Welche Nüsse sind gesund?

Nüsse können dein Immunsystem stärken, deine Gedächtnisleistung erhöhen und entspannten Schlaf fördern. Welche Nüsse besonders gesund sind und worauf du achten solltest.

Welche Nüsse sind besonders gesund?

Je nach Nusssorte stammen die knackigen Knabbereien aus verschiedenen Regionen der Welt, unter anderem aus Afrika, Asien und Nord- bzw. Südamerika. Auch botanisch gesehen, werden sie verschiedenen Familien zugeordnet. Haselnüsse, Walnüsse und Mandeln gehören zum Steinobst, Erdnüsse zu den Hülsenfrüchten, Cashewkerne und Pistazien zum Schalenobst und Makadamianüsse zu den Kapselfrüchten.

Beim Einkauf solltest du auf den einwandfreien Zustand der harten Schale achten - sie sollte keine Risse oder abgesplitterte Stellen vorweisen. Die Schale schützt die Nüsse vor Feuchtigkeit, Hitze, Luft und Licht und sorgt damit für ein längeres Haltbarkeitsdatum. Ausgelöste oder geriebene Nüsse sollten dagegen luftdicht und nach Möglichkeit im Kühlschrank gelagert werden, da ihre Haltbarkeit stark begrenzt ist.

Nüsse liefern Mineralstoffe und Mineralien

So klein sie auch sind, Nüsse sind eine gesunde Zutat in der Küche. Sie liefern wichtige Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium oder Zink, B- und E-Vitamine und haben einen hohen Eiweißgehalt von bis zu 20 Prozent.

Allerdings weisen sie auch einen hohen Fettanteil auf, der je nach Sorte bei 40 bis 75 Prozent liegt. Die fettreichsten Sorten sind Makadamianüsse (73 Prozent), Walnüsse (63 Prozent) Haselnüsse (62 Prozent). Relativ „leicht" sind dagegen Cashewnüsse mit einen Fettanteil von 42 Prozent. Die Kalorienzahl ist damit zwar auf den ersten Blick hoch, es handelt sich aber um hochwertige, ungesättigte Fettsäuren. Sind die Nüsse verdorben, sorgt der hohe Fettanteil außerdem für den typischen ranzigen Geruch.

Nüsse sind wichtige Nervennahrung

Insgesamt sind Nüsse damit gutes Nerven- und Hirnfutter, steigern die Arbeitsleistung bzw. Konzentration und sollen sogar Herz-Kreislauferkrankungen vorbeugen.

Allerdings gibt es zahlreiche Menschen, die nach dem Verzehr von Nüssen mit allergischen Reaktionen zu kämpfen haben. Problematisch ist dies vor allem bei Produkten, denen man ihren Nussgehalt nicht sofort ansieht. Diese Lebensmittelallergie kann bei Betroffenen Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Schleimhautschwellungen und in selteneren Fällen auch Atembeschwerden oder Kreislaufstörungen hervorrufen.

Nuss-Mix

Welche Nüsse sind besonders gesund?

Doch welche Nüsse haben nun gesundheitlich den größten Vorteil? Gar nichts falsch machen kannst du mit Walnüssen. Sie haben einen enorm hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren. Diese fördern unsere Durchblutung und sind gut für unser Herz-Kreislauf-System und den Stoffwechsel. Walnüssen mangelt es auch nicht an Kalium, Vitaminen, Zink, Eisen und Magnesium.

Die Cashew-Nuss, die ja eigentlich ein Kern ist, kann mit wenig Fett und viel Tryptophan punkten. Heißt: Cashews machen dich ein bisschen glücklicher. Denn Tryptophan stellt Serotonin (Glückshormon) und Melatonin (Schlafhormon) her. Du wirst entspannter, kannst besser schlafen und führst eine tolle Eiweißquelle zu.

Wenn du Lust auf eine motorische Beschäftigung hast, dann kannst du Pistazien knacken - sie sind gut für dein Herz und deinen Cholesterinspiegel und wirken sich positiv auf deinen Blutzucker aus. Pistazien sind zudem reich an Kalium.

Wichtige Stoffe für deinen Körper hat auch die Haselnuss zu bieten. Top für die Gedächtnisleistung und deinen Cholesterinspiegel. Zudem verfügt die Haselnuss über Vitamin B, Zink, Magnesium, Kalium und Kalzium. Dein Immunsystem dankt.

Wusstest du, dass…

... die dünne Haut, mit der Nüsse überzogen sind, genießbar ist und wertvolle Ballaststoffe liefert?

... du diese Haut ganz einfach
entfernen kannst? Kochendes Wasser über die Nüsse gießen und mit kaltem Wasser abschrecken. Funktioniert mit Walnüssen, Mandeln und Pistazien. Haselnüsse für zehn Minuten ins 200°C heiße Backrohr legen und anschließend mit einem Küchentuch die Haut abrubbeln.

... bei Schimmelpilzbefall die gesamte Nusspackung entsorgt werden muss? Die entstehenden hochgiftigen Stoffe können im schlimmsten Fall Leberschäden hervorrufen oder die Entstehung von Krebs begünstigen.

.. Nüsse aus
österreichischem Anbau im Herbst geerntet werden? Sie sind bis Ende Februar erhältlich.

Für Haut und Haare: Pflegende Nüsse und Kerne

Hochwertige Pflanzenöle sind die ideale Alternative zu Mineralöl. Ganz vorne mit dabei: das Fett von Nüssen und Steinfrüchten.

Die Mandel: Sie ist in jedem Nuss-Mix präsent, dabei handelt es sich bei ihr eigentlich um den Kern einer Steinfrucht. Sie ist verwandt mit der Marille. Ein Fakt, der laut Kräuterpädagogin Verena Weis wichtig ist: „Kerne oder Samen bilden im Gegensatz zu Nüssen keine Säuren, sondern Basen. Mandelöl ist also ein basisches Öl. Perfekt für alle, die durch Ernährung und Stress zu Übersäuerung neigen. Für sie sind Pflegecremes mit Mandeln ideal für die Hautregeneration."

Die Kokosnuss: Auch Kokosnüsse sind botanisch keine Nüsse, sondern die Steinfrüchte der Kokospalmen. Kräuterpädagogin Verena Weis betont: „Kokosbutter hat tolle Eigenschaften, weil sie durch die Fettsäure Laurin antimikrobiell ist und gegen Pilzsporen und Bakterien wirkt." Die Einsatzmöglichkeiten reichen daher von Haarpflegeprodukten, die auch gegen Schuppen wirken sollen, bis hin zu Cremes, die Fußpilz vorbeugen. Auch als Grundlage für Deos wird Kokosbutter in der Naturkosmetik gerne genutzt. Natürliches Kokosöl hat übrigens einen Lichtschutzfaktor zwischen 4 und 8. Der Schmelzpunkt liegt bei 20–22 Grad. Bei unserem heimischen Klima ist es deswegen manchmal fest und schmilzt erst bei Körperkontakt.

Die Macadamia: Sie wird oft als die Königin der Nüsse bezeichnet. Die hartschalige, feine Nuss ist aufgrund ihres komplizierten Anbaus eine der teuersten Nussarten. Sie hat den höchsten Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Ihr Öl ist hochwertig, den hauteigenen Fetten sehr ähnlich und wirkt dadurch besonders regenerierend.

Die Sheanuss: Shea-Nüsse sind laut botanischer Definition eigentlich Beeren – die des Karitébaumes. Im Rohzustand ist die Butter sehr hart. Sie ist der beste pflanzliche Ersatz für Allzwecksalben wie Vaseline, hat aber um einiges mehr zu bieten. „Sheabutter hat den höchsten Ölsäure-Anteil", erklärt Verena Weis. Ölsäure verhindert, dass sich freie Radikale in den Stoffwechselprozess einmischen und ihn negativ beeinflussen. Dazu liefert sie Basisstoffe, wie Fettsäuren, die die Haut jung halten und regenerieren. Sie hilft bei Trockenheit und Irritationen und hat einen natürlichen Lichtschutzfaktor von 6 bis 8.

Die Haselnuss: Haselnussöl ist reich an ungesättigten Fettsäuren, Antioxidantien sowie Vitamin B und E. Auf die Haut wirkt es reinigend, porenverfeinernd und es reguliert die Talgproduktion. Momentan kommen Haselnüsse, genauso wie Walnüsse, nicht allzu oft unter die Walzen der Schönheitsölpressen. Dafür findet das Aroma der gerösteten Kerne Liebhaber in der Duftwelt.

 

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