Wie eine Sexpause deine Beziehung verbessern kann

Klingt komisch, aber tatsächlich soll der Verzicht auf Sex unser Liebesleben langfristig massiv verbessern.

Paar im Bett

Wenn während der Beziehung im Bett mal weniger läuft oder Paare ihr Sexleben verbessern wollen, denke viele an das Naheliegendste: den Akt an sich. Man denkt über neue Stellungen nach oder darüber, welches Sexspielzeug es sich auszuprobieren lohnt, um das Liebesleben möglichst schnell wieder aufzupeppen. Dass eine kleine Pause allerdings auch Vorteile haben kann, denken die wenigsten. Warum auch? Sex ist gut für die Gesundheit, entspannt uns und macht vor allem viel Spaß. Nichtsdestotrotz soll ein bewusster Verzicht unser Sexleben in Beziehungen langfristig enorm verbessern.

Sexpausen widersprechen unserer Intuition

Singles, die eine Pause vom Daten machen wollen, sind für unser kulturelles Bewusstsein normal. In einer Beziehung allerdings scheint ein bewusster Verzicht auf Sex unserer Intuition zu widersprechen. Schließlich käme das Problem der Lustlosigkeit doch ohnehin bei vielen Paaren von selbst. Eine Studie aus dem Archives of Sexual Behavior etwa zeigt, dass die sexuelle Zufriedenheit bei Menschen in Beziehungen schon nach einem Jahr nachlässt.

Anstatt sich an diesem Punkt über die Sache an sich Gedanken zu machen, kann ein Umdenken helfen: Bewusste Abstinenz soll die Beziehung vertiefen, indem man sich bewusst mit Dingen beschäftigt, die um das Sexualleben herum passieren. So könne die Intimität gefördert werden – und nach der Pause soll der Sex dann umso besser sein.

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Neue Wege der Intimität entdecken

Auch, wenn man zwar so oft Sex hat wie man gerne möchte, das Liebesspiel aber zur Routine geworden ist, kann ein Sexverzicht sinnvoll sein. Zum Einen erzeugt eine Pause einen gewissen Reiz und zum Anderen können so andere Wege intim zu sein entdeckt werden. Wer sich nicht der gewohnten Standardmittel bedienen kann, muss schließlich kreativ werden. So könnt ihr einander Raum geben, den/die Andere/n und seine/ihre Fantasien noch besser kennen zu lernen. Wird Sex aus dem Repertoire gestrichen, können sich zudem andere Gesten der Zuneigung noch viel intensiver anfühlen. Und: Ihr nehmt einander den Leistungsdruck, in dem der Fokus davon abkommt, dass der/die Andere unbedingt zum Orgasmus kommen muss.

So klappt die Sexpause:

Vorab: Es gibt keine Regeln. Es geht auch nicht darum, jetzt monatelang überhaupt keinen Sex zu haben, sondern lediglich darum, eure eigenen Richtlinien zu finden. Orientieren kann man sich dabei an dem Sex-Rhythmus der vergangenen Monate. Als Daumenregel gilt: Einfach die Zeit verdreifachen, sprich: Habt ihr im Schnitt einmal pro Woche Sex, bietet sich eine dreiwöchige Pause an. Wichtig ist nur, dass die Regeln gemeinsam festgelegt werden. Ist gemeinsames Duschen noch okay? Ist Masturbation in dem Zeitraum erlaubt oder verboten? Und natürlich: Wann haben wir wieder Sex? Sobald die Regeln stehen, gilt: Happy Experimentieren. Und vor allem: Happy Vorfreude!

 

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