Wie lest ihr den Befund eures Krebs-Abstrich richtig und was bedeuten bestimmte Phrasen?

Damit ihr vorbereitet seid, wenn plötzlich unkommentiert der Befund ins Haus flattert. Denn: In vielen Fällen gibt es keinen Grund zur Sorge!

Befund Gebärmutterhalskrebs

Einmal im Jahr sollten Menschen mit Vagina normalerweise unseren Gynäkolog*innen einen Besuch abstatten. Dabei geht es einerseits um den Krebsabstrich, andererseits um ein kurzes Gespräch über die aktuelle Verhütungsmethode und den Ultraschall.

Manchmal wird das Ergebnis des Krebsabstriches per Post zugeschickt und das kann ganz schön verunsichern, wenn man sich damit nicht auskennt. Was bedeutet nun also Pap-I? Ist das ein Problem? Bevor ihr also an einem Freitagnachmittag, an dem ihr eure*euren Gynäkolog*in nicht mehr erreicht, in Panik ausbrecht, haben wir einen Überblick, was euer Befund bedeutet.

Verschiedene Stufen

Im Vorfeld gleich noch die Info: Wenn Gebärmutterhalskrebs rechtzeitig erkannt wird (und genau deswegen geht ihr ja jedes Jahr hin 😉) und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden, liegen die Chancen einer Heilung bei fast 100 %. Also einmal tief durchatmen.

Bei einem PAP-Abstrich wird Gewebe aus dem Gebärmutterhals entnommen und unter einem Mikroskop genau untersucht. Der Befund wird dabei in vier verschiedene Stufen eingeteilt (das ist auch das, was ihr vielleicht auf dem Zettel, der ins Haus flattert, nachlesen könnt).

  • PAP I-II: unverdächtiger Befund (Du bekommst keine Nachricht von deinem*deiner Ärzt*in bzw. wenn, dann eine Information, dass alles in Ordnung ist.)
  • PAP III/III D: auffälliger, kontrollbedürftiger Befund
  • PAP IV: Der Befund erfordert eine Gewebeuntersuchung
  • PAP V: Laut Befund besteht die Möglichkeit, dass bösartige Tumorzellen vorhanden sind.

Auch PAP V bedeutet nicht, dass man Krebs hat. Es heißt nur, dass die Möglichkeit besteht und man sich das genauer anschauen muss. Wenn der Befund also auffällig ist (was ab PAP III) der Fall ist, dann sollten alle 3-6 Monate Abstriche gemacht werden, wo Veränderungen beobachtet werden.

Weitere Entwicklung und Beobachtung

In vielen Fällen entwickeln sich die Auffälligkeiten wieder zurück. In seltenen Fällen jedoch bildet sich das Befundbild zu einer höheren Stufe weiter, dann muss möglicherwiese eine Konisation durchgeführt werden. Was ist das? Es handelt sich dabei um einen operativen Eingriff unter Vollnarkose, bei dem man vom äußeren Muttermund eine Gewebeprobe entnimmt. Dabei wird die Scheide etwas gedehnt und dann wird ein kleines Stück Gewebe im Gebärmutterhals rausgeschnitten. Danach wird die Wunde vernäht und das Gewebestück untersucht und getestet, damit man herausfindet, ob alles in Ordnung ist und was man tun kann.

Rund 75 % aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs sind auf eine Infizierung mit HPV (Humane Papillomviren) zurückzuführen, was meistens beim Geschlechtsverkehr übertragen wird. Auch hier schützen Kondome vor der Ansteckung!

 

Aktuell