Was wir diesen Advent ganz bestimmt nicht machen!

Wir kennen es alle: Die ruhige, stille Adventzeit ist gar nicht ruhig und still, sondern stressig und anstrengend. Wir haben ein paar Dinge, auf die wir diese Vorweihnachtszeit verzichten.

Was wir diesen Advent nicht machen

Ach, wie schön könnte es sein: Kerzenlicht, Glühwein, Weihnachtsmusik. Irgendwie endet die Vorweihnachtszeit aber dann doch immer im Stress. Entspannung ist ganz weit weg. Und eigentlich sind wir nervlich schon am Ende, bevor wir überhaupt den Weihnachstrubel über die Feiertage beginnen. Dass das nicht förderlich ist, brauchen wir nicht zweimal sagen. Deshalb hier ein paar Dinge, auf die wir diesen Advent ganz bestimmt verzichten werden:

1. Geschenke kaufen, über die sich niemand freut

Kennt ihr das, wenn ihr bei einem Telefonat mit der Schwester erfahrt, dass die auch etwas für Tante Helga und Onkel Hannes eingekauft hat, ihr dann in Panik verfallt, schließlich braucht ihr auch ein Geschenk und dann einfach IRGENDETWAS in der Not kauft. NO. Not going to do that this year. Vor allem, wenn wir ganz ehrlich sind, landet man dann doch immer bei Geschenken, die niemand braucht. Kostet dann doch einiges, nur damit man etwas zum Hergeben hat. Let’s be real, freuen sie sich wirklich über noch eine handgeschöpfte Lavendel-Seife?

2. Sich zu Alkohol überreden lassen

Klar, ein Glühwein am Adventmarkt oder ein Glas Wein bei der Weihnachtsfeier ist schon ganz nett. Was gar nicht so nett ist, ist wenn die Gruppe am Adventmarkt drauf besteht, dass jeder eine Runde zahlt und man eigentlich schon vor zwei Glühweinen genug hatte. Oder die Kolleg*innen bei der Weihnachtsfeier herum nörgeln, dass man auch den anderen Wein noch probiert. Nein heißt nein. Und nachzugeben, nur um den Frieden willen, bringt niemandem etwas. Außer, dass ihr wahrscheinlich am nächsten Tag den Kater eures Lebens habt.

3. Überall dabei sein wollen

Gerade in der Vorweihnachtszeit häufen sich jedes Jahr die Events, Feiern, Konzerte und Treffen, zu denen man möchte oder muss. Viele von uns haben gerade vor den Feiertagen einen erhöhten Workload, müssen Geschenke besorgen, all diese Events rein quetschen und dann gibt es noch zig Weihnachtsfilme, die man schauen möchte, um in die richtige Stimmung zu kommen. Einfach mal nein sagen, nimmt ganz viel Stress raus und wir versprechen, ihr versäumt auch nichts! Nächstes Jahr gibt es auch noch eine Gelegenheit!

4. Keine Kekse essen

Viele von uns kennen die Gedanken vielleicht: Man greift nicht zu den Keksen, weil man ohnehin dann Weihnachten viel essen wird und das vielleicht die Waage Anfang Jänner kurzzeitig aus dem Gleichgewicht bringt. Hmm, ja, kann man machen und den Kolleg*innen dabei zusehen, wie die Spekulatius und Lebkuchen mit Schoko verspeisen. Oh und Vanillekipferl. Allein die Vorstellung enthaltsam zu sein, ist doch Folter! Wen interessiert schon deine Waage in 2021? Deshalb: Besser mit Maß und Ziel schon in der Vorweihnachtszeit ein paar Kekse gönnen, als dann zwischen den Weihnachtsfeiertagen komplett eskalieren. Macht euch auch zufriedener, versprochen!

5. Uns Geschenke-Shamen lassen

Man glaubt, man hat das perfekte Geschenk für die*den Partner*in gefunden. Dann redet man mit Bekannten oder Freund*innen und hört, was die so schenken. Gegen deren Wochenendtrip, romantischen Hubschrauberflug oder neues Rennbike kann das nicht mit. ABER nicht jede*r drückt seine Zuneigung in Geschenke aus oder hat dieselben finanziellen Mittel. Ihr kennt eure Partner*innen, Freund*innen und Familienmitglieder am Besten. Wenn ihr denkt, dass sie sich freuen, ist es egal, wie teuer und fancy es war.

6. Zwanghaft versuchen, in Weihnachtsstimmung zu kommen

Kennt ihr's auch? Im Supermarkt trällern die Weihnachtslieder im Hintergrund, eure Freund*innen fragen euch, ob ihr zum Tatsächlich Liebe-Filmabend vorbeikommen wollt und eure Mama schwärmt euch vor, wie die weihnachtlichen Dekorationen und Lichter sie schon total in Weihnachtsstimmung versetzt haben - aber bei euch will der Funke einfach nicht überspringen und das ganze Weihnachtsgetue geht euch eigentlich nur auf die Nerven?

Anstatt euch krampfhaft dazu bringen zu wollen, auch in den "Holiday Spirit" zu kommen, indem ihr alle Weihnachtsfilme binged, die Netflix zu bieten hat oder Last Christmas hört bis euch die Ohren bluten, versucht, zu akzeptieren, dass ihr nun mal nicht in einer weihnachtlichen Stimmung seid - denn das ist ja auch total okay. Wenn ihr weihnachtlichen Gefühlen von früher nachtrauert und deprimiert seid, dass es einfach nimmer so ist wie damals, probiert es vielleicht mal mit neuen Traditionen, denn auch das kann Spaß machen und neue, tolle Erinnerungen schaffen.

7. Davon ausgehen, dass jede*r Weihnachten feiert

Ja, wir leben in einem überwiegend katholischen Land (wobei - samma sich ehrlich - die meisten von uns die Kirche nur zu Ostern und Weihnachten von innen sehen). Dennoch gibt es auch genügend Menschen, die einer anderen Religion angehören, ihre Religion nicht ausleben oder eben aus anderen Gründen nicht Weihnachten feiern. Seine eigene Lebensrealität auf andere zu münzen und mit Entsetzen zu reagieren, sobald jemand äußert, dass er*sie kein Weihnachten feiert, kann ausgrenzen oder sogar verletzen - vielleicht fällt das Weihnachtsfest aufgrund zerrütteter Familienverhältnisse aus, vielleicht kann die Familie nicht besucht werden, da sie in einem anderen Land wohnt, etc. - manchen wird es hingegen wieder völlig egal sein, wenn man sie aufs Nicht-Feiern anspricht, doch oft weiß man die Hintergründe nun mal einfach nicht. Legen wir doch heuer ein bisschen mehr Sensibilität an den Tag, gut?

 

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