Was wir uns vom Christkind wünschen …

Noch 23 Tage bis zum Heiligen Abend. Zeit, um endlich den Brief an das Christkind zu verfassen. Denn dieses Jahr wollen wir uns einmal etwas Anderes wünschen als die häufig herbeigesehnten Elektrogeräte, Schmuck oder etwa Sportutensilien. Dieses Jahr wünschen wir uns (fast) nichts. Denn: Ein, zwei Dinge gäbe es da schon ...

Liebes Christkind,

noch 23 Mal schlafen und dann bist du da. Auch wenn wir dich noch nie gesehen haben und wohlweislich nie sehen werden, versprüht deine angebliche Existenz doch eine wundervolle Atmosphäre, die wir auch dieses Jahr nicht missen wollen. Das ganze Jahr gibt es kein vergleichliches Event, welches so viel Besinnlichkeit inkludiert. Und nach einer Vorbereitungszeit von mehreren Wochen ist klar, dass dieser eine Abend etwas ganz Besonderes ist. Das Knistern der Kerzen am Adventkranz, der Duft des Chistbaums und die Lichter, die darauf – wenn auch mittlerweile nur mehr in elektrischer Form - leuchten, gepaart mit der Erwartung der Kinder, dass bald ein himmlisches Wesen von Wohnung zu Wohnung und von Haus zu Haus fliegt, um ihnen Geschenke zu bringen. Und so manch eines der Kleinen glaubt dich tatsächlich zu riechen, zu spüren oder zumindest den Zipfel deiner Kleidung um die Ecke fliegen zu sehen ...

Wie wunderschön ist es dann im Kreis der Familie zusammen zu sitzen, zu quatschen, zu essen und sich gemeinsam über Vergangenes oder Zukünftiges zu freuen. Und nichts anderes wünschen wir uns auch für dieses Jahr: Dass wir zusammen sein können und niemand krank oder aus sonstigen Gründen verhindert ist. Für die übliche Friede, Freude, Eierkuchen-Stimmung wollen wir gerne selbst sorgen – zumindest in dieser Runde und ehrlicherweise lieber mit selbst gebackenen Weihnachtskeksen. Den Weltfrieden können einige, wenige alleine leider nicht wieder herstellen, auch wenn wir es gerne versuchen würden. Aber vielleicht kannst du deinen Charme auch in den Krisengebieten sprühen lassen. Wir wollen dich gerne dabei unterstützen und bei diversen Sammelaktionen Sach- und Geldspenden abgeben, so dass kein Kind an diesem einen Abend leer ausgeht.

Was die eigenen Lieben betrifft würden wir uns ebenfalls über ein bisschen Unterstützung von oben freuen. Ein paar Körner Zufriedenheit und Harmonie sollten dazu reichen. Bitte lass sich die von uns Beschenkten wenigstens ein bisschen über die kleinen Gaben freuen und mach, dass die Kinder nicht im letzten Moment ihre Wünsche ändern. Um mehr wollen wir dann auch gar nicht bitten.

Dir eine gute Reise und wenn du einen Platz zum Bleiben suchst, bist du bei uns gerne willkommen. Die Kinder stellen dir auch wieder einen eigenen Teller mit Keksen hin. Aber lass uns wissen, falls du dich an diesen schon satt gegessen hast und lieber etwas Deftiges wünscht.

Danke und Hochachtungsvoll,

Deine WIENERIN

 

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