Wie kannst du deine*n BFF aus der Ferne beruhigen?

Eigentlich bräuchte es eine Umarmung und ein Glas Wein, aber das geht gerade nicht. Wie kannst du aus der Ferne mit Nachrichten helfen? Und was solltest du auf alle Fälle vermeiden!

Wie kannst du deine*n BFF aus der Ferne beruhigen?

Du hast dich gerade mit einer heißen Tasse Tee und einem Buch in eine Decke auf der Couch eingewickelt, als plötzlich eine Nachricht nach der anderen auf deinem Handy eintrudelt. Es vibriert, vibriert und vibriert. Als du dann drauf schaust erkennst du an der Menge der Nachricht, der Satzzeichen, Smileys und GROSSBUCHSTABEN schnell: Dein*e BFF braucht dich. Sie ist wütend, traurig oder rantet. Sei es die Präsentation in der Arbeit, die ein Flop war, der Fakt, dass die Person, die sie*er datet sich seit Tagen nicht gemeldet hat oder einfach nur die steigenden Corona-Zahlen.

Du würdest ihr*ihm natürlich gerne helfen, aber was kannst du über die Ferne per Nachricht ausrichten? Psychologin Kate Rosenblatt hat Bustle die besten Tipps verraten, wie du Express-Hilfe aus der Ferne leisten kannst. Ihrer Meinung nach ist es immer eine gute Idee, sich in die Schuhe der anderen Person zu versetzen: "Das kannst du tun, indem du sagst, wie Leid es dir tut, dass sie*er sich so fühlt. So bekommst du auch kurz Zeit, um zu erkennen, was die Person braucht: Jemand um einen Plan zu schmieden, jemand um zu jammern oder sich aufzuregen."

Gib der Person Zeit und Raum, um sich zu beruhigen

Je nachdem wie aufgeregt sie*er ist, ist es manchmal wichtig, dass die Person etwas runterkommt, bevor ihr das Problem genauer betrachten könnt. Du kannst dabei helfen, indem du vorschlägst, dass sie*er ein Glas Wasser trinken oder eine Runde um den Block gehen könnte. Wichtig: Sag auf keinen Fall die Worte "Beruhige dich". Denn du weißt vermutlich von dir selbst, dass diese Worte bei dir schon viel ausgelöst haben, aber bestimmt nicht, dass du dich beruhigt hast. (Stichwort ICH BIN RUHIG!)

Mach das Problem nicht klein

Für deine*n BFF fühlt sich das Problem grad wie ein Weltuntergang an. Vielleicht mag es von außen nicht so groß oder dramatisch und leicht lösbar wirken, aber die andere Person empfindet das gerade nicht so. Sag auf keinen Fall Dinge wie: "Ist doch halb so schlimm" oder "Das Problem ist vor allem in deinem Kopf". Das könnte dazu führen, dass diese Person sich zusätzlich dafür schämt, dass sie überreagiert. Sag stattdessen, dass du verstehen kannst, dass sich das scheiße anfühlt und das wirklich nach einer Stresssituation klingt.

Bring nicht sofort einen Lösungsvorschlag

Wenn du ein Problemlöser-Typ bist, wirst du vielleicht sofort versuchen, Probleme für einen geliebten Menschen zu lösen. Aber vielleicht ist das gar nicht das, was diese Person möchte oder braucht. Stattdessen würde sie*er sich vielleicht einfach gerne den Gefühlen hingeben und nicht deine Pläne anhören. Versuch die Person selbst anzuleiten, eine Lösung zu finden, indem du zum Beispiel fragst: Wie könnte es aussehen, dieses Problem zu lösen? Was wäre der perfekte Ausgang für dich in diesem Szenario?

Hilf mit den praktischen Dingen

Hast du das Gefühl, dass dein*e Freund*in sich wirklich überfordert fühlt und das darüber zu sprechen eigentlich alles nur noch schlimmer macht? Frag nach, ob es etwas anderes gibt, bei dem du helfen kannst. Sei es die Durchsicht der Post, die Vereinbarung von Therapie- oder Arztterminen oder beim Putzen der Küche oder der Wohnung. Praktische Hilfe und konkrete Pläne für die Zukunft können dazu beitragen, dass sie*er sich verankert fühlen.

Hör auf deine Instinkte

Du weißt eigentlich genau, was dein*e Freund*in brauchst. Ihr kennt euch gut und die Antwort, wie du mit dieser Situation am Besten umgehst, ist vermutlich in dir. Nimm dir einen kurzen Moment Zeit und frag dich: Wenn ich in der Situation wäre, was würde ich jetzt hören wollen? Denk 30 Sekunden darüber nach und antworte dann. Du weißt, was sie*er braucht! Vertrau dir selbst!

Frag nach, was die Person braucht

Bevor du rein startest und Lösungsvorschläge bringst oder sagst, dass sie*der langsamer atmen soll, frag einfach: Was brauchst du? Was kann ich tun? Wie kann ich dir gerade helfen? Brauchst du von mir eine Lösung oder dass ich dir zuhöre?

Manchmal brauchen Menschen einen Gesprächspartner, um ihrem Ärger oder ihrer Frustration Luft zu machen, während andere Trost, fröhliche Gifs, Ablenkung oder einen 1.000-Wörter-Aufsatz darüber brauchen, warum sie toll sind. Frag einfach nach!

 

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