Wie gefährlich ist Sex während der Schwangerschaft?

Wir räumen mit den größten Mythen rund um Sex während der Schwangerschaft auf.

Kann das Ungeborene Kind durch Sex während der Schwangerschaft zu Schaden kommen?

Wie verändert sich die Sexualität durch die Schwangerschaft? Worauf muss ich achten? Können wir dem Kind womöglich schaden, wenn wir penetrativen Sex haben? Diese und weitere Fragen stellen sich viele werdende Eltern, wenn es ums Thema Sex in der Schwangerschaft geht. Wir haben die wichtigsten Infos für euch und räumen mit falschen Mythen auf:

Ungeborenes im Bauch der Mutter gut geschützt

Um euch gleich mal ein bisserl zu beruhigen: Nein, dem Kind kann nix passieren, wenn ihr während der Schwangerschaft sexuell aktiv seid. Wie Sextoyhersteller EIS in einer aktuellen Aussendung erklärt, droht dem Kind während sexueller Aktivität keinerlei Gefahr. Durch das Fruchtwasser, die Gebärmutter und die umliegenden Muskeln ist das Ungeborene gut geschützt und Erschütterungen können ihm nichts ausmachen. Da macht es auch nichts, wenn die Gebärmutter pulsiert oder die Mutter während des Orgasmus kurzzeitig verkrampft.

Auch dass der Penis das Kind bei penetrativem Geschlechtsverkehr erreichen oder gar beschädigen könnte, ist ein Irrglaube. Das ist anatomisch überhaupt nicht möglich.

Wie verändert sich die weibliche Sexualität durch die Schwangerschaft?

Gerade zu Beginn der Schwangerschaft haben Schwangere häufig mit Übelkeit, Erbrechen, Unwohlsein oder ein unangenehmes Spannungsgefühl in den Brüsten zu kämpfen - wodurch die Lust auf Sex in den ersten Wochen der Schwangerschaft gemindert sein kann. Häufig geht das erste Drittel der Schwangerschaft auch mit starker Müdigkeit einher, was die Lust ebenfalls schmälern kann.

Wie Expert*innen auf gesundheit.gv.at beschreiben, steigt die Lust im 2. Schwangerschaftsdrittel allerdings meist wieder an. Manchmal ist sie dann sogar stärker als gewohnt. Die Schwangerschaftshormone sorgen dafür, dass die Geschlechtsorgane stärker durchblutet werden. Klitoris und Schamlippen sind empfindlicher, wodurch manche Frauen leichter erregbar sind. Andere wiederum empfinden die Berührungen der Genitalien in dieser Zeit als unangenehm. Tendenziell nimmt die sexuelle Lust gegen Ende der Schwangerschaftsperiode wieder etwas ab.

Schwangerschaft: Wann sollte man lieber keinen Sex haben?

Liegen keinerlei Risikofaktoren vor und verläuft die Schwangerschaft "normal", gibt es eigentlich keinen Grund, auf Sex zu verzichten (außer natürlich ihr habt keine Lust drauf). In gewissen Situationen ist es allerdings ratsam, ein bisschen vorsichtiger zu sein - und ärztliche Expertise hinzuziehen, etwa im Fall von Infekten im Intimbereich der Partner*innen, Blutungen, verfrühten Wehen, Komplikationen in vergangenen Schwangerschaften oder Anzeichen einer Frühgeburt.

 

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