Wie benutze ich Lidschattenpaletten richtig?

Lidschattenpaletten erobern die Beautywelt - und sind nicht nur für erfahrene Make-up-Fans ein Bereicherung im Beauty-Schrank. WIENERIN-Beautyredakteurin Lucie Knapp hat hilfreiche Tipps für das Spiel mit den Farben.


Jetzt geht rund rund ums Auge! Lidschattenpaletten erobern die Beautywelt. Wer sich von den umfangreichen Paletten und zehn verschiedenen Nude- und Grautönen abschrecken lässt, dem sei gesagt: Lidschattenpaletten sind keineswegs nur etwas für Hardcore-Fans. Dank Anleitungen und hilfreichen How-To-Tipps von WIENERIN-Redakteurin und Visagistin Lucie Knapp ist das Spiel mit den Farben ganz einfach.

STEP 1. Wie finde ich heraus, welche Lidschatten-Palette zu meinem Typ passt?

Gut ist, ungefähr zu wissen, welche Farben zum eigenen Typ passen. Der Test: Haare zurückbinden und einfärbige Stoffe (Pullis, Handtücher, Schals etc.) so umhängen, dass Schultern und Dekolletee bis zum Hals bedeckt sind So testet man die Wirkung der Farbe aufs Gesicht. Wenn die Farbe hübsch macht, passt sie. Wenn man komisch, müde oder einfach nur nicht gut aussieht, passt sie nicht zum eigenen (Farb-)Typ.

Die wichtigste Frage dabei ist, ob du ein warmer oder kalter Farbtyp bist. Wenn du dich entscheiden müsstest zwischen der Farbgruppe Apricot, Beige, Braun und Gold oder Altrosa, Taupe, Grau und Silber – welche würdest du wählen?

Apricot, Braun, Gold spricht für einen warmen Typen. Farben mit Gelb- und Rotanteilen, zum Beispiel besser zu Haselnussbraun als zu Steingrau greifen.

Altrosa, Grau, Silber sprechen für einen kühlen Farbtypen. Farben mit Blauanteil, also etwa eher Taupe als Goldbraun.

Perfektes Beispiel sind da die Naked Paletten von Urban Decay. Die Naked 1 vereint goldig, warme Nude-Töne wie Cremeweiss, Bronze, warmes Beige und Goldbraun. Die Naked 2 ist mit kühlen Nude-Tönen wie Hellrosé, Mauve, Stein und violettem Schwarzbraun ausgestattet.

STEP 2. Jetzt hab ich eine … wo fang ich an?

Mit den hellen, matten, hautähnlichen Tönen wird das gesamte Lid grundiert. So werden durchscheinende Äderchen überdeckt und die Hautfarbe ausgeglichen. Danach werden die mittleren Töne verwendet, um das Auge zu schattieren.

Die schimmernden, glitzernden Farben haben eine Highlighter-Funktion und kommen abends am schönsten zur Geltung: Die hellen Schimmertöne passen gut auf die Lidmitte, den Augeninnenwinkel und, sehr dezent aufgetragen, unter den äußeren Teil der Augenbraue.

Die dunkelsten Töne, die im Idealfall nicht allzu glitzernd sind, trägt man auf, um das Auge zu definieren. Zum Beispiel, um einen weichen Lidstrich zu ziehen, den Wimpernkranz nachzudunkeln oder den äußeren Augenwinkel zu betonen.

STEP 3. Muss ich immer das ganze Auge schminken?

Nein. Erlaubt ist, was gefällt: Wer ganz dezent bleiben möchte, kann mit einem mittleren Ton nur das bewegliche Oberlid bedecken oder nur entlang der Wimpern feine, weiche Lidstriche ziehen. Oder nur großflächig einen hellen, matten Lidschatten auftragen und dazu nur die Wimpern tuschen.

STEP 4. Mit welchen Tönen fahr ich immer gut?

Mit Naturtönen, die der Hautfarbe bei Licht und Schatten entsprechen, kann man nicht viel falsch machen: Naturweiss, Hellbeige, Braun, Graubraun und Schwarz sind die wichtigsten neutralen Farben.

STEP 5. Muss ich mir extra „Werkzeug“ für meine Palette kaufen?

Bei einigen Paletten ist ein Pinsel dabei – das ist schonmal gut – aber ich würde trotzdem sagen, dass eine gute Palette auch gutes Werkzeug braucht. Meine Augen-Basisausstattung besteht aus einem großen, flachen Pinsel für die (helle) Basisfarbe, einem mittleren runden, fluffigen Pinsel zum Schattieren und einem feinen, kleinen Katzenzungenpinsel für die ganz dunklen Stellen.

 

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