Welt-AIDS-Tag

1. Dezember: Der alljährliche Welt-AIDS-Tag wird seit 1996 von der UNAIDS organisiert wird. Dieser Tag soll an das Thema AIDS und an die Verbundheit zwischen Menschen weltweit erinnern.

ehr als 30 Millionen Menschen - so viele sind von der Immunschwäche-Krankheit AIDS weltweit betroffen oder sind Träger des HI-Virus. Auch in Österreich: Jährlich erhalten rund 4.000 Menschen die Diagnose.

Was bedeutet AIDS und HIV?

HIV = Human Immunodeficiency Virus

AIDS = Acquired Immune Deficiency Syndrome

Diese zwei Begriffe werfen in unserer Gesellschaft eine Vielzahl an Fragen auf.

HIV ist das menschliche Immunschwäche-Virus, AIDS dagegen ein durch Immunschwächesyndrom erworbenes Krankheitsbild, das durch HI-Viren hervorgerufen wird. Letzteres weist bereits Krankheitssymptome auf.

Die Zeit von der Ansteckung bis zu den ersten Symptomen heißt Inkubationszeit. Diese beträgt im Schnitt zehn Jahre, wobei hier individuelle gesundheitliche Umstände eine Rolle spielen.

Die körpereigenen Abwehrkräfte werden mit der Zeit geschwächt, was zur Folge hat, dass diese Abwehr nicht mehr einwandfrei funktioniert. Des Weiteren wird der Körper somit zur ungeschützten Angriffsfläche für weitere Krankheiten.

Auf Seite 2 erfahren Sie mehr über HIV-Ansteckung und Safer Sex >>

Noch immer ungeklärt ist die Tatsache, ob eine Infektion mit HIV zwangsläufig zu AIDS führen muss.
von Aidshilfe Österreich
Kondom
Weltweit starben bisher etwa
1,8 Millionen.
In Österreich haben sich 12.000-15.000 Menschen mit HIV infiziert, die Hälfte davon in Wien.
Über 2.300 sind AIDS-PatientInnen. Quelle: Aids Hilfe Wien

Wie erfolgt die HIV-Ansteckung?

  • Samen- und Scheidenflüssigkeit
  • Blut
  • Muttermilch
  • Spritzen / Nadeln

...über offene Wunden und Schleimhäute.

Entgegen aller immer noch kursierenden Mythen kommt es - wegen einer zu geringen Konzentrationsmenge des Viruses - bei folgenden Körperflüssigkeiten zu keiner Ansteckung: Speichel, Urin und Schweiß. Beim Sex wird HIV primär durch Anal-, Vaginal- und Oralverkehr übertragen. Nicht aber durch Küssen oder Petting.


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Safer Sex - Schutz vor HIV-Ansteckung

Die größte Vorsicht besteht in der Richtigkeit der Anwendung von Verhütungsmittel, beispielsweise eines Kondoms, sowohl bei Vaginal-, als auch Analverkehr. Hierbei ist es empfehlenswert, geprüfte Markenkondome zu verwenden und darauf zu achten, dass die Verpackung nicht beschädigt oder Luft reingekommen ist.

Achten Sie bei Oralverkehr darauf, dass kein (Menstruations-)Blut, Spermien oder Scheidenflüssigkeit in den Mund gelangen.

Auf Seite 3 gibt es Informationen über die best mögliche Therapie >>

Auch wenn AIDS noch immer als unheilbar gilt, ist die Krankheit doch heutzutage sehr gut behandelbar. Je früher das Risiko einer Ansteckung erkannt wird, desto besser: Wer sich innerhalb von 48 Stunden nach einem Kontakt in einer AIDS-Ambulanz meldet, der kann nach einem Test eine so genannte "Postexpositionsprophylaxe" (PEP) bekommen. Durch diese vorbeugende Einnahme von anti-retroviralen Medikamenten kann das Risiko einer Infektion stark gesenkt werden.

Symptome

Eine Herausforderung ist vor allem die Früherkennung der Krankheit. Nach einer Ansteckung sind erste Anzeichen von HIV unter anderem:

  • Fieber
  • Müdigkeit
  • Muskelschmerzen
  • Gelenksschmerzen
  • Lymphknotenschwellung
  • Gewichtsverlust
  • Durchfall
  • Nachtschweiß

Ist eine Ansteckung passiert oder die Krankheit bereits ausgebrochen, dann gibt es individuell abgestimmte Kombinationstherapien. Diese ermöglichen den Kranken, praktisch ein ganz normales Leben zu führen und sogar regelmäßiger beruflicher Tätigkeit nachzugehen. "Entscheidend ist eine möglichst lückenlose Therapieeinnahme", stellt Katharina Grabmeier-Pfistershammer von der Universitätsklinki für Dermatologie an der MedUni Wien klar. "Schon ein kurzfristiges Aussetzen kann die Therapie gefährden. Es ermöglicht dem Virus, Resistenzen aufzubauen."

Hier finden Sie mehr Informationen zu dem Thema.

Aidshilfe-Wien:

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