Wer das Klima retten will, sollte weniger Kinder bekommen

Schwedische ForscherInnen haben untersucht, welche Aktionen einzelner Menschen die positivsten Auswirkungen auf das globale Klima haben. Am wirksamsten: Der Verzicht auf Kinder.

Was kann ein einzelner Mensch tun, um das Klima zu retten? Wodurch lässt sich der individuelle CO2-Fußabdruck am wirksamsten klein halten? ForscherInnen der schwedischen Lund-Universität sind diesen Fragen nachgegangen und haben nun das Ergebnis präsentiert.

Ein Kind weniger spart 58,6 Tonnen an CO2-Emissionen pro Jahr

Ganz oben auf der Liste der individuellen Umweltschutzmaßnahmen: Weniger Kinder bekommen, denn ein Kind produziert 58,6 Tonnen CO2 pro Jahr. Mit etwas Abstand danach kommen der Verzicht auf ein Auto (spart 2,4 Tonnen CO2 pro Jahr), auf Langstreckenflüge (1,6 Tonnen) und der Umstieg auf erneuerbare Energie (1,47 Tonnen). Auf Platz 6: Vegane Ernährung (0,82 Tonnen).

Das ForscherInnen-Team schreibt in ihrem Report: " Eine amerikanische Famlie, die sich entscheidet, weniger Kinder zu haben, trägt im gleichen Maße zur Verringerung der CO2-Emissionen bei wie 684 Heranwachsende, die entscheiden, den Rest ihres Lebens ihre Abfälle sytematisch zu recyceln."

Vegane Ernährung wirksamer als Energiesparlampen

Für die Untersuchung werteten die WissenschafterInnen 39 Studien und Regierungsberichte aus und analysierten die Klimaschutzmaßnahmen in den USA, Kanada, Australien und Europa. Die Schlussfolgerung: Diese Maßnahmen sind weitaus weniger effizient als die von ihnen empfohlenen individuellen Aktionen. Als Beispiele nennen die ForscherInnen die Tatsache, dass etwa der Umstieg auf Energiesparlampen und Recycling vier bis acht Mal weniger wirksam sind als eine pflanzliche Ernährung.

Das kann laut Studie jede/r von uns für die Umwelt tun

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