Was sollte man in Bezug auf Essen nicht tun, wenn Kinder in der Nähe sind?

Denn gerade wenn man Kinder schon früh mit dem Thema Körperunzufriedenheit und Essstörung konfrontiert, umso schwieriger wird es für diese, diese Muster wieder zu entlernen.

Was sollte man in Bezug auf Essen nicht tun, wenn Kinder in der Nähe sind?

Wir wissen inzwischen schon lange, dass unser Verhalten rund um Kinder prägt, was für Glaubenssätze diese lernen, mit welchen Gedanken und Ängsten diese kämpfen, wenn sie Erwachsen sind. Gerade das Thema Diäten, Körperunzufriedenheit und Body Freedom ist eines der großen Themen, die Kinder von ihren Eltern (vor allem Mütter) lernen und dann mühsam entlernen müssen, wenn es ihnen schadet. Dr. Christopher McGown ist Experte für Adipositasmedizin und selbst Vater. Er teilt in einem viralen Video, welche fünf Dinge er niemals tun in Bezug auf Essen und Ernährung tun würde, wenn es um seine Kinder geht.

  1. Bestimmte Leistungen oder Verhalten mit Essen belohnen

"Wenn du die Hausübung fertig hast, bekommst du etwas Süßes." Solche Aussagen mögen harmlos wirken, aber das Gegenteil ist der Fall. Kinder lernen dadurch, dass Essen etwas ist, das man sich verdienen muss, was zu langfristigen Essstörungen führen kann. Stattdessen sollte man positives Verhalten mit Aktivitäten oder auch Spielzeug belohnen, aber auf keinen Fall Essen.

  1. Zu streng sein damit, was Kinder essen

Ja, es ist möglich zu streng damit zu sein, was Kinder zu sich nehmen. Natürlich ist deren Körper ein Tempel und wir wissen alle, dass Zucker, Fett oder Junk Food schlecht für uns ist. Aber gerade wenn diese Lebensmittel Kindern gänzlich verboten und vielleicht sogar als „gefährlich“ oder „schlecht“ eingestuft werden führt das häufig dazu, dass diese sich dann später überessen und schlechte Essensgewohnheiten entwickeln. Stattdessen sollte man Kindern beibringen, dass man alles mit Maß und Ziel zu sich nehmen kann. Kein Lebensmittel sollte verboten sein.

  1. Kinder zwingen aufzuessen

"Iss dein Teller auf, sonst regnet es morgen." Das ist ein Satz, den manche von uns noch von Eltern oder Großeltern zu hören bekommen haben, der aber absolut nicht mehr zeitgemäß ist. Man sollte Kinder nicht zwingen aufzuessen, da diese sonst aufhören auf ihr eigenes Hunger- bzw. Sättigungsgefühl zu hören.

  1. Über das Gewicht oder Aussehen anderer Menschen sprechen

Jemand hat zugenommen? Du findest das Outfit schmeichelt der Figur von jemand nicht? Behalte es für dich. Wenn man solche Sachen vor Kindern kommentiert und bespricht, lernen diese, dass es in Ordnung ist so über andere zu sprechen und werden künftig mit der Angst leben, dass auch über sie gesprochen bzw. sie bewertet werden. Kinder sollten stattdessen lernen, dass alle Menschen, unabhängig von ihrem Gewicht oder ihrer Körpergröße wertvoll sind und respektiert werden sollten.

  1. Sprich nicht über das Aussehen oder das Gewicht deines Kindes

Das mit Abstand Destruktivste, das Eltern tun können, ist den Körper oder das Gewicht ihrer Kinder zu kommentieren, sie dafür aufzuziehen oder dieses zu diskutieren. Dies kann dazu führen, dass diese Kinder künftig Probleme mit ihrem Body Image und mit ihrem Selbstbewusstsein haben und es kann den Beginn einer Essstörung fördern. Stattdessen sollte man innerhalb der Familie gesunde Gewohnheiten vorleben, sich um einen gesunden Lebensstil kümmern und Positivität vermitteln.

 

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