What the Fakt?! So sieht's aus für Frauen* in Österreich

Wir diskutieren beim WIENERIN #aufstand am 17.11.2019, was sich für Frauen in Österreich ändern muss. Denn die Fakten sagen klar: Es ist Zeit für einen #aufstand!

Vereinbarkeit ist Mutter-Sache

2018 waren 73,0 Prozent der Frauen im Alter von 25 bis 49 Jahren mit Kindern unter 15 Jahren teilzeitbeschäftigt. Bei den Männern waren es 6,4 Prozent.

Armut ist weiblich

Niedrigere Einkommen und Versicherungslücken durch Kinderbetreuungszeiten werden für Frauen zu niedrigeren Pensionen und erhöhtem Armutsrisiko: 26 Prozent der alleinlebenden Pensionistinnen* sind armutsgefährdet (Pensionisten*: 15 Prozent). Besonders armutsgefährdet sind Alleinerziehende: Ein-Eltern-Haushalte (das sind fast ausschließlich Frauen mit Kindern) haben mit 30 Prozent das höchste Armutsrisiko aller Haushaltstypen.

Mehr Leistung für weniger Geld

Auf der einen Seite steht der Gender Pay Gap, dank dem Frauen in Österreich im Jahr 2019 15,6 Prozent weniger verdienen als Männer.
Auf der anderen Seite leisten Frauen täglich rund 45 Minuten mehr Arbeit als Männer - bei der Berücksichtigung von sowohl bezahlter als auch unbezahlter Arbeit. Obwohl immer mehr Frauen erwerbstätig sind, bleibt die private Arbeitsteilung dem "männlichen Ernährermodell" verhaftet, sprich: Frauen bleibt die Hauptverantwortung für unbezahlte Arbeit (Kinderbetreuung, Hausarbeit, Pflege von Angehörigen, der mental load) überlassen. Dadurch stecken Frauen verstärkt in prekären Arbeitsverhältnissen mit niedrigerem Einkommen fest.

Gewalt gegen Frauen

Am häufigsten erleben Frauen Gewalt in ihrer Familie, 90 Prozent aller Gewalttaten werden nach Schätzungen der Polizei in der Familie und im sozialen Nahraum ausgeübt. Die Dunkelziffer bei familiärer Gewalt ist sehr hoch, Forschungsergebnisse weisen jedoch darauf hin, dass jede fünfte Frau bereits Gewalt in einer Beziehung erlebt hat.
Besonders gefährdet sind Frauen mit Behinderungen – vor allem wegen der häufig bestehenden Abhängigkeit von Unterstützungsleistungen durch andere Menschen. Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund sind auch von traditionsbedingter Gewalt betroffen, wie Zwangsheirat und Weibliche Genitalverstümmelung, FGM/Cutting.
2019 wurden in Österreich bereits 18 Frauen von Tätern aus ihrem näheren Umfeld getötet.

Pflege von Angehörigen: Die zweite Vereinbarkeitsfrage für Frauen

In Österreich sind 947.000 Personen auf irgendeine Art und Weise in die Pflege und Betreuung einer/eines Angehörigen involviert (ohne Berücksichtigung der Anzahl pflegender Kinder und Jugendlicher – sogenannter Young Carers). Der weitaus überwiegende Anteil an Hilfs-, Betreuungs- und Pflegeleistungen wird von Familienangehörigen erbracht. Davon werden knapp drei Viertel von Frauen übernommen, wobei ein Drittel im Alter von 31 bis 65 Jahre alt ist. Das Durchschnittsalter aller Frauen liegt bei 62 Jahren.
51% gehen keiner Berufstätigkeit nach.
(Quelle: BMASGK, Qualitätssicherung in der häuslichen Pflege 2018).

Warum lassen sich Frauen das gefallen?

Komm zum 1. WIENERIN #aufstand und diskutiere mit uns, welche Veränderungen wir in Österreich brauchen. Zum Programm.

aufstand füße

WIENERIN #aufstand
Sonntag, 17. November 2019
opendoors 13 Uhr, Beginn 14 Uhr
RadioKulturhaus, 1040 Wien

Eintritt frei, Plätze limitiert - hier geht's zur Anmeldung!

 

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