Wie eine Mutter ihren Söhnen beibringt, im Haushalt mitzuhelfen

"Ich will nicht diese Mutter sein, die alles für jeden macht, und sich dann darüber aufregt, dass sie alles für jeden macht."

In einem Blog-Eintrag beschreibt die US-Amerikanerin Audra Rogers, wie sie ihren Söhnen beibringt, im Haushalt mitzuhelfen - und was sie daraus gelernt hat. Der Eintrag erschien ursprünglich auf realhonestmom.com:

"Ich will nicht diese Mutter sein, die alles für jeden macht, und sich dann darüber aufregt, dass sie alles für jeden macht.


Durch meine Fürsorge laufe ich Gefahr, erwachsene Kinder zu erziehen, die dann noch immer zuhause leben. Als Eltern sind wir oft so darauf fokussiert, unsere Kinder zu unterhalten, und vergessen dabei, ihnen die alltäglichsten Dinge des Lebens beizubringen.

Meine Kinder haben immer mit Kleinigkeiten im Haus geholfen, aber wir haben ihre To-Do-Liste nie adaptiert. Und es wurde Zeit. Ich habe mir die Zeit genommen, meinen Kindern beizubringen, wie sie uns im Haushalt helfen können und nenne es die "Schule von Mama".

Ich habe kurze, altersgerechte Einheiten für beide gemacht - sie sind 8 und 3 Jahre alt - über das Geschirrwaschen, Badputzen, Bodenwischen, Einkaufen.


Es ist nicht nur für mich eine Erleichterung - auch sie lernen, wie sie diese Dinge später einmal alleine machen können. Ich will sie so erziehen, dass sie selbständig sind und später tolle Ehemänner sind.

Ich habe einiges geplant - aber mit der Unterhaltung mit meinem 8-jährigen Sohn habe ich nicht gerechnet. "Mama, du bringst uns heute etwas bei - aber kann ich dir auch etwas beibringen?", fragte der Kleine. "Ja", sagte ich.

Nachdem ich ihm gezeigt hatte, wie man die Geschirrspülmaschine ein- und ausräumt, zeigte er mir, wie ich ein kleines Lego-Auto bauen kann. Und es war toll. Er lud mich in seine Welt ein und wollte mir etwas beibringen. Es ist von großem Wert, wenn unsere Kinder uns als Menschen betrachten. Als Menschen, die nicht alles wissen und noch viel lernen können.


Es ist nicht immer einfach für alles, was unsere Kinder machen, Interesse zu zeigen. Aber ich versuche, so viel wie möglich aufzusaugen. Auch mein Kleinster hat mit seinen kleinen Aufgaben so viel dazugelernt. Er will helfen - und fühlt sich toll, wenn er einmal nicht "das Baby" ist. Unsere Kinder sind zu viel mehr fähig, als wir es oft glauben wollen.


Angefangen hat es damit, dass ich meinen Kinder beibringen wollte, unabhängig zu sein. Geendet hat es damit, dass ich tolle Erinnerungen habe über die Zeit, die wir bereits miteinander verbracht haben, während ich ihnen einfach gezeigt habe, wie man Wäsche aufhängt."

Audra Rogers (40) ist Grafikern und freie Journalistin. Auf ihrem Blog realhonestmom.com behandelt sie Themen rund ums Muttersein und ihren Job.

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