Wie schaffst du es, deine*n Ex nicht dauernd auf Social Media zu stalken?

… und warum solltest du das dringend lassen?

Wie schaffst du es, deine*n Ex nicht dauernd auf Social Media zu stalken?

Ihr seid schon einige Wochen, Monate oder sogar Jahre getrennt und trotzdem checkst du täglich die Social Media Seiten deines*deiner Ex? Du weißt, dass es dir eigentlich nicht guttut und dich davon abhält, mit der Trennung final abzuschließen. Aber du kannst es nicht lassen. Die Situation fühlt sich an, als würdest du jeden Tag wieder fest auf einen blauen Fleck drücken, damit er ja nicht verschwindet.

Schluss damit!

Diese Situation kennen nicht nur Menschen, die verlassen wurden. Auch Personen, die sich bewusst dafür entschieden haben, die Beziehung zu beenden und wissen, dass es besser ist, nicht mehr zusammen zu sein, gelangen manchmal in diesen Kreislauf. Sophia Benoit von Bustle weiß, wie man sich am besten daraus befreit.

Sie versteht den Impuls, regelmäßig checken zu wollen, wie sich das Leben der anderen Person entwickelt: "Ich meine, es ist eine sehr, sehr merkwürdige Sache, jemanden von Herzen zu lieben und dann gar nicht mehr an seinem Leben teilzunehmen. Es ist fast unheimlich, dass eine so tiefe Liebe verblassen oder enden kann. Ich glaube, wir alle sind in gewisser Weise fasziniert von unseren Verflossenen und davon, wo sie sind."

Viele mögliche Gründe

Trotzdem sollte es nicht zu unserem täglichen Ritual gehören, zu checken was der*die Ex zum Frühstück gegessen hat. Bevor man aber damit aufhören kann, muss man für sich klären, wieso man es nicht schafft, diese Gewohnheit abzulegen. Besonders, wenn sie einem nicht guttut. Das kann verschiedene Gründe haben: Vielleicht hast du das Gefühl, dich selbst bestrafen zu müssen, weil du die Beziehung beendet hast. Oder du vermisst den anderen Menschen, mit dem du ja mal alles geteilt hast. Wenn du bereits wieder in einer neuen Beziehung bist und trotzdem regelmäßig deinen Ex stalkst, kann das daran liegen, dass du die Beziehung sabotieren möchtest, weil es doch nicht das Richtige ist. Oder aber du bist glücklich, denkst aber dass du die schlechten Gefühle verdienst, die du bekommst, wenn du schaust, was dein*e Ex so treibst.

Blockieren, blockieren, blockieren

Wie kommt man nun aber aus dieser Gewohnheit raus? Sophia Benoit hat dafür einen guten Tipp: "Ich empfehle dringend, die Person bei allem zu blockieren. Wenn du dir das nicht zutraust, bitte einen Freund, den Blockierknopf für dich zu drücken." Und dann? Sie rät sich selbst ein Datum in der Zukunft zu setzen, beispielsweise zwei Monate von heute, an dem man die Blockierung für einen Tag aufheben darf und nachschauen kann, was sich so bei ihm*ihr tut. Ganz ohne schlechtes Gewissen.

Die Chance, dass man dann gar nicht so sehr daran interessiert ist, ist relativ groß. Wenn sich das jetzt unmöglich anhört, dann keine Sorge, so die Expertin: "Ich verspreche dir, dass du damit aufhören kannst und wirst, und es wird sich wirklich gut anfühlen, wenn du es tust. Ich verspreche auch, dass du immer über die Person nachdenken wirst, die du einmal geliebt hast. Aber das tun wir alle." Denn eine gewisse Neugier ist ganz normal.

 

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