Wellness-Trends

Luxus-Hideaways, Massagen mit Phantasienamen und Hundewellness - wir haben einen Experten zu den neuesten Entwicklungen im Wellness-Bereich befragt.

Christian Werner, Herausgeber des Relax Guides, bewertet für uns die neuesten Entwicklungen im Erholungssektor.

Der Preis ist heiß

„Im Schnitt sind Wellnesshotels teurer geworden", berichtet Christian Werner, denn: „Die Kosten sind auch für die Betreiber gestiegen und viele geben diese dann weiter. Dabei werden zwei unterschiedliche Strategien gefahren: Entweder sie beginnen zu sparen, indem sie zum Beispiel die Öffnungszeiten der Saunen kürzen oder die hauseigenen Spas für Tagesgäste öffnen. Oder sie verbessern die Leistung wie z.B. mit besserem Essen, um den höheren Preis zu rechtfertigen."

Hotels gehen vor die Hunde

Die Zahl der Hotels, die nun auch Hunde im Haus zulassen hat sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt", erklärt der Wellnessexperte. „Früher hat man gesagt, dass ein Hund im Hotel nichts zu suchen hat, weil man dann den Teppich reinigen muss, aber nachdem jeder versucht neue Geschäftsquellen zu finden, werden jetzt die Hundehalter angesprochen." Die vierbeinigen Freunde dürfen dann mit ins Zimmer, teilweise noch in die Bars und auch im Freien gibt es häufig eigene Bereiche für die Wauzis. Im Restaurant und im Spa haben diese freilich nichts zu suchen.

Wellness wird Bio

Viele Hotels bieten jetzt Lebensmittel aus Bioproduktionen oder zumindest aus der Umgebung an. „Es gibt kaum eine Webseite, auf der nicht damit geworben wird", sagt Werner. Er selbst hält das größtenteils für einen Schmäh. „Wenn Sie wissen wollen, wie Ihr Hotel das handhabt, dann fragen Sie den Eierkoch beim Frühstück nach einem Ei. Diese sind beschriftet: 0 ist für Bio-Freilandeier, 1 steht für Freilandhaltung, 2 für Bodenhaltung und 3 für Käfighaltung."

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Klein, aber fein

„Vor 15 Jahren haben alle vergrößert, weil es geheißen hat, dass ein Haus mit weniger als 120 Betten nicht wirtschaftlich zu führen ist. Heute geht der Trend eher zum kleinen Hideaway", erklärt Werner. „In den vergangenen zwei Jahren sind viele kleine Häuser mit 40 bis 50 Betten entstanden und diese gehen sehr gut. Beispiele wären das Wiesergut in Saalbach Hinterglemm oder das Geinberg 5 in Geinberg. Diese richten sich an jene, die es gerne luxuriös, aber erschwinglich haben wollen. Das Geinberg 5 zum Beispiel besteht aus kleinen Villen, in denen die Leute einen eigenen Spa und einen Garten haben. Die Menschen verlassen diese dann oft während des gesamten Aufenthalts gar nicht."

Back to the roots heißt es bei den Massagen

„Es gibt in den Hotels immer weniger gute Masseure, weil die Bezahlung schlecht ist. Deshalb massieren häufig Kosmetikerinnen. Bei einer gute Massage spürt man hinterher, dass sich im Körper etwas getan hat. Bei einer kosmetischen Massage tut sich nichts, das sind reine Streicheleinheiten. Um Massagen mit Phantasienamen wie „Frühlingserwachen" sollte man ohnehin einen weiten Bogen machen, weil das alles sein kann. Wenn ich hingegen eine klassische Massage buche und der Masseur das schlecht macht, dann kann ich nach zehn Minuten aufstehen und gehen - ohne das zu bezahlen.

 

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