Was unterscheidet eine erfolgreiche Gründerin von einer unerfolgreichen?

Martin Rohla und Christoph Mayer coachen Gründer*innen von der Idee bis zur erfolgreichen Umsetzung. Sie wissen ganz genau, was diese für den Erfolg brauchen. Beim Workshop von FOUNDress"How to get an Investment" geben sie Insights.

Erfolgreiche Gründer*innen

Ich habe eine Idee für ein Unternehmen, das ich gründen möchte, aber keine Ahnung, wie ich das angehen sollte? Was ist der erste Schritt? Und was der fünfhundertste? Was macht eine erfolgreiche Gründerin aus? Genau mit diesen Themen haben sich rund 50 junge Frauen im Alter zwischen 20 und 51 im Rahmen des Workshops "How to get an Investment" am 2. und 3. September in Wien beschäftigt. Organisiert wurde der Workshop von der Initiative FOUNDressunter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Karina Sopp.

FOUNDress ist ein Programm der TU Bergakademie Freiberg, das junge Frauen ermutigt sich über das Entrepreneurship zu informieren, Workshops leitet und organisiert und Frauen miteinander vernetzt. Zusätzlich zu der Gemeinschaft und den Events gibt es auch einen Podcast.

Erfolgreiche Stimmen

Beim Eröffnungs-Talk am Donnerstag, dem 2. September standen die erfolgreichen Unternehmer, Coaches und Gründer Martin Rohla und Christoph Mayer den jungen (angehenden) Gründerinnen Rede und Antwort. Sie coachen in ihrem Unternehmen Goodshares Consulting Unternehmer*innen in allen Gründungsstufen und erkennen bereits beim ersten Kennenlernen, ob diese Person das Zeug zur erfolgreichen Gründer*in hat.

Entscheidung nach Entscheidung

Wichtig sind dafür einige Punkte wie, Martin Rohla erklärt: "Erfolgreiche Unternehmer*innen sind entscheidungsfreudig. Sie treffen gerne Entscheidungen. Nicht immer die richtigen selbstverständlich. Aber sie treffen sie." Gerade zu Beginn einer Gründung fallen tagtäglich Entscheidungen an, die getroffen werden müssen. Gründer*innen brauchen seiner Meinung nach die Bereitschaft auch mal eine falsche Entscheidung zu treffen, um dann einfach den Kurs korrigieren zu können. Jede Kurskorrektion ist laut ihm besser als Stillstand.

Kluge*r oder unkluge*r Gründer*in?

Mit dem einher geht das Verständnis, was gerade wichtig ist und was nicht und dass sich diese Gewichtung im Laufe der Entwicklung dauernd verändert. Martin Rohla zitiert einen Spruch, den sein Großvater ihm mit auf den Weg gegeben hat: "Ein kluger und unkluger Menschen unterscheidet sich darin, dass dieser das Wesentliche vom Unwesentlichen unterscheiden kann." So können unwichtige Entscheidungen während dem Gründungsprozess schon zwei Monate oder Jahre später von großer Relevanz sein und umgekehrt. Hier flexibel zu bleiben, ist eine wichtige Eigenschaft, da Dinge, die gestern richtig waren, heute auch falsch sein können.

Everybody‘s fool

Dadurch stößt man natürlich auch immer wieder Menschen vor den Kopf und hat vielleicht bei Richtungsänderungen keine Zeit Entscheidungen zu erklären. Auch an diesem Punkt zitiert Martin Rohla ein Familienmitglied und zwar seine Mutter: "Everybody‘s darling is everbody’s fool!" Alle glücklich machen zu wollen, wird einen selbst unglücklich zurück zu lassen. Unternehmer*in zu sein, bedeutet auch schwierige Entscheidungen treffen zu können und risikofreudig zu sein.

Er erwartet von Unternehmer*innen, dass diese für ihr Projekt brennen und nicht nur eine Marktlücke suchen, die aktuell lukrativ sein könnte. Deshalb lassen er und Christoph Mayer auch Gründer*innen bei der ersten Vorstellung ohne Powerpoint oder Fakten-Zettel auftreten – es geht um die Idee, die sie mit Begeisterung vorstellen sollen. Langfristig muss aber jede Idee in Zahlen darstellbar sein. Christoph Mayer erklärt: "Eine Vision ist nur Schall und Rauch, wenn du diese nicht in Zahlen aufs Papier bringen kannst."

 

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