Was tun gegen Winterdepression?

In Österreich leiden etwa 5 Prozent der Bevölkerung an seiner sogenannten Winterdepression. Für Betroffene dieser Erkrankung, auch bekannt unter SAD (saisonal abhängige Depression), gibt es mittlerweile aber eine große Auswahl an therapeutischen Möglichkeiten.

Herbst und Winter hinterlassen bei dem ein oder anderen seine Spuren. Nicht nur dieses nasskalte Wetter, sondern vor allem auch der Lichtmangel führen zu Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Melancholie.

Bei der SAD, umgangssprachlich spricht man hier auch vom "Winterblues", handelt es sich aber laut Ärzten nicht nur um eine bloße Verstimmung. Diese saisonal auftretende Krankheit ist vielmehr entweder als wiederkehrende depressive Störung, oder als Subform einer bipolaren affektiven Störung (manisch-depressiv, von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt) zu verstehen.

Symptome

  • Freude und Lustlosigkeit
  • Appetitvermehrung
  • Hypersomnie (erhöhtes Schlafbedürfnis und dennoch anhaltende Müdigkeit)
  • Antriebslosigkeit
  • depressive Grundstimmung
  • Vernachlässigung sozialer Kontakte
  • schlechte Laune, negative Einstellung

Therapie

Johanniskraut: Diese Heilkrautpflanze wirkt nicht nur gegen depressive Verstimmungen, sondern sie steigert zudem auch die Lichtempfindlichkeit der Haut. Auf diese Weise kann der winterliche Mangel an Licht und Sonnenstrahlen gut ausgeglichen werden.

Außerdem soll Grüntee gut gegen depressive Stimmungslagen helfen. Laut einer Studie zweier japanischer Forscher, sollen bereits 2-3 Tassen täglich eine stimmungsaufhellende Wirkung bei depressiven Menschen erzielt haben.

Lichttherapie

Durch die Verwendung so genannter Tageslichtlampen kann eine depressive Stimmung ebensfalls äußerst effektiv "aufgehellt" werden. Positive Resultate sind bereits nach nur wenigen Tagen sichtbar, außerdem ist diese Methode sehr gut verträglich und ohne Nebenwirkungen.

Der allgemeine Irrtum, dass Solariumbesuche zur Bekämpfung des winterlichen Stimmungstiefs helfen, ist leider komplett falsch! Der Grund dafür: Wirksam und hilfreich im Falle des Melatonins wäre lediglich die optische Strahlung, das heißt das normale, sichtbare Licht. Solarien hingegen produzieren nur UV-Licht was für die Melatoninbildung keinerlei Wirkung hat.

Die Ausschüttung des so genannten "Schlafhormons" wird nur dann verhindert, wenn das sichtbare Licht über die Augen aufgenommen wird.

Tipps

  • Tanken Sie Tageslicht! Bereits ein 30-60-minütiger Spaziergang bei normalem Tageslicht reicht, um den Melatoninhaushalt wieder in Ordnung zu bringen.
  • Bringen Sie den Kreislauf in Schwung!
  • Nehmen Sie sich Zeit für sich selbst! Sei es ein Wochenende in einem Wellnesshotel, oder ein entspannender Saunabesuch, ein Buch vor dem Kamin oder eine professionelle Massage in einem Spa. Diese Kleinigkeiten können wahre Wunder bewirken.
Hauptursache für die depressive Stimmung ist der Mangel an natürlichem Tageslicht, sowie die verminderte Lichtintensität in den Herbst- und Wintermonaten. Der Lichtmangel bewirkt bei den Betroffenen eine Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus was schließlich zu massiven Schlafstörungen führt.
 

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