Wer jetzt nicht mit Öl gurgelt, hat den Trend verpasst!

Öl ist das neue Mundwasser - und zwar zu Recht: Wer täglich damit gurgelt, bekommt aber nicht nur frischen Atem, sondern vor allem tolle Haut!

Neu ist der Trend nicht. Wirklich geschmackvoll vielleicht auch nicht. Dafür derzeit umso angesagter. Denn was Ayurveda-Fans (und Gwyneth Paltrow) bereits seit Jahrzenten machen, ziehen nun auch immer mehr Beauty-Blogger und Instagramer allmorgendlich durch: Sie nehmen eine Löffel Pflanzenöl in den Mund, spülen ihn wenigstens fünf Minuten im Mundraum hin und her und spucken das Ganze dann wieder aus.

Entgiftung durch Ölziehen

Was das bringen soll? Ein verbessertes Hautbild, weniger Mitesser, weißere Zähne, einen frischeren Atem, weniger Karies und Zahnfleischentzündungen, ein stärkeres Immunsystem und sogar bessere Laune. Denn nach ayurvedischer Lehre ist die Zunge eine Verlängerung des Magen-Darmtrakts und hat damit eine entgiftende Funktion. Über die Zunge werden Bakterien, Toxine und Schlacken ausgeschieden. Das Öl soll helfen, diese Schadstoffe vollständig aus den Poren zu ziehen, in sich zu binden und dann durch Ausspucken aus dem Körper zu verbannen.

Oil Pulling: So wird’s gemacht:

Klingt gut. Ist allerdings in der Praxis nicht so leicht, wie es sich anhört. Wer nämlich zu viel oder das falsche Öl benutzt, dem wird eher übel, als dass er schöner wird. Daher kommt hier eine Anleitung, wie es mit dem Ölziehen besser funktioniert:

+ Weniger ist mehr: Ein halber bis maximal ein Teelöffel Öl genügt für das Oi Pulling vollkommen. Das Öl mischt sich im Mund nämlich mit Speichel und wird damit ganz von allein immer mehr im Mund.

+ Besser geschmacksneutral: Öle mit einem intensiven Eigengeschmack (z.B. Olivenöl) werden von vielen beim Oil Pulling als unangenehm empfunden. Besser eignen sich neutrale Pflanzenöle (z.B. Sonnenblumenöl) oder mildes Kokosöl.

+ Durchhalten: Oil Pulling Profis spülen ihren Mund bis zu 20 Minuten. Anfänger versuchen sich langsam zu steigern. Zum Eingewöhnen genügen wenige Minuten vollkommen; irgendwann sollte man sich aber auf wenigstens fünf Minuten steigern. Bloggerin Maddie empfiehlt auf ihrem Blog DariaDaria während dieser Zeit zu tanzen.

+ Je früher, desto besser: Schlackstoffe sammeln sich vor allem über Nacht auf der Zungenoberfläche. Damit man sie gar nicht erst ins Körperinnere bringt, wird das Öl ziehen am besten direkt nach dem Aufwachen durchgeführt. Erst danach sollte Kaffee getrunken und die Zähne geputzt werden.

+ Mundhygiene: Ölziehen ersetzt nicht das Zähneputzen. Es sei denn man arbeitet mit einem speziellen Zahnöl (z.B. vonRingana oder Pure Skin Food), die die ölige Entgiftung mit einer klassischen Zahnreinigung vereint.

+ Gründlich ziehen: Das Öl soll so durch den Mund bewegt werden, dass es wirklich jeden Winkel erreicht, also auch die Zahnzwischenräume, die Zungenunterseite und am besten (durch leichtes Gurgeln) auch den Rachenraum.

+ Ausspucken und nachspülen: Wer genug gegurgelt hat, spuckt das Öl einfach wieder aus und spült den Mund anschließend mit klarem Wasser aus. Wer die Zunge anschließend noch mit einem Zungenschaber behandelt, lockt auch die letzten Schlackstoffe aus der Reserve. Wichtig ist nur, dass man wirklich nichts schluckt, ehe nicht das gesamte Öl, samt der in ihm gebundenen Schadstoffe, aus dem Mundraum entfernt ist.

+ Aber bitte nicht in den Ausguss: Wer das Öl direkt in den Ausguss spuckt, riskiert ein verstopftes Abflussrohr. Besser man spuckt das Öl zunächst in ein Papiertaschentuch und entsorgt dieses anschließend im Hausmüll.

 

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