Weiße Zähne

Wie werden Zähne wieder weiß und wie sorgt man dafür, dass künftig Verfärbungen keine Chance haben? Wir haben den Zahnarzt Dr. Claudius Ratschew von der Österreichischen Zahnärztekammer gebeten, uns mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

1. No-Gos für weiße Zähne

Auch auf die Gefahr hin, dass Sie dies nicht mehr hören können, aber: Zigaretten, Alkohol (Rotwein!), Tee und Kaffeefärben die Zähne gelb.

2. Nein zu Backpulver & Co.

Wichtiger als das Weiß unserer Zähne ist die Gesundheit. Deshalb Finger weg von Hausmittelchen wie Backpulver oder Erdbeeren! Obwohl diese Mittel verhältnismäßig günstig und leicht zugänglich sind, schaden sie dem Zahnschmelz.

"Auf gesunde Art lässt sich die Zahnfarbe selbst gar nicht beeinflussen, ebenso wenig wie die Augenfarbe," weiß DDr. Ratschew.
von Dr. Claudius Ratschew

3. Bleaching beim Zahnarzt?

DDr. Ratschew: "Bleaching ist immer eine Belastung für die Zahnsubstanz, weil es ein chemischer Vorgang ist, der im Zahnschmelz stattfindet und diesen auf Dauer schwächen kann. Es darf daher nur vom Zahnarzt durchgeführt werden und niemals als sogenanntes 'Home-Bleaching' vom Patienten selbst, das ist viel zu gefährlich und nützt nur den Herstellerfirmen der Bleichmittel. Es sollte generell nur dann durchgeführt werden, wenn der Patient mit seiner natürlichen Zahnfarbe unglücklich ist und niemals nur aus Gründen der Mode. Die verschiedenen Bleachingmethoden unterscheiden sich nicht gravierend voneinander, zumal das Prinzip immer das gleiche ist."

4. Färbetabletten?

Färbetabletten (im Drogeriemarkt erhältlich) machen den Zahnbelag sichtbar. Die Farbe wird anschließend durch Putzen entfernt.

Tipp von DDr. Claudius Ratschew

"Zwei Mal pro Jahr Kontrolle beim Zahnarzt mit professioneller Mundhygiene nach seiner Empfehlung. Zumindest zwei Mal täglich gründlich Zähne putzen, jeweils eine halbe Stunde nach dem Essen."

5. Richtig Zähneputzen

Zweimal täglich sollte man gründlich die Zähne putzen, jeweils eine halbe Stunde nach dem Essen, rät DDr. Ratschew. Mit einer elektrischen Zahnbürste hat man bereits die besten Voraussetzungen, da diese schon die halbe Arbeit erledigt. Hier gibt's eine kleine Anleitung für das richtige Putzen.

Auf Seite 2 gibt's noch mehr Tipps...

6. Mundhygiene

Nehmen Sie 1-2 x jährlich eine professionelle Zahnreinigung bei Ihrem Zahnarzt in Anspruch.

7. Bleichende Zahnpasta?

"Zahnpasten, die die Zähne angeblich 'weißer' machen, enthalten zumeist aggressive Scheuermittel, die ebenfalls die Zahnsubstanz schädigen können und nützen daher nur den Herstellerfirmen", erklärt DDr. Ratschew.

8. Sonstige Methoden?

Diverse Bleachingschienen und -gel (in der Drogerie erhältlich) sind ebenso nicht empfehlenswert. DDr. Ratschew kann davor nur warnen!

9. Zwischenmahlzeiten

"Zwischenmahlzeiten sind dann schlecht, wenn nicht eine halbe Stunde danach die Zähne geputzt werden, weil sonst praktisch den ganzen Tag Speisereste auf den Zähnen kleben, die Mundbakterien zu aggressiven Säuren zersetzen können, die wiederum die Zähne angreifen. Generell gilt: der beste Zeitpunkt zum Zähneputzen ist eine halbe Stunde nach jeder Mahlzeit", weiß DDr. Ratschew.

10. Gute Gene, schlechte Gene

Trotz vieler Bleaching- und Behandlungsmöglichkeiten müssen wir eine Tatsache jedoch akzeptieren: Die Farbe unserer Zähne ist erblich bedingt (so wie unsere Augenfarbe) und daran lässt sich eben nicht rütteln.

 

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