"Wichtig ist nicht, was du am Kopf hast, sondern im Kopf!"

Mona (22) ist die Gewinnerin der WIENERIN Covermodel-Wahl 2018. Für die August-Ausgabe der WIENERIN ist die Studentin in Mustermix-Mode geschlüpft und hat uns vor dem Shooting ein paar Fragen beantwortet.

WIENERIN: Du hast das Covermodel-Finale wirklich gerockt. Gratuliere nochmals! Wie geht's dir denn gerade?

Mona Shama: Ich fühle mich wirklich super und bin einfach glücklich. Am liebsten hätte ich den Sieg noch ausgiebig gefeiert, aber ich wollte fit sein für das Shooting und vor allem so aussehen (lacht). Aus dem Versuch, früh einzuschlafen, wurde aber nichts. Ich war viel zu aufgeregt und wollte noch meiner Familie alles erzählen. Jetzt bin ich weniger nervös - eher neugierig, was mich erwartet.

Welche Reaktionen haben dich gleich nach dem Sieg erreicht?

Ich habe sofort urviele liebe Nachrichten auf Instagram bekommen. Auch nach der Entscheidung haben mir viele andere Gäste voll herzlich gratuliert. Das hat mich richtig gefreut. Ich habe aber auch einzelne böse Blicke zugeworfen bekommen. Ob das am Neid oder an meinem Kopftuch lag, weiß ich nicht. Wahrscheinlich gibt's immer auch ein paar negative Reaktionen.

Was bedeutet es für dich, ein Kopftuch zu tragen?

Ich habe bis zu meinem neunten Lebensjahr in Alexandria, Ägypten, gelebt. Dort trägt man das Kopftuch aus kulturellen Gründen. Frauen zeigen damit quasi: "Ich bin Ägypterin." Es ist aber egal, wie es gewickelt ist -ob man Haare sieht oder nicht -oder wie man sich sonst kleidet. Hier in Europa wird das Kopftuch nicht gesellschaftlich von mir erwartet, ich trage es aus persönlicher Überzeugung. Für mich ist es ein religiöses Symbol und auch ein Stückchen Heimat. Bedeckt kleide ich mich, weil es meiner Meinung nach keinen Sinn ergibt, seine Haare zu umhüllen, ansonsten aber figurbetont und freizügig gekleidet zu sein. Für mich passt das weder gedanklich noch optisch zusammen. Da spielt also neben der persönlichen Haltung auch mein Modegeschmack mit.

Warum wolltest du auf das Cover der WIENERIN? Was willst du anderen Frauen damit ans Herz legen?

Ich will anderen Frauen zeigen, dass sie nichts an sich ändern müssen, um etwas erreichen zu können. Alles ist machbar, man muss sich nur trauen, und viel wichtiger: sich selbst etwas zutrauen. Egal wie man aussieht, was man trägt, woher man kommt -die Persönlichkeit ist das, was zählt. Kein Kopftuch, keine Hautfarbe und kein sonstiges Merkmal sollten eine Frau daran hindern, erfolgreich zu sein. Es kommt nicht darauf an, was du am Kopf, sondern was du im Kopf hast!

Mehr von Mona in der WIENERIN, Ausgabe August 2018.

 

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