Welche Getränke unserem Körper wirklich gut tun

Trinken sollen Sie, wenn Sie Durst haben. So viel steht fest. Genauso unumstritten ist: Am besten greifen Sie dann zu Wasser. Aber welche Getränke fördern darüber hinaus unser Wohlbefinden: Milch, Smoothies, Wellness-Drinks oder doch Fruchtsäfte?

Zwischen 50 und 80 Prozent beträgt der Wasser-Anteil am menschlichen Körper, dieses Wissen zählt mittlerweile zum berühmten Hausverstand. Aber wussten Sie auch, dass der Anteil umso höher ist, je jünger wir sind: Das heißt, Kinder benötigen noch um einiges mehr an Flüssigkeit als wir Erwachsene. Und wussten Sie außerdem, dass schon zwei Prozent Wasserverlust ausreichen, um müde und unaufmerksam zu werden, langsamer zu reagieren sowie weniger Ausdauer zu haben? Drei Prozent können bereits Kopfschmerzen oder Verstopfung auslösen. Damit das nicht passiert, trinken Sie, wenn Sie Durst haben - als Faustregel gilt: 1,5 Liter pro Tag sollten es schon sein.

Limonaden, zuckerhaltige Getränke, Kaffee - dass sich diese Getränke nicht unbedingt förderlich auf den Organismus auswirken, muss nicht extra erwähnt werden. Doch sollten Sie besser zu Mineralwasser greifen oder ist Leitungswasser besser? Sind Fruchtsäfte ein Ersatz für den Verzehr von Obst und somit positiv für den Organismus? Und was hat es mit den Wellness-Drinks auf sich, die in den Supermarkt-Regalen seit einiger Zeit zu finden sind? Fragen über Fragen, auf die Sie hier Antworten erhalten:

Die Besten: Getränke-Rangliste

  • Das gesündeste Getränk und idealer Durstlöscher ist Wasser. Dabei ist es nicht relevant, ob es sich dabei um Mineral-, oder Leitungswasser handelt. Ob Ihr Leitungswasser trinkbar ist, können Sie übrigens testen lassen. Für Kinder ist Wasser ebenfalls gut geeignet und schmeckt, vorausgesetzt sie werden von klein auf daran gewöhnt. Je weniger zuckerhaltige Getränke die Kleinen zu sich nehmen, desto geringer ist ihre Lust darauf. Das gilt übrigens auch für Erwachsene …
  • Gesund, aber in Maßen: Reine Fruchtsäfte aus 100% Prozent Obst enthalten zwar jede Menge Vitamine und Mineralstoffe, aber auch Fruchtzucker.Je nach Sorte ist bis zu zehn Prozent fruchteigener Zucker enthalten. Und der bringt Kalorien mit sich. Deshalb sollte man Fruchtsäfte zum Durstlöschen mindestens im Verhältnis 1:1 mit Wasser verdünnen.
  • Smoothies, also Milch-Obst-Getränke, machen gerade Kindern Fruchtsäfte schmackhaft. Allerdings sollten Sie in Maßen genossen werden - und natürlich ohne Zuckerzusatz, denn Letzterer würde die positive Wirkung sofort wieder aufheben.
Und wer schummelt sich als Gesundheits-Getränk in unsere Gläser? Lesen Sie mehr darüber auf Seite 2 >>
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HerausgeberIn: "die umweltberatung" Wien - Die Wiener Volkshochschulen
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Achtung: Schummler!

  • Wellness-Getränke: Wasser, die mit Zusätzen wie wie Ginkgo, Melisse, Holunder oder Ingwerangereichert sind, versprechen eine besonders positive Wirkung. Doch aufgepasst: Meist handelt es sich bei den pflanzlichen Zusätzen um einkünstliches Aroma - und das hat keinerlei Auswirkung. Außer vielleicht auf die Geldbörse, denn die meisten dieser Getränke kosten etwas mehr als "normales" Wasser. Verzichten Sie deshalb am besten auf solche Getränke und stellen Sie sich Ihren Wellness-Drink selbst her: Geben Sie einfach etwas frischen Ingwer oder Holunder in Leitungs- oder Mineralwasser und profitieren Sie von deren Wirkung.
  • Auch wenn sie sich "Fruchtsaftgetränke" nennen und Obstsorten auf der Verpackung abgebildet sind:Nektare, Fruchtsaftgetränke und Limonadenenthalten wenig Frucht, dafür umso mehr Zucker. Würde man einem großen Glas Limo alles Wasser entziehen, blieben etwa zehn Stücke Würfelzucker übrig. Tipp: Die in Fruchtsaftgetränken und süßstoffhaltigen Durstlöschern enthaltenen Aroma-, Farb- und andere Zusatzstoffe sind oft besonders für Kinder gesundheitlich bedenklich. Wer sie vermeiden will, schaut auf die Zutatenliste.
  • Von süßstoffhaltigen Durstlöschern - „Light"-Getränke, ACE-Säfte, Eistees und Energydrinks - sollten Sie sich ebenfalls fern halten. Der Nutzen ist meist wenig greifbar, denn größtenteils enthalten sie viel Zucker, künstliche Zusätze und Vitamine. Außerdem sind sie sehr teuer. Zusätze von Beta-Carotin in ACE-Drinks können wegen zu hoher Dosierung möglicherweise sogar eine Gesundheitsgefahr darstellen.
  • Ballaststoff-Drinks: 30 bis 40 Gramm an unverdaulichen Pflanzenfasern sollten wir täglich zu uns nehmen, um Arterienverkalkung und Herzinfarkt vorzubeugen. Sie senken den Cholesterinspiegel und sorgen für gute Verdauung. Dazu benötigen Ballaststoffe reichlich Flüssigkeit: 50 Gramm Fasern binden immerhin 300 Milliliter Wasser. Wer zu wenig trinkt, quält sich mit Verstopfung. Abhilfe versprechen Ballaststoff-Drinks zu bieten. Doch der schöne Schein trügt! Wer durch trinkbare Ballaststoffe auf weniger Blähbauch und Darmwinde hofft, wird enttäuscht: Statt sie als Ersatz für faserreiche vollwertige Kost zu sehen, können Ballaststoff-Wasser als Ergänzung zu einer gesunden Ernährung aber durchaus herhalten.
Sie merken schon: Mit einem Schluck können Sie sich Gesundheit und Wohlbefinden nicht ertrinken. Setzen Sie stattdessen längerfristig auf die richtige Flüssigkeit - Glas für Glas!
 

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