierefreie Produkte für Menschen mit Behinderung zu schaffen.

Auffällig: Menschen ohne Behinderungen sind diese Probleme in den meisten Fällen nicht bewusst. 63 Prozent der Befragten ohne Behinderung gaben zu, dass sie einige der Schwierigkeiten, mit denen Menschen mit Behinderung konfrontiert sind, nie in Betracht gezogen haben.

Vorurteile

"Die meisten Menschen können sich nicht einmal vorstellen, dass behinderte Menschen sexuell sind und genauso viel Sex haben wie alle anderen", sagt Luka Matutinovic, CMO von LELO. Während 49 Prozent der Befragten mit Behinderung den Wunsch äußert, die falsche Vorstellung zu entkräften, sie seien asexuell, sind 48 Prozent der Meinung, dass ihre Sexualität aufgrund ihrer Behinderung oft falsch eingeschätzt wird.

Über 20 Prozent aller Befragten ohne Behinderung teilten mit, dass sie den Eindruck haben, Menschen mit Behinderungen seien nicht an Intimität interessiert. Weitere 20 Prozent fiel es wiederum schwer, mit ihnen über deren sexuelle Gesundheit zu sprechen.

Inklusives Sexspielzeug

Egal, ob Solo- oder Pärchensex. Sexspielzeuge werden meist als etwas vermarktet, durch das wir mehr über unseren Körper und unser Vergnügen erfahren und das uns zum Orgasmus kommen lässt. Dabei sind Sextoys für Menschen mit körperlicher Behinderung noch ein viel größeres Hilfsmittel. "Sie werden zum Vergnügen eingesetzt, aber noch wichtiger ist, dass sie chronische Schmerzen lindern können. Nur sehr wenige wissen davon, was vor allem an uns Sexspielzeugmarken liegt. Und wir sind hier, um dieses falsche Verständnis zu korrigieren", so Matutinovic weiter.

 

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