Wer ins Solarium geht, hat häufiger psychische Probleme

Dass die künstliche Sonnenbestrahlung auf der Sonnenbank nicht gesund ist, wissen wir schon lange. Jetzt hat eine neue Studie herausgefunden, dass Solariumgeherinnen auch häufiger unter psychischen Problemen leiden.

Wer sich ab und zu mal auf die Sonnenbank legt, sollte sich der gesundheitlichen Risiken bewusst sein. Gegenüber Menschen, die in ihrem Leben nie eine Sonnenbank benutzen, erhöht sich das Melanom-Risiko von Solariumsbesuchern um 20 Prozent, stellte eine Studie im "British Medical Journal" bereits vor einigen Jahren fest.

Aber warum gehen manche Menschen trotz dieser Fakten dann so oft ins Solarium? Mit dieser Frage befasst sich eine kürzlich erschienene Studie der University of Massachusetts. Das Ergebnis ist erschreckend: Frauen, die ins Solarium gehen, leiden offenbar häufiger unter psychischen Problemen als andere.

Wenn das Solarium zur Sucht wird


Befragt wurden 74 Frauen zwischen 19 und 63 Jahren, die angaben, im letzten Jahr mindestens zehn Mal im Solarium gewesen zu sein. Ihre Daten wurden dann mit jenen der Durchschnittsbevölkerung verglichen. Die ForscherInnen fanden heraus, dass die Solariumgeherinnen häufiger mit psychischen Problemen zu kämpfen haben. Konkret haben sich drei Leiden herauskristallisiert: Depressionen, Stress und die Körperdysmorphe Störung, bei der Menschen glauben, sie seien von einem körperlichen Defekt betroffen. Von letzterer sind in der Durchschnittsbevölkerung nur einer von zehn Menschen betroffen, bei den befragten Solariumbesucherinnen sind es über 50 Prozent. 32 Frauen werden in der Studie außerdem als solariumsüchtig angegeben.

"Bei Menschen, die regelmäßig auf die Sonnenbank gehen, beobachten wir manchmal den Effekt, dass sie bräuner und bräuner werden wollen und ständig das Gefühl haben, dass sie nicht genug Farbe haben", sagte die Forscherin Sherry Pogato, die die Studie leitete, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Die Stichprobe sei jedoch noch zu klein, um repräsentative Aussagen treffen zu können.

 

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