Was stimmt wirklich?

Das Thema Essen ist in unserer Gesellschaft ein über aus präsentes und breit disuktiertes Feld. Im Laufe der Zeit haben sich in Bezug auf die Ernährung dementsprechend viele Missverständnisse und Halbwahrheiten gebildet, Dinge die wir von Kleinauf gehört haben, die aber eventuell ganz und gar nicht stimmen...

Wenn es um das Thema Ernährung geht, wird geforscht, getestet, es werden Thesen aufgestellt und vor allem wird viel getratscht. Immerhin ist es doch wichtig zu wissen, wie wir möglichst lange und gesund leben. Ist es das Frühstücksei am Morgen, oder doch die kohlenhydratfreie Kost am Abend, zuviel Salz in der Suppe oder das tägliche Glas Rotwein?

Im Laufe der Zeit haben sich so viele Halbwahrheiten etabliert und Spinnereien in den Köpfen der Menschen festgesetzt.

Die populärsten Irrtümer haben wir für Sie hier zusammengefasst, um so dem Ganzen vielleicht auch ein Ende zu setzen.

Die Popeye Hypothese: Spinat enthält viel Eisen

Nach Berechnungen eines Wissenschaftlers enthalten 100 Gramm Spinat sagenhafte 35 mg Eisen. Dies ist eine überaus große Menge Eisen für derart "wenig" Spinat. Was bei dieser Behauptung nicht bekannt ist: Der Wissenschaftler arbeitete mit 100g getrocknetem Spinatpulver, was bedeutet, dass die Ergebnisse zwar korrekt, jedoch falsch kopiert wurden. Da er sich auf getrockneten Spinat bezog, der aus einem Kilo Frischware hergestellt wurde ist ein wesentlicher Faktor übersehen worden: Spinat besteht zu 90 Prozent aus Wasser und somit schrumpft mit ihm der Eisengehalt auf ganz normale 3,5 mg pro 100 g.

Fettarm macht dünn

Fettarme Milch, Magerkäse, Joghurt mit nur 0,1 Prozent Fett und viele weitere Produkte versprechen Traummaße und sollen die Kilos nur so purzeln lassen.

Allerdings lässt sich der Körper nicht so leicht austricksen. Gibt man ihm Light-Produkte fühlt er sich um seine Kalorien betrogen, was bedeutet, dass das nächste Hungergefühl deutlich schneller auftritt.

Außerdem bedeutet 0.1 % Fett nicht unbedingt kalorienarm. Denn oftmals ist der Zuckergehalt bei fettreduzierten Produkten deutlich höher als im Normalfall, sodass die Kilokalorien pro 100 ml bzw. 100 g gleich oder höher sind, als bei Normalprodukten.

Das böse, böse Ei

Dass Eier viel Cholesterin enthalten ist wahr (200 mg / Ei). Und, dass zuviel Cholesterin im Blut verschiedene Herzerkrankungen fördert, stimmt ebenfalls. Allerdings bedeutet das nicht, dass man auf Eier verzichten sollte. Ganz im Gegenteil!

Der Cholesterinspiegel lässt sich nicht komplett über die Nahrung beeinflussen. Das heißt: generell versucht er den von ihm erwünschten Wert zu erlangen bzw. zu halten. Kommt von außen zu wenig, kurbelt er die Produktion an, verabreicht man ihm zuviel Cholesterin, so drosselt er die Aufnahme ins Blut von selbst.

Fazit: Selbst mit fettarmer Ernährung kann jedoch der Cholesterinspiegel um höchstens drei Prozent gesenkt und kontrolliert werden.


..., dass Rohkost (Obst und Gemüse) mehr Vitamine enthät, als verarbeitete Nahrungsmittel?
..., dass Rohkost sehr schwer verdaulich ist und somit irgendwann eventuell zuviele unverdaute Nahrungsmittel im Magen gelagert werden können?
..., dass zuviel Rohkost zu Verdauungsstörungen, schmerzhaften Blähungen oder Durchfällen führen kann?
..., dass Müsli nicht länger satt macht als ein Marmeladebrötchen?
..., dass die Süßstoffe und künstlichen Zusätze in Light-Produkten zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen können?
 

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