Wie schafft man es, dass Geld kein Stressthema mehr ist?

Geld macht nicht glücklich – kein Geld aber auch nicht. Was ist die Lösung? Durch Financial Wellness lernt man, wie man sich mit seiner finanziellen Situation wohlfühlt und Geld kein Stressthema mehr ist.

Financial Wellness

Es sind die Rechnungen, mit denen man sich nicht beschäftigen will, der Steuerausgleich, den man immer weiter rausschiebt, das Abschließen der Versicherung, das nie passiert, und die nagende Ungewissheit, wenn man nicht genau weiß, die hoch der aktuelle Kontostand ist – die wenigsten Menschen bekommen ein warmes, wohliges Gefühl, wenn sie an Geld denken. Doch genau das sollte sich ändern.

Financial Wellness ist das Stichwort, das Shoppingservice- und Zahlungsanbieter ­Klarna anpreist und damit da­ran arbeitet, das Verhältnis zu Geld zu verbessern. Die eigenen Finanzen als Wohlfühlfaktor? Klarna-Finanzexpertin Karoline Bliemegger erklärt: "Financial Wellness ­bedeutet, dass man die eigenen finan­ziellen Bedürfnisse so weit erfüllt hat, dass man den Kopf für andere Dinge frei hat. Man hat keine Angst vor der eigenen finanziellen Situation, sondern einen Plan, und man weiß, wo man steht."

Financial Wellness für jedes Börserl

"Sich die eigenen Finanzen durchzuschauen kann anstrengend sein, manchmal gruselig, ist aber extrem wichtig. All das bietet am Ende ein Gefühl von Sicherheit. Man muss nicht mehr ständig über Geld nachdenken, da man die Übersicht und Kontrolle über die eigene finan­zielle Situation hat", erklärt die Finanzexpertin weiter. Dieser Überblick ist der erste wichtige Schritt Richtung Financial Wellness und funk­tioniert für jede*n, egal wie hoch der Kontostand ist und welche Menge an Besitz man hat.

Es geht dabei nicht darum, reich zu sein, sondern darum, zu wissen, wo man steht und wo man hinmöchte. Dafür gilt es, folgende Punkte zu prüfen: Wie viel Geld gebe ich aus und wie viel kommt herein? Was sind meine persönlichen langfristigen Ziele? Was ist mir für ein gutes Leben wichtig? Eine universelle Formel gibt es nicht – jeder Mensch hat unterschiedliche Bedürfnisse, auf die er eingehen sollte. Denn nur so hält man es auch langfristig durch, konsequent zu bleiben; was nicht heißt, dass man an Lebensqualität verlieren muss oder sollte.

Worauf warten – der perfekte Zeitpunkt ist jetzt! Der 5. WIENERIN Gründerinnentag steht 2021 ganz im Zeichen von Innovation und neuem Mut. Was diesmal auch nicht zu kurz kommen darf: alles rund um die Themen Nachhaltigkeit, Green Investing und Green Founding. Immer im Mittelpunkt: der Anspruch, die ökonomische Selbstbestimmung von Frauen zu fördern.

Zeit für ein Spaß­konto

Karoline Bliem­egger weiß, wie wichtig es ist, sich immer wieder etwas zu gönnen, damit man langfristige Sparziele verfolgen kann. Tut man das nicht, ist das Risiko größer, dass man plötzlich auf das ersparte Geld zurückgreift. Sie empfiehlt, ein "Spaßkonto" anzulegen: "Optimalerweise legt man monatlich Geld für mehrere Posten auf die Seite: Einerseits zehn Prozent für ein Sorglos-Polster, mit dem man problemlos drei Monate über die Runden kommt; weitere zehn Prozent sollte man langfristig anlegen oder investieren. Auch das Sparen von zehn Prozent auf einem Spaßkonto, von dem man sich Dinge gönnt, kann die Lebensqualität erhöhen."

Beim langfristigen Sparen oder Investieren ist es wichtig, sich ein bestimmtes Ziel zu setzen und sich zu fragen: Wo will ich hin? Ist es mein Ziel, auszuwandern, mir ein Haus zu kaufen oder mit 40 aufzuhören zu arbeiten? Spare ich auf eine Weltreise oder fürs Alter? Diese Überlegung hilft dabei, die richtige Anlageentscheidung zu treffen und konsequent zu bleiben. Wer hier Berührungsängste hat, sollte wissen: Wenn sich Frauen erst mal damit beschäftigt haben und ein wenig darüber wissen, investieren sie meistens erfolgreicher und besser als Männer, da sie eine geringere Risiko­bereitschaft haben und langfristiger denken.

Financial Wellness bedeutet: Man hat keine Angst vor der eigenen finanziellen Situation, sondern einen Plan.

von Karoline Bliemegger

„Geld ist schlecht.“

Das klingt alles einfach umsetzbar – aber warum haben so viele Menschen trotzdem ein schlechtes Gefühl, wenn es um Geld geht? Karoline Bliem­egger weiß: "Wir alle haben Glaubenssätze verinnerlicht, die uns im Umgang mit Geld beeinflussen, zum Beispiel: ‚Viel Geld zu haben ist schlecht‘, ‚Ich darf mir nichts gönnen‘ oder ‚Ich habe immer zu wenig Geld‘. All diese Sätze haben wir in unserer Kindheit aufgeschnappt; sie prägen unseren Umgang mit Geld bis ins Erwachsenenalter. Man sollte hinterfragen, wie man sich fühlt, wenn man an Geld denkt: Positiv? Negativ?"

Ich wünsche mir

Bei der Umsetzung der finanziellen Ziele können einfache Tools helfen. Zahlungsanbieter Klarna bietet zum Beispiel eine Übersicht, die zeigt, wie viel man pro Monat in den unterschiedlichen Bereichen ausgegeben hat. Das ermöglicht, sich ein Budget zu setzen; man wird dann von der App informiert, wenn man dieses überschreitet. Außerdem möchte Klarna Impulskäufe reduzieren und hat Wunschlisten kreiert, in denen man Produkte speichern kann – wenn deren Preise dann reduziert werden, wird man informiert.

Die Finanzexpertin erklärt, wieso Klarna gegen Impulskäufe vorgeht: "Einkäufe geben einem ein schnelles Glücksgefühl, deshalb neigen wir dazu, einzukaufen, wenn es uns nicht gut geht. Das ist weder nachhaltig noch finanziell klug und macht langfristig nicht glücklicher. Wir möchten, dass unsere Kunden Produkte kaufen, weil sie sie wirklich haben möchten oder brauchen, und nicht, weil sie gerade unglücklich sind. Mit unserer Wunschlistenfunktion in der Klarna-App möchten wir unseren Kunden die Möglichkeit geben, ihre Einkäufe zu planen – auch das trägt zu Financial Wellness bei."

So geht’s

Wie erreicht man ­Financial Wellness? Fünf Schritte, wie man es schafft, dass man sich mit seiner finanziellen Situa­tion wohlfühlt.

Was glaube ich? Welche Gedanken habe ich rund um Geld und wie wichtig ist es für mich?

Was wünsche ich mir? Welche Ziele habe ich? Ich leite daraus konkrete, aber realistische Sparpläne ab.

Wo stehe ich? Ich checke meine aktuelle finanzielle Situation und verschaffe mir Überblick.

Sicherheit geht vor! Wichtig ist ein Sicherheitspolster. Jeder gesparte Euro bringt das Ziel näher!

Liebe, was du tust. Wer nur arbeitet, um Geld zu verdienen, hat rund um dieses eher ein schlechtes Gefühl. Ich finde Wege, wie ich Geld mit etwas verdiene, das ich gerne mache.

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