Welche Folgen Magnesiummangel haben kann

Stress laugt nicht nur aus und macht müde. Stress kann auch zu Magnesiummangel führen. Und das kann sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Gerade Frauen leiden öfter unter einem Mangel des Mineralstoffes, die wenigsten kennen aber dessen Ursachen und Auswirkungen.

Magnesiummangel kann bei Frauen unter anderem durch die Einnahme der Pille oder durch die Menstruation entstehen. Auch in der Schwangerschaft sowie während der Stillzeit besteht ein erhöhter Magnesiumbedarf.
Eine noch größere Rolle bei der Entstehung von Magnesiummangel spielen allerdings Stress und erhöhte sportliche Aktivität. Stress führt dazu, dass der Bedarf des Minerals steigt und mehr Magnesium ausgeschieden wird. Wer also zwischen Vollzeitjob, Kindererziehung, Haushalt und Freizeitstress keine ruhige Minute für sich selbst findet, läuft Gefahr, seinen Körper mit zu wenig Magnesium zu versorgen.


Dieses Risiko ist sich jedoch nicht jede Frau bewusst. Nur jeder Zweiten ist bekannt, dass Stress Magnesiummangel verursachen kann, wie eine forsa-Umfrage zeigt. Knapp 80 Prozent wissen dagegen, dass Sport den Magnesiumgehalt im Körper senken kann. Dass Schwitzen zu einem Mangel führen kann, vermuten dagegen nur 16 Prozent.

Schmerzhafte Folgen

Welche Folgen ein Mangel des Mineralstoffes haben kann, ist teilweise ebenso unbekannt. Nur eine von fünf Frauen weiß, dass Herzrasen durch fehlendes Magnesium hervorgerufen werden kann. Kaum weiter verbreitet ist das Wissen über langfristige Folgeerscheinungen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Migräne, Muskelverspannungen bzw. -krämpfe oder Konzentrationsschwäche.

Denn Magnesium sorgt nicht nur dafür, dass die Leistungsfähigkeit unseres Körpers erhalten bleibt, sondern beruhigt auch das Nervenssystem und hilft bei der Entspannung der Muskeln. Außerdem ist das Mineral am Aufbau von Knochen und Sehnen beteiligt und stärkt das Herz-Kreislauf-System.

Power-Food

Magnesium muss dem Körper täglich zugeführt werden. Der Tagesbedarf eines Erwachsenen liegt bei rund 300 bis 400 mg Magnesium. Um eine ausreichende Versorung zu garantieren, sollte auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden.

In diesen Lebensmitteln befindet sich besonders viel Magnesium:

- Pflanzliche Produkte: Getreide, Reis, Kartoffeln, Gemüse wie Spinat, Sesam, Sojabohnen, Beeren, Bananen, Erd- und Cashewnüsse
- Tierische Produkte: Fleisch, Leber, Fisch, Milch(-produkte), Geflügel
- Mineralwasser
- Schokolade

Statt sich auf den süßen Schokosnack als Magnesiumlieferant zu verlassen, sollten Sie zwischendurch lieber zu Studentenfutter oder Obst greifen.

Magnesium-Feinde
Fast Food, Diäten oder zu lange gekochte Speisen können ebenfalls zu beitragen, dass zu wenig Magnesium aufgenommen wird. Auch Magendarm-
erkrankungen, Wachstum, Schwangerschaft, hoher Alkoholkonsum, Diabetes oder die Einnahme mancher Medikamente können zu einem Magnesiummangel führen.
Phosphatreiche Getränke wie Cola oder Kaffee sowie Alkohol behindern die Magnesium-
aufnahme.
 

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