Wie es eine Alleinerziehende schafft, alles unter einen Hut zu bringen

Mirjam Muckenhuber liebt Sport. Trotz Sohn, Studium und Beruf findet sie Zeit, erfolgreich für den Triathlon zu trainieren.

„Einer meiner größten Erfolge war, als ich in Podersdorf die Mitteldistanz gewonnen hab“, sagt Mirjam Muckenhuber. Die Triathletin aus Langenzersdorf ist aber nicht nur
als erste Frau über die Ziellinie gelaufen, sie hat auch noch einen Streckenrekord aufgestellt.

Zwar war die 30-Jährige immer sportlich, doch zum Triathlon ist sie erst 2012 gekommen. Sie studiert Veterinärmedizin, arbeitet, bloggt und ist alleinerziehende Mutter eines achtjährigen Sohnes. Zeit für's Training will sie sich trotzdem nehmen.

Training 6x die Woche - um 03:00 Uhr!

Sechs Mal die Woche trainiert sie, um für Radfahren, Schwimmen und Laufen fit zu sein. Oft trainiert sie um 03:00 Uhr - um fertig zu sein, bevor Samuel, ihr Sohn, aufwacht.

Der Sport liegt in der Familie. Samuels Opa war Leistungssportler, und Samuel möchte einmal Tormann weren. Mirjam "Mucki" Muckenhuber selbst hat als Kind Bodenturnen, Ballett und Judo gemacht, und ist auf Pferde- und Fahrradsätteln geritten. Die Leidenschaft fürs Fahrradfahren ist ihr bis heute geblieben: "Da kann ich mich total überwinden und über meine Grenzen gehen."

Freundschaftlicher Triathlon als Einstieg

Zum Triathlon kam sie mit Mitte 20 erst vergleichsweise spät. Ein Freund hat sie eingeladen, bei einem selbstorganisierten Familien-Triathlon mitzumachen: 350 Meter schwimmen, 19 Kilometer radeln, vier Kilometer laufen. Mirjam Muckenhubers Leidenschaft für Ausdauersport war geweckt.

Erfolg trotz Rückschlägen

In ihrer vierjährigen Zeit als Sportlerin musste sie auch schon Rückschläge einstecken. Mitte der Saison 2015 konnte sie durch einen Sehnenscheidenentzündung am Sprunggelenk zwei Monate lang nicht trainieren, und Anfang 2016 musste sie durch ein Knochenmarksödem sieben Wochen lang mit Krücken gehen und durfte zehn Wochen lang nicht laufen. "Diese Zeit hat mich mental noch stärker gemacht. Ich kann diese Saison nichts erzwingen, aber ich versuche, mein Bestes zu geben", gibt sich die Sportlerin zuversichtlich.

Anderen Frauen, die (zu) viel um die Ohren haben, sagt sie: "Eines habe ich gelernt: Man ist stärker und zu mehr fähig, als man glaubt." Das glauben wir natürlich gern.

 

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