Was steckt hinter dem "Kokoswasser"-Hype?

Vor allem aufgrund der wenigen Kalorien und gesunden Wirkstoffe bekam dem Wunderwässerchen einen positiven Ruf. Doch was steckt wirklich dahinter?

Seit einigen Jahren wird Kokoswasser als das neue Lieblingsgetränk der Stars gehyped. Es soll schlank machen, gesund sein und sogar gegen Krankheiten helfen. Aber was steckt wirklich dahinter?

Das Besondere am Kokoswasser ist, dass es fast kalorienfrei und gesund ist und trotzdem ganz passabel schmeckt (15-20 kcal pro 100ml) leicht milchig, süßlich mit einem Hauch von Kokos. Die Konsistenz ist etwas dickflüssiger als Wasser (ungekühlt kann die Konsistenz allerdings schnell pappig werden).

Außerdem ist es von Natur aus isotonisch und voll mit Vitaminen und Mineralstoffen.

Gesundheitliche Wirkungen

Kokoswasser soll viele gesundheitliche Beschwerden lindern oder sogar heilen können. Mehrere Studien beschäftigen sich mittlerweile mit dem Thema Kokoswasser und teilweise konnten positive Ergebnisse auf folgende Probleme gefunden werden:

    • Magen-Darm-Erkrankungen
    • Nierensteine
    • Dehydrierung
    • Hyperthermie (Überhitzung)

Kokoswasser als Sportlerdrink und Schlankmacher?

Laut einer Studie der University Southeast in New Albany hat Kokoswasser einen für ein Getränk sehr hohen Kaliumgehalt und kann daher mit den üblichen Sportdrinks leicht mithalten. Bei sehr langandauernden und schweißtreibenden Aktivitäten ist der Natriumgehalt allerdings nicht mehr hoch genug.

Zum Abnehmen taugt Kokoswasser nicht wirklich, es sei denn man ersetzt damit hochkalorische Getränke wie etwas Cola und Co. Aber Wasser ist sicherlich hilfreicher (enthält auch viele wichtige Minderlastoffe) und ein den Stoffwechsel anregender Effekt von Kokoswasser ist ebenfalls bisher nicht belegt.

Abschließend lässt sich sagen, dass Kokoswasser sicherlich keine negativen Auswirkungen auf uns hat. Ob es tatsächlich das "Wundermittel" schlechthin ist, ist aber weiterhin umstritten.

Auf natürlicher Basis hergestellt, ist Kokoswasser als Erfrischung im Sommer sicherlich geeignet und willkommen. Besonders dann, wenn man dafür ungesunde und künstliche Erfrischer weglässt.

Im Vergleich zur kalorienreichen Kokosmilch enthält das kohlenhydratreiche Wasser der grünen Frucht wichtige Mineralstoffe:
Eisen
Natrium
Kalzium
Schwefel
Kupfer
Magnesium
Phosphor

Außerdem viele Vitamine des B-Komplexes sowie Vitamin C.

Auch besitzt es hochwertiges Eiweiß in Form von Aminosäuren.

Es enthält einen geringen Anteil der Laurinsäure. Hierbei handelt es sich um eine Fettsäure, die natürlicherweise in der Muttermilch vorkommt und die Stillkinder vor Virusinfektionen schützen soll.
 

Aktuell