Wenn du diese 6 Gedanken im ersten Beziehungsjahr hat, soll's vielleicht nicht sein

Das erste Jahr ist ja ganz aufregend und geprägt von den höchsten Höhen – und eben auch von den ersten großen Streits. Aber: Es gibt eine Grenze, wie viel Streit bei Frischverliebten gesund ist.

Erstes Beziehungsjahr

Ganz egal wie eure Beziehung entstanden ist: Ob ihr euch sofort Hals über Kopf verliebt habt oder ein bisserl mehr Anlaufzeit gebraucht habt, das erste Jahr ist immer aufregend und eine Art Probelauf, um zu schauen, ob das langfristig funktionieren kann bei euch. Das ist normal und wichtig, denn die Gefühle während der ersten paar Monate sollte man ganz besonders ehrlich anschauen.

Wenn sich schon früh die ersten Zweifel abzeichnen, ist es womöglich besser die Sache wieder rasch zu beenden, findet Ehe- und Familientherapeutin Dr. Racine Henry gegenüber Bustle: "Es hat keinen Sinn, das Unvermeidliche hinauszuzögern." Das tut zwar weh, aber es sei gescheit, von Anfang an offen mit den Gefühlen umzugehen und es lieber zu beenden als weiterzumachen, das sei am Ende nur Selbstsabotage. Wenn du allerdings in der Vergangenheit ein bisserl mit Bindungsängsten zu kämpfen hattest, ist es genauso wichtig, auch diese Tendenzen ehrlich anzuschauen und dir vielleicht doch mehr Zeit zu geben. Ihr merkt schon: Es ist kompliziert. Diese Gedanken können allerdings ein Hinweis dafür sein, dass du die rosarote Brille vielleicht bald mal abnehmen solltest:

1. "Ich hab kein klares Bild von unserer gemeinsamen Zukunft"

Schau, du musst nicht nach drei Dates wissen, wie die Außenfassade eures gemeinsamen Häuschens ausschauen soll (lol @ jemals Haus bauen im Kapitalismus) und der Name für euren Hund muss auch noch nicht feststehen. Aber in einer glücklichen Beziehung hat man dennoch so ein bisserl eine Ahnung, wo sich das ganze hin entwickeln könnte - oder man freut sich zumindest auf alles, was die Zukunft bringt. Wenn du dich allerdings dabei erwischst, wie du von deiner Zukunft träumst und dein*e Partner*in darin gar nicht vorkommt, ist das kein gutes Zeichen. Was dabei helfen kann, diese Gefühle zu sortieren, ist ein Gedankenspiel: Wenn dir ein Traumjob in einem anderen Land angeboten wird, würdest du dich mit deiner*deinem Partner*in beraten, bevor du den Job annimmst?

2. "Hoffentlich wird er*sie diese eine schlechte Angewohnheit noch ablegen"

Schon zum Beginn einer Beziehung schon zu hoffen, dass sich der*die Partner*in noch ändert, ist nie ein guter Plan. Dinge, die schon am Anfang zu Streitigkeiten führen, werdet ihr nicht ohne ganz viel emotionale Arbeit aus dem Weg schaffen können. Und hey, irgendjemand muss es dir sagen: Du bist nicht diese eine Person, die er*sie so sehr liebt, dass er*sie sich plötzlich für dich verändert. Sorry, Bussi!

3. "Uff, hoffentlich gibt er*sie mir auf längere Zeit ein bisserl mehr Freiraum."

Eine Beziehung sollte eines sein: Bereichernd. Nie aber notwendig. Wenn du das Gefühl hast, dein*e Partner*in hält dich bei deinen eigenen Sehnsüchten, Träumen und Wünschen zurück anstatt sie zu unterstützen, wird dich das langfristig wahrscheinlich nicht glücklich machen.

4. "Ob der Sex wohl noch besser wird?"

Pass auf: Der Sex muss nicht vom ersten Moment großartig und der beste Sex deines Lebens sein. Und oft muss sich Intimität auch einfach erst ein bisserl einspielen, man muss den*die andere*n kennenlernen, spüren was ihm*ihr gut tut und umgekehrt. Wenn ihr das allerdings nicht bereit seid zu tun, schaut's schlecht aus. Die Chemie zwischen zwei Menschen ist in den ersten Tagen einer Beziehung am Höhepunkt und wird im Laufe der Zeit tendenziell eher schlechter. Das heißt: Entweder diese Anfangs-Aufregung nutzen und sich tatsächlich aufeinander einlassen - oder es ganz sein lassen. Von selbst wird der Sex nicht besser werden.

5. "Hmm. Muss ich meine*n Partner*in jetzt überall hin mitnehmen?"

Wie gesagt, Freiraum ist gut und wichtig. Wenn allerdings Einladungen, Veranstaltungen oder Konzerte anstehen, solltest du schon eher das Gefühl haben, dass du deine*n Partner*in gerne dabei hättest. Klar solltet ihr beide in einer Beziehung immer noch Individuen sein, manche Dinge jeweils nur für euch selbst machen, aber grundsätzlich sollte ihr euch Wünschen, dass euer*eure Partner*in an möglichst vielen Aspekten eures Lebens teilhat.

6. "Betrügt er*sie mich?"

Ja, Trust Issues sind real und es kann dauern bis man einem Menschen zu 100 Prozent vertraut - vor allem, wenn man aus Ex-Beziehungen einen Rucksack voll mieser Erfahrungen mit in die neue Beziehung bringt. Irgendwann sollte in einer Beziehung aber schon der Punkt des bedingungslosen Vertrauens erreicht sein, an dem man über alle Gedanken und Ängste ganz offen sprechen kann ohne Angst vor den Konsequenzen zu haben. Hast du das Gefühl als könntest du das bei ihr*ihm nicht, ist es vielleicht besser die Beziehung zu beenden, denn: Fühlst du dich in einer Beziehung nicht sicher, ist das auf Dauer ungesund.

 

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