Wer Kinder hat, lebt länger!

WissenschafterInnen des Karolinska Instituts in Stockholm analysierten über eine Million Daten und kam zu einem überraschenden Ergebnis.

Viele Paare können sich ein Leben ohne Kinder kaum vorstellen, andere tun sich bei der Entscheidung, Kinder zu bekommen, nicht ganz so leicht.

Die Bedenken sind nicht ganz unbegründet. So sprachen Forscher in den letzten Jahren immer wieder vom so genannten "Happiness Gap" [Glücklichkeits-Lücke] bei Eltern. Dieser soll beweisen, dass Menschen mit Kindern signifikant unglücklicher sind als kinderlose Frauen und Männer.

Wer Kinder hat, lebt bis zu 2 Jahre länger

Doch es gibt auch gute Nachrichten für alle Eltern (und die, die es noch werden wollen): Diese liefert eine schwedische Studie des Karolinska Instituts in Stockholm, die Menschen mit Kindern ein längeres Leben prophezeit, wie der britische Independent berichtet.

Jene Eltern, die ein Alter über 60 Jahren erreichten, würden, so die Ergebnisse der Studie, deutlich länger leben als kinderlose Menschen.

Dabei wurde zwischen Lebenserwartungen bei Vätern und Müttern unterschieden:

Väter würden demnach ab einem Alter von 60 Jahren weitere 20,2 Jahre leben, kinderlose Männer würden nur 18,4 Jahre älter werden.

Bei den Frauen liegt die Lebenserwartung naturgemäß etwas höher. Mütter lebten der Studie zufolge 24,6 Jahre nach dem Erreichen des 60. Lebensjahres weiter, kinderlose Frauen hingegen 1,5 Jahre weniger.


Ob Mäderl oder Bursch - is' wurscht!

Entgegen bisheriger Annahmen spielt das Geschlecht des Kindes keine Rolle, erklären die ForscherInnnen. Die Verlängerung der Lebenserwartung setzt der Studie zufolge außerdem bereits ab dem ersten Kind ein und ist nicht von der Anzahl der Kinder abhängig.

Warum Eltern länger leben als kinderlose Männer und Frauen, können selbst die ForscherInnen nicht sicher sagen. Allerdings weisen sie darauf hin, dass bereits frühere Studien ein Pflegedefizit unter älteren, kinderlosen Menschen feststellten - die Pflege im Alter durch eigene Kinder könnte also eine postive Auswirkung auf die Lebensdauer haben. Diese Ergebnisse würden sich mit jenen der Studie decken, so die Forscher abschließend.

Für die Studie des Stockholmer Karolinska Instituts (via Journal of Epidemiology and Community Health) analysierten die ForscherInnen 1,4 Mio. Daten von Frauen und Männern, die zwischen 1911-1925 geboren wurden.

Mehr dazu hier.

 

Aktuell