Weihnachtszeit & Corona: 5 Tipps, wenn du dich momentan besonders einsam fühlst

Bis Weihnachten ist es nimmer lang, doch du fühlst dich alles andere als 'joyful'? Da bist du nicht allein.

Frau mit geschlossenen Augen im Schnee

Seit rund neun Monaten leben wir mit - mal mehr, mal weniger - heftigen Einschränkungen, um die rasche Verbreitung des Coronavirus zu verhindern. Studien belegen, dass die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Maßnahmen eine starke Belastung für die Psyche darstellen. Vor allem, seine Liebsten nicht umarmen oder gar treffen zu dürfen, setzt vielen zu. Gerade die Weihnachtszeit bedeutet für viele Menschen nun eine besondere Herausforderung – sind sie doch daran gewöhnt, diese Zeit des Jahres im Kreise von Freund*innen und Familie zu verbringen. Wenn du dich momentan auch niedergeschlagen fühlst, weil einfach nichts ist wie sonst und dir die Hoffnung gerade fehlt, haben wir ein paar Tipps gesammelt, die vielleicht ein bisschen helfen können:

1. Bleibe zumindest virtuell oder telefonisch in Kontakt

Nach Monaten virtueller Meetings und Zoom Dates mit Freund*innen ist es kein Wunder, wenn sich so manche*r von der Aussicht auf weitere Videocalls eher erschlagen als ermuntert fühlt. Gerade, wenn diese das traditionelle Zusammensein in der Weihnachtszeit ersetzen sollen. Anstatt sich völlig zurückzuziehen und Kontakte ganz abzubrechen, rät Therapeutin Dr.Nikole Benders-Hadi im Gespräch mit theeverygirl.com, dennoch in virtuellen Austausch zu gehen. Es wäre für unsere mentale Gesundheit jedenfalls zuträglicher, sich mit anderen zu connecten, auch weil wir so erkennen würden, dass wir in der Situation nicht alleine sind – auch, wenn wir vielleicht alleine in unserer Wohnung sitzen. Zudem hätten wir so die Möglichkeit, mit Menschen zu interagieren, die weit weg wohnen und mit denen wir um diese Jahreszeit sonst vielleicht weniger oder keinen Kontakt hätten.

2. Denke daran, dass deine Gefühle total normal sind

Melancholische, niedergeschlagene Gefühle rund um die Weihnachtszeit sind nichts Ungewöhnliches, erklärt Benders-Hadi: "Viele Menschen fühlen sich gerade im Dezember einsamer, da diese Jahreszeit Erinnerungen an frühere Zeiten zurückbringt, die sie mit verlorenen Familienmitgliedern verbracht haben und vor Augen führt, dass nichts genauso sein wird wie damals". Laut der Expertin herrsche in unserer Gesellschaft ein großer Druck, gerade die Weihnachtszeit als schön und freudvoll zu empfinden. Es helfe, sich immer wieder bewusst zu machen, dass es okay ist, sich zu Weihnachten auch traurig oder einsam zu fühlen und daran zu denken, dass es anderen ähnlich geht.

3. Probiere es mit einem neuen Hobby

Während viele während des ersten Lockdowns noch voller Tatendrang waren, ist bei einigen die Motivation des Frühjahrs, neue Dinge auszuprobieren, mittlerweile geschwunden. Wem es schwer fällt, sich in der freien Zeit (sollte es welche geben), zum Basteln, Backen oder Sprachen Lernen aufzuraffen, muss sich natürlich zu nichts zwingen, doch kann es dem*r ein oder anderen auch helfen, sich etwas abzulenken und so dem Weihnachtstief zu entkommen. Vielleicht kann es ja doch ganz lustig sein, gemeinsam mit Freund*innen per Zoom ein neues Rezept auszuprobieren und auf eine neue Art und Weise gemeinsam zu kochen. Ausprobieren schadet jedenfalls nicht.

4. Unterstütze andere

Wie bereits erklärt, tun sich viele Menschen gerade in den Wintermonaten schwer und fühlen sich trauriger oder einsamer als sonst. Daher ist es vor allem in dieser Zeit wichtig, füreinander da zu sein und Freund*innen, Verwandten und Bekannten zu zeigen, dass man an sie denkt. "Ein kurzer Anruf oder eine freundliche 'Hey wie geht’s dir eigentlich in dieser verrückten Zeit?'-Nachricht kann für den*die andere schon viel bedeuten und den Tag verschönern", so Psychologie-Professorin Dr. Gail Saltz gegenüber The Everygirl. Auch offen mit den eigenen Struggles umzugehen kann die Situation für beide erleichtern.

5. Schmiede Pläne für die Zukunft, auf die du dich freuen kannst

Klar ist momentan alles sehr ungewiss und Pläne machen eher schwierig. Wir können jedoch davon ausgehen, dass es nicht immer so bleiben wird wie jetzt und wir unsere Träume und Pläne irgendwann doch noch umsetzen können. Sich zu überlegen, was man denn gerne nach der Pandemie erleben möchte - vielleicht gerade mit jenen Menschen, die man momentan nicht treffen kann -, stimmt positiv und gibt Zuversicht.

 

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