Wenn Sie diesen Typ Mann daten, werden Sie sexistisch

Eine neue Studie gibt interessante Einblicke, wie sich Frauen in langjährigen Beziehungen an ihre Partner anpassen.

Eine neue Studie der University of Auckland und der University of Illinois gibt spannende Einblicke in langjährige Partnerschaften und wie sich Frauen an die Vorstellungen ihrer Männer anpassen. Konkret interessierte das ForscherInnenteam, ob Frauen, deren Partner sexistische Ansichten haben, diese dann selbst übernehmen - und ob bei feministischen Männern das Gegenteil der Fall ist.

Das Ergebnis: Frauen in langjährigen Beziehungen, deren Partner sexistische Ansichten haben, werden selbst mit der Zeit sexistischer. Frauen, die feministische Männer daten, haben keine misogynen Vorstellungen, so die Studie.

"Wohlwollender Sexismus" ist weniger offensichtlich


Die Studie, die im Journal of Personality and Social Psychology veröffentlicht wurde, befragte 1000 heterosexuelle Paare in Neuseeland und Nordamerika, um herauszufinden, ob sie und ihre Partner "ablehnenden Sexismus", "wohlwollenden Sexismus" oder keines von beiden befürworten.

"Ablehnender Sexismus" wird definiert als das Befürworten herabwürdigender Ansichten über Frauen und dem Glauben, dass Frauen Macht über Männer erlangen wollen, indem sie sie kontrollieren. "Wohlwollender Sexismus" ist weniger offensichtlich - hier wird etwa befürwortet, dass Frauen von Männern beschützt werden sollen.

Sexismus-Level ist angestiegen


Die ForscherInnen untersuchten den Sexismus-Level der Paare daraufhin einige Jahre später. Das Ergebnis: der von den Männern wahrgenommene Level an Sexismus blieb gleich, während die Frauen die Ansichten der Männer entweder übernommen haben, wenn ihre Partner sexistische Ansichten hegten, oder abgelehnt, wenn das nicht der Fall war.

Matthew Hammond, der Autor der Studie, schreibt: "Die Akzeptanz des wohlwollenden Sexismus seitens der Frauen ist verknüpft mit einem Gefühl der Imkompetenz, dem fehlenden Wunsch, unabhängig und erfolgreich zu sein und schärferen Ansichten gegenüber Opfern von Vergewaltigungen sowie der mangelnden Unterstützung von politischen Entscheidungen, die Frauen im Beruf unterstützen oder bevorzugen."

 

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