In welchen Disney- oder Pixar-Filmen geht es um Mental Health Probleme?

Es ist inzwischen zwei Jahre her, seit Frozen 2 erschien und mit einem Lied über Depressionen überraschte. Welche Kinder- und Familienfilme behandeln außerdem Mental Health-Themen?

Filme zu Mental Health Themen

Es ist inzwischen zwei Jahre her, dass Frozen 2 aka die Eiskönigin in den Kinos lief. Nachdem bereits der erste Teil Wellen schlug, wurde auch der zweite Teil vom Publikum (das bei Weitem nicht nur aus Kindern bestand, who are we kidding) gefeiert. Zurecht. Wir haben uns den Film in den Weihnachtsfeiertagen nochmal durchgeschaut und finden besonders die Darstellung von Depressionen in einen Familienfilm beachtlich.

Schauspielerin Kristen Bell, die in beiden Filmen Anna spricht, erklärte in einem Interview, wie es zu dem dazugehörigen Song kam. Sie selbst kämpfte zu der Zeit, als der Film entwickelt wurde, mit Depressionen und Angstzuständen und ging mit diesem Thema ihrem Team gegenüber offen um.

Ein Schritt nach dem anderen

Bell erklärt im Making Off des Filmes, das auf Disney+ zu sehen ist, was ihr das Lied bedeutet: "Wenn Anna denkt, dass alle um sie herum untergegangen sind, muss sie nach innen blicken und erkennen, wofür es sich noch zu leben lohnt. Ich denke, der Song 'The Next Right Thing' ist wirklich für jeden gedacht, der sich schlecht fühlt und sich abmüht und nicht weiß, was er tun soll. Denn das Einzige, was man in diesen tiefsten Momenten tun kann, ist ein Schritt nach dem anderen."

Sie selbst geht schwierige Phasen in ihrem Leben genau so an: "Wenn ich aufwache und mich sehr schlecht fühle, muss ich nur aus dem Bett aufstehen, und der nächste richtige Schritt ist, mir die Zähne zu putzen, der nächste richtige Schritt ist, einen Kaffee zu trinken, und der nächste richtige Schritt ist, meine Kinder zu wecken. Ich gehe diese Schritte einen nach dem anderen an, wenn die Welt und ihre Probleme mir zu groß erscheinen."

Frühe Aufklärung und Normalisierung

Immer mehr Familien- und Kinderfilme nehmen Themen wie Depressionen oder Mental Health auf und helfen damit, diese zu vereinfachen und bereits einem jungen Publikum näher zu bringen. Zusätzlich leisten sie einen wichtigen Beitrag, Mental Health-Themen zu normalisieren, da schon junge Menschen damit konfrontiert werden. Außerdem werden so Kindern die Tools in die Hand gegeben, um ihre Gefühle besser kommunizieren und deuten können.

Wir haben ein paar Kinder- und Familienfilme gesammelt, die Mental Health-Themen darstellen und helfen können ein Gespräch anzustoßen. Oder sich selbst besser zu verstehen:

  • Alles steht Kopf (Inside Out): Die Handlung von Alles steht Kopf dreht sich um Emotionen und die Bewältigung psychologischer Probleme, allen voran Depressionen. Glück wird immer mehr von Traurigkeit ersetzt. Rileys Geschichte zeigt, wie man mit Stress, Veränderungen und schwierigen Emotionen umgeht.
  • Findet Nemo: Nachdem Nemo verschwunden ist, macht sein Vater sich auf den Weg ihn zu finden, muss dabei aber immer wieder gegen seine PTSD und Angststörungen ankämpfen.
  • Oben:Carl porträtiert in diesem Film verschiedene Arten von Trauer. Der Tod eines geliebten Menschen ist besonders schwer zu akzeptieren, wenn man gewisse Dinge nicht vollendet hat, die man gemeinsam vorhatte. In unserer Kultur wird von trauernden Menschen nur Traurigkeit erwartet, aber mit der Trauer geht häufig auch starke Wut einher.
  • Coco: Dieser Film zeigt, wie Demenz die Beziehung innerhalb von Familien verändert, aber auch welche kleinen Moment helfen können, sie weiterhin zusammen zu halten.
  • Soul: Ein Jazz-Musiker wird in einer Ebene außerhalb seines Lebens gefangen und muss herausfinden, was wirklich wichtig im Leben ist.
  • Winnie Pooh: Es gibt viele Theorien, dass jede Figur aus Winnie Pooh eine psychische Krankheit darstellt. So ist Ferkel Angst, I-A steht für Depressionen, Tigger für ADHS und so weiter. Die Theorie wurde von Disney nie bestätigt.
 

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