Wer einmal fremdgeht, tut es laut Studie auch in späteren Beziehungen

Einmal ist keinmal? Wenn es nach neuesten Studien geht, sind Fremdgeher auch in zukünftigen Beziehungen Wiederholungstäter.

Fremdgehen ist eine einmalige Sache? Wenn es nach neuesten Studien geht, ist das eher nicht der Fall. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier - und ein Wiederholungstäter.

Once a cheater, always a cheater

Einer Studie der Universität Denver zufolge erhöht sich das Risiko eines erneuten Betrugs um das 3,7-fache, wenn der Partner/die Partnerin schon einmal fremd gegangen ist.

Dieses Ergebnis ergab eine Untersuchung der Psychologin Kayla Knopp unter 484 unverheirateten Paaren zwischen 18 und 34 Jahren, die für die Studie befragt wurden und in ihrer Studienzeit in mindestens zwei Partnerschaften gelebt hatten.

Wiederholungstäter

Doch nicht nur beim Thema Fremdgehen zeigten sich die Beziehungspartner als Wiederholungstäter. Auch aggressives Verhalten würde von Beziehung zu Beziehung weitergetragen. "Probanden, die in ihrer ersten Beziehung aggresiv waren, hatten ein dreifach erhöhtes Risiko auch in der nächstes Beziehung ein solches Verhalten aufzuweisen. Unabhängig von dem neuen Partner/ der neuen Partnerin", so Knopp.

Die Studie kam zu dem Schluss, dass es nicht der Partner/die Partnerin sei, die ein bestimmtes Verhalten hervorrufe, sondern man selbst.

Wir lernen leider nicht aus unseren Fehlern

Das galt allerdings auch für die Opferseite. So war es bei Opfern aggressiven Verhaltens fünfmal so wahrscheinlich, dass sie wieder eine Beziehung mit aggressivem Partner eingingen.

"Wir glauben gerne daran, dass wir aus unseren Fehlern lernen, aber diese Studie zeigt, dass wir das nicht tun", so die Forscherungsleiterin abschließend.

 

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