Wie du Eifersucht in Produktivität verwandelst

Eifersucht kann ein zerstörerisches Gefühl sein. Es gibt aber Möglichkeiten, wie du dieses Gefühl in etwas hilfreiches verwandelst, dass dir den nötigen Kick gibt, um deine Ziele zu erreichen.

Wie du Eifersucht in etwas produktives verwandelst

Wer ohne Eifersucht ist, werfe den ersten Stein. Wir alle kennen das Gefühl in der ein oder anderen Situation. Sei es die*der neue Freund*in des*der Ex, die Beförderung des*der Kolleg*in oder der plötzliche Lotto-Gewinn der Nachbar*innen. Jede Person empfindet wegen etwas anderem Eifersucht, abhängig von ihrer Persönlichkeit.

Nicht genug

Eifersucht ist ein Gefühl, das durch Unsicherheit entsteht. Die Unsicherheit, nicht genug zu sein, nicht genug zu haben, nicht genug erreicht zu haben. In gewisser Weise ist Eifersucht wie eine Taschenlampe, die sichtbar macht, in welchen Bereichen du dich unsicher fühlst. Und während Eifersucht prinzipiell kein schönes Gefühl ist, das man nur ungern gegenüber sich selbst oder anderen eingesteht, kann es dir auch dabei helfen, zu wachsen und dich weiter zu entwickeln.

Verwandle das Gefühl

Eine gute Übung ist zum Beispiel, niederzuschreiben, auf wen man eifersüchtig ist und warum. Im nächsten Schritt sollte man überlegen, was man tun kann, damit man sich nicht mehr so unzulänglich in diesem Bereich fühlt und der Eifersucht die Kraft nimmt. Wenn man damit richtig umgeht, kann es eine großartige Starthilfe sein, damit man in die Gänge kommt und seine Ziele noch intensiver verfolgt.

Der Weg oder das Ziel?

Andererseits kann es auch helfen, sich zu überlegen: Möchte ich wirklich hart arbeiten, damit ich dieses Ziel erreiche? Möchte ich die tägliche Arbeit reinstecken, um das Ergebnis zu erzielen? Ein Beispiel: Viele Leute träumen davon, Musiker*innen zu sein. Sie wollen das Endergebnis, die Menschenmassen, den Starstatus und vor ausgefülltem Stadion spielen. Wenn man sich aber überlegt, wer bereit wäre, täglich mehrere Stunden Gitarre zu üben und anfangs Auftritte vor 10 bis 50 Menschen zu spielen, merkt man, dass es vielen um das Endergebnis geht. Weniger um die tägliche Arbeit, die es braucht, um dorthin zu kommen.

Empfindet man also das nächste Mal zum Beispiel Neid auf die Position eines*r Kolleg*in kann man sich fragen: Will ich überhaupt die Überstunden machen, die diese Person leistet? Möchte ich deren Aufgaben und Verantwortung? Oder möchte ich einfach nur in diesem Meeting was zu sagen haben oder hätte gerne deren Gehalt?

Talk it out

Auch wenn Eifersucht ein hässliches Gefühl ist, das man nicht gerne zugibt oder sich eingesteht, hilft es, mit den Personen, auf die man eifersüchtig ist, zu sprechen und diese Gefühle auszudrücken. Denn manchmal bemerkt man dann, dass die Person selbst solche Gefühle empfindet. Vielleicht auch auf Dinge, die man an sich selbst nicht wertschätzt. Weil das Gras wo anders immer grüner ist und so. Kennen wir ja.

 

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