Way of walking

Sneakers gehören mittlerweile zur Standardgarderobe. Doch das war nicht immer so. In ihren Ursprüngen waren die gemütlichen Treter ausschließlich den Sportlern vorbehalten. Genau dieser History gehen wir auf den Grund und trafen dazu den Inhaber vom neuen Sneakers-Shop "La Bottega", Edoardo Ricorati, zum Gespräch.

Heute zählen sie zu den Stars der Mode und selbst Edelstores wie shoescribe.com peppen ihr Schuhsortiment mit den sportiven Sohlen auf. Doch das war nicht immer so, erzählt Edoardo Ricorati, Besitzer des neuen Sneakers-Hotsport "La Bottega".

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"Ich muss gestehen, ich bin ein eingefleißter Nike-Fan!", beginnt der italienische Jungunternehmer das Gespräch. Erst kürzlich, im November 2012, erfüllte er sich seinen Traum vom eigenen Sneakers-Store, der seither in der berühmten Nelkengasse Nr. 8, 1060 Wien, anzutreffen ist.

Was ihn an Sneakers so reizt ist einfach: "Es gibt die unterschiedlichsten Designs, viel mehr als der klassische Österreicher im Normalfall kennt. Und genau damit will ich die Stadt bereichern - mit schönen Schuhen, die außerdem alle eine spannende Geschichte haben.", so der Sneakers-Spezialist. ... und schon beginnt er, von "The history of sneakers" zu erzählen:

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"Die Geschichte beginnt eigentlich ganz klassisch - im Sportbereich.", sagt er weiters," Wie die meisten ja wissen, waren es die Chuck Taylors, die als die echten ersten Sneakers die Welt des Sportschuhs grundlegend veränderten." Der Grund dafür ist einfach: Die 1923 kreierten, innovativen Hightop-Sneakers (also mit hohem Schafft) waren die ersten, die nicht aus schwerem Leder, sondern erstmals aus Baumwolle und Kunststoff hergestellt wurden. Converse gelang damit ein Welterfolg, denn niemand anderer als der New Yorker Basketball-Star Chuck Taylor trug sie bei seinen Games zur Schau - "So erhielten sie natürlich auch ihren klingenden Namen.", berichtet Edoardo Ricorati weiters.

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"In den USA begann also der Trend vom leichten Sportschuh. Kurz darauf folgte der nächste, allerdings kam dieser aus Deutschland. Von Adidas. Und den trug niemand geringerer als der damalige amerikanische Runningstar Jesse Owens im Jahr 1936 bei den Olympischen Spielen in Berlin." Sein Sieg verlieh natürlich nicht nur ihm, sondern auch der Marke Aufschwung. "Was die wenigsten wissen - Adidas wurde damals von zwei Brüdern gegründet. Nach einigen Zwisterein lösten die beiden aber ihre Geschäftsbeziehung auf und dadurch entstand eine weitere Marke - Puma."

Basketball, Laufsport und was folgte als nächstes? "Tennis natürlich. John McEnroe war nicht nur ein Star am Cort, er war auch Schauträger der ersten Nikes (hier bei einem Spiel im Jahr 1980). Eigentlich eine tolle Sache, denn Nike wurde von den Inhabern eigentlich erst um 1967 gegründet, davor importierte das Unternehmen eigentlich andere Markensneakers wie Asics und Onitsuka Tiger. Dann erst folgte der eigene Markenlaunch.", erzählt Edoardo Ricorati.

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Doch nicht nur der Markenname, denn Nike ist eigentlich der Name einer griechischen Göttin, hat es dem Sneakers-Liebhaber so sehr angetan. "Nike waren auch die Ersten, die das Marktpotential der Sportschuhe erkannten.", schwärmt er. Obwohl die amerikanischen Sohlen eigentlich die jüngsten unter ihresgleichen waren, waren sie es, die Pionierarbeit im Bereich Lifestyle leisteten. Abgesehen von den Sport-Sponsorings, die bereits alle namhaften Sneakershersteller betrieben, startete Nike erstmals mit Stars aus Musik- und Film-Branche zu kooperieren. "Die wohl berühmteste Kooperation startete Nike damals mit "Zurück in die Zukunft", wo Michael J. Fox in seiner Paraderolle alias Marty McFly die innovativen Sneakers zur Schau trug.", berichtet Edoardo Ricorati mit leuchtenden Augen. Das war im Jahr 1985, doch auch in der Musik-Szene griff man vermehrt zu den sportiven Sohlen. "Zu den bekanntesten Nike-Trägern zählten zum Beispiel Run-D.M.C., die ebenfalls Mitte der 80er Jahre die Schuhe auf die Bühne holten.

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Und so ging es stetig weiter: Während in den USA Marken wie Nike und Fila den Markt beherrschten, war es in Europa vor allem Adidas. Der Look war auch ganz anders - Skinnyjeans und Bomberjacken plus Sneakers. Es war der damals so genannte Hooligans-Look, der sogar in einem Movie "The Firm" thematisiert wurde. Bei der Musik war es der Brite Ian Brown, dessen Gesicht sogar den gleichnamigen Adidas-Schuh, designt von Kazuki, zierte.", erzählt Edoardo Ricorati weiter.

"Heute gehören Sneakers in jede Garderobe, bei den Girls und den Boys. Während Marken wie Adidas und Puma eher mit Vintage-Modellen punkten, steckt bei Nike immer ein Bewusstsein für Innovation hinter den Designs. Der "Air Max One" ist dafür ein gutes Beispiel - und der ist derzeit wohl der beliebteste Sneaker überhaupt.", schließt Edoardo Ricorati sein Sneakers-Plädoyer ab.

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Infos zum Shop:
... auf Facebook unter: La Bottega Snaekers wien.
Standort: Nelkengasse 8, 1060 Wien
Öffnungszeiten: Montag - Samstag 10:00 bis 19:00 Uhr

... die Marken bei "La Bottega":

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