Wenn Männer keine Lust auf Sex haben

Das sexuelle Bedürfnis ist bei jedem Menschen sehr unterschiedlich, doch es kann passieren, dass auch Mann über Monate hinweg schlicht keine Lust auf Sex hat. Im Gegensatz zu Frauen, herrscht bei Männern oft der Irrglaube, dass sie ständig Lust auf Sex verspüren. Sexuelle Unlust ist daher immer noch ein Tabuthema und stößt bei Frauen oft auf Unverständnis.

Unlust bei Männern kann biologische und psychische Gründe haben. Es ist allerdings normal, dass das sexuelle Verlangen der Männer ungefähr ab dem 35. Lebensjahr nachlässt. Trotz des Alters: Eine steigende Anzahl von Männern verweigert oder blockiert Sexualität, weil sie verunsichert sind. Oft glauben Männer dann nicht mehr zu reichen oder nicht mehr bieten zu können, obwohl das meist Unsinn ist. Aber auch vom Alter abgesehen, kann es durchaus sein, dass Männer, wie Frauen, machmal einfach keine Lust auf Sex haben. Sollte sich dieser Zustand über lange Zeit hinziehen, gilt es eine Lösung zu finden.

Auch in langjährigen Partnerschaften ist es oft schwierig, die Erotik am Leben zu halten - auch weil viele Paare unrealistische Vorstellungen über ihr Sexleben haben und zu hohe Erwartungen besitzen.

Über Lustmangel klagen rund 15 Prozent der Männer, schätzen Experten. Die männlichen Hauptprobleme sind aber immer noch Erektionsstörungen und vorzeitige Ejakulation, so tritt die fehlende männliche Lust eher in den Hintergrund.

Faktoren für sexuelle Unlust

Körperliche Ursachen

  • Andere sexuelle Störungen, beispielsweise eine vorzeitige Ejakulation oder Erektionsstörung
  • Hormonstörungen
  • Alkoholkonsum
  • Drogenkonsum
  • andere Erkrankungen

Seelische Ursachen

  • Zu hohe Erwartungen an sich selbst
  • Unzufriedenheit beim Sex mit der Partnerin
  • Beziehungsprobleme
  • Unerfüllte sexuelle Wünsche
  • Stress
  • Depressionen
  • Angststörungen

Soziale Ursachen

  • Überforderung
  • Berufliche Probleme
  • Arbeitslosigkeit

Was kann man tun?

Zu allererst, mit dem Partner über Probleme sprechen, den Ursachen auf den Grund gehen und Störquellen auslöschen. Auch wenn es dem Partner schwer fällt, sollte man nachhacken und versuchen offene Gespräche zu führen. Findet man keine Lösung, sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden. Wichtig sind unter anderem die Befunde der labormedizinischen Untersuchung. So wird versucht, die Appetenzstörung näher einzugrenzen. Von den Ergebnissen dieser Ursachensuche hängt die Therapie ab.

Ein Hormondefizit oder -überschuss lässt sich beispielsweise medikamentös behandeln. Liegt eine seelische Ursache vor, empfiehlt es sich, ein individuelles Behandlungskonzept zu erstellen. Die Luststörung betrifft aber auch die Partnerin. Eine gemeinsame Psychotherapie (Paartherapie) kann daher sinnvoll sein.

Es ist wichtig den Ursachen auf den Grund zu gehen, um Sie therapieren zu können. Störungsquellen können körperliche, seelische oder soziale Ursachen sein, die von Mann zu Mann verschieden sind. Finden Sie alleine keinen Ausweg aus der Unlust, gibt es viele Ärzte die darauf spezialisiert sind und Ihnen helfen können.
 

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