Wie du deine non-binary Friends unterstützen kannst

Eine dir nahestehende Person ist nicht-binär? Dann sei der*die beste Ally, der*die du sein kannst! Und zwar so:

Wie du deine non-binary Friends unterstützen kannst

Wir wissen: Es gibt nicht nur zwei Geschlechter und es gibt Menschen, die existieren außerhalb der Geschlechterbinarität von Mann und Frau. Gut möglich, dass sich in deinem Freund*innenkreis eine nicht-binäre Person befindet, die sich vielleicht gerade erst geoutet hat. Wie du sie am besten unterstützen kannst? So:

1. Benutze die korrekten Pronomen

Nicht-binäre Personen können ihre bisherigen oder neue Pronomen verwenden, zwischen Pronomen wechseln, mehrere oder gar keine verwenden. Sie werden dich wissen lassen, wie ihre korrekten Pronomen lauten - und wenn nicht, frag nach, womit sie sich wohl fühlen! Und dann ist es wirklich nicht schwer: Benutz einfach diese Pronomen.

Ja, es ist nicht so leicht, jahrelange Sprachgewohnheiten zu ändern und vielleicht musst du dich anfangs ein bisserl mehr konzentrieren damit du nicht misgenderst, aber das kriegst du hin. Du musst auch kein großes Tamtam draus machen und extra und auffällig die korrekten Pronomen in Ansprachen und Sätzen einbauen, nur um zu beweisen, wie woke und supportive du bist. Red einfach so, wie du es davor auch getan hast - nur eben mit den richtigen Pronomen.

2. Benutze den neuen Vornamen (wenn es einen geben sollte)

Manchmal verwenden nicht-binäre Personen im Zuge ihres Coming-Outs einen neuen Vornamen, der ihre Genderfluidität besser widerspiegelt. Benutz ihn. Vergleiche ihn nicht mit dem Geburtsnamen oder behaupte, dass dir der Name nicht gefällt. Sag einfach, dass du sie ab sofort mit ihrem Namen ansprechen wirst und wenn dir doch mal der Geburtsname über die Lippen kommt, dann korrigiere dich. Oh, und: Ein Kompliment zum Namen ist natürlich erlaubt!

3. Informiere dich selbstständig und achte auf dein Wording

Es ist nicht die Aufgabe von nicht-binären Personen, dich darüber aufzuklären, wie das mit der Genderbinarität und - fluidität funktioniert. Lies dich selbst ein, folge wichtigen Accounts auf Social Media und versuche, dir ein korrektes Wording anzueignen. Sie werden es zu schätzen wissen - und du willst doch auch nur, dass sie sich in deiner Nähe wohl fühlen und merken, dass du dich interessierst und sie unterstützen willst.

4. Sei nicht übergriffig sondern supportive

Ein Coming-Out ist eine enorm emotional fordernde und anstrengende Zeit. Es ist deine Aufgabe, nicht so diskriminierend zu sein wie die Gesamtgesellschaft. Konzentrier dich dabei einfach auf das Tempo, das deine nicht-binären Lieblingsmenschen für sich selbst gewählt haben. Wenn sie total aufgeregt sind und alles erzählen wollen, dann freu dich mit und hör gut zu. Wenn sie sich ein bisserl zurückziehen wollen oder nervös sind, dann gib ihnen zu verstehen, dass du für sie da bist und sie alle Zeit der Welt haben.

Oh, und vergiss nicht: Es geht hier immer noch nicht um die Befriedigung deiner Neugier. Frag also nicht einfach so nach geschlechtsangleichenden Operationen oder wie das ab jetzt mit dem Sex funktioniert. Sie werden dir erzählen, was sie mit dir teilen wollen und das war dann, wann sie es mit dir teilen wollen.

5. Und: Feiert gemeinsam, dass Geschlecht ein Spektrum und Vielfalt etwas Wunderbares ist

Es ist auch 2020 nicht leicht, sich als nicht-binär zu outen. Sei dir bewusst, dass deine Freund*innen mit Diskriminierung und Hass jeder Art konfrontiert sein werden - und versuch, ihnen beizustehen. Hör ihnen zu, sei für sie da und schenke ihnen die Liebe und Aufmerksamkeit, die sie verdient haben. Und vergiss nicht: Ein Coming-Out ist keine einmalige Sache, die an einem Tag passiert, sondern ein Prozess. Und die beste Art von Unterstützung darin passiert stetig und immer wieder.

 

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