Wechselbeschwerden

Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme und weitere Veränderungen am Körper sind die ersten und wohl bekanntesten Anzeichen der Menopause. Diese Jahre des Wechsels bringen so manche Frau aus dem Gleichgewicht. Mehr über Beschwerden und Therpienformen erfahren Sie hier.

Ab dem 45. Lebensjahr etwa beginnt bei der Frau die Menopause. Die Eierstockfunktionen stoppen vollkommen, die weiblichen Sexualhormone werden vermindert produziert, die Periode bleibt aus und in einem Drittel der Fälle wird dieser, eigentlich natürliche Lebensabschnitt, von starken Beschwerden begleitet, ausgelöst durch die Änderung des Hormonhaushalts.

Erste Anzeichen

Wenngleich die Wechseljahre auf jede Frau zukommen, so sind die Beschwerden dennoch nicht bei allen Betroffenen gleich stark.

Folgende Symptome sind Paradebeispiele für den Beginn der Menopause:

  • Reizbarkeit
  • Spannungsgefühl in der Brust
  • Kopf- und/oder Bauchschmerzen
  • unregelmäßige Blutungen
  • Wassereinlagerungen

Weitere typische Beschwerden:

  • Hitzewallungen
  • Schweißausbrüche
  • Haarausfall
  • Hautveränderungen bzw. Hautrötung (Akne, Ausschlag)
  • Gewichtszunahme
  • Herzrasen
  • Schlafstörungen
  • Müdigkeit
  • Gliederschmerzen

Therapieformen und Hausmittel finden Sie auf Seite 2 und 3!

Zur Linderung der Wechselbeschwerden:
-) Regelmäßige Bewegung: Krafttraining ist das beste Mittel gegen Osteoporose. Ein Training der Ausdauer hilft Herz-Kreislauf-Erkranungen vorzubeugen. Weiters wird empfohlen, dass Frauen im Wechsel Sportarten wie Yoga, Pilates, Tai-Chi und Qi Gong ausüben, da hier das vegetative Nervensystem beruhigt wird.

-) Kein Tabakkonsum: Raucherinnen kommen statistisch gesehen früher in die Wechseljahre und haben auch stärkere Beschwerden.

-) Ausgewogene Ernährung: Ausreichend Vitamin D, Kalzium, Soja, Obst, Gemüse, Getreide und Nüsse sollten gegessen werden, um dem Knochenabbau entgegenzuwirken. Außerdem sollten Frauen im Wechsel zu fetthaltigerem Fisch und hochwertigen Pflanzenölen greifen.

Hausmittel gegen Wechselbeschwerden

  • Konsumieren Sie regelmäßig Granatapfelkerne.
  • Trinken Sie viel Rotkleetee, da die darin enthaltenen Isoflavone eine positive Wirkung auf Wechselbeschwerden, besonders Hitzwallungen, haben.
  • Mischen Sie 4 Tropfen Zypressenöl mit 2 Esslöffeln Sojaöl und reiben Sie damit den gesamten Körper ein.
  • Übergießen Sie einen Teelöffel Rosmarin mit einer Tasse kochendem Wasser, lassen Sie es 10 Minuten ziehen, abkühlen und trinken Sie den Tee abends in kleinen Schlucken.
  • Kaufen Sie in der Apotheke Heublumen-Badezusatz und nehmen Sie 2 bis 3 mal in der Woche ein Heublumenbad.
  • Gegen liechte Depressionen oder Stimmungsschwankungen hilt Johanniskrautöl bzw. -tee.
  • Teemischung: 30g Frauenmantel, Schafgarbe und Gänsefingerkraut, dazu 10g Zitronenmelisse. Einen Teelöffel dieser Mischung mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, ziehen lassen, abseihen und davon 3 Taggen täglich trinken.

Therapieformen

Für gewöhnlich stellt sich der Körper nach den ersten Jahren auf die neue Hormonsituation ein. Allerdings gibt es Fälle mit stärker ausgeprägten Beschwerden, bei denen der Facharzt verschiedene Therapieformen verschreiben kann. Angefangen von künstlich hergestellten oder pflanzlichen Hormonen bis hin zu homöopathischen Mitteln sind hier keine Grenzen gesetzt. Auch gibt es lokal wirksame Hormonbehandlungen wie etwa östrogenhaltige Zäpfchen oder Cremes, die Beschwerden und Trockenheit der Schleimhäute der Scheide lindern.

Allerdings birgt eine Hormontherpie immer ein gewisses Risiko und sollte daher nach längerer Beratung gemeinsam mit dem Facharzt entschieden werden.

Zu den Gefahren zählen:

  • Thrombosen
  • Embolien
  • Schlaganfälle
  • Gallenblasenerkrankungen

Außerdem sollten Frauen mit bereit bestehenden Herz- oder Gefäßkrankheiten auf eine Hormontherapie wenn möglich verzichten.

Pflanzliche Medikamente zur Linderung der Wechselbeschwerden mit hormonähnlicher Wirkung sind vor allem in Problemfällen vorzuziehen.

Dazu zählen Phytohormone, die etwa in Traunebsilberkerzen, Soja, Rotklee und im Mönchspfeffer enthalten sind.

Auch Salbeitropfen helfen, vor allem was die Hitzewallungen angeht. Preiselbeeren oder Cranberrys sollten ebenso (zum Beispiel auch in Tablettenform) verspeist werden, da sie positiv auf die Knochen und die Blutversorgung wirken.

 

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