"Was soll ich kochen?": 5 wirklich einfache Lieblingsrezepte aus der Redaktion

Bitte nicht beim Kochen in der Quarantäne verzweifeln: Wir haben ausgezeichnete und(!) einfache Rezeptideen aus unserem Redaktionsteam, die super in der Selbstisolation während Corona funktionieren.

Mittagessen vorbereiten

Die drei großen Lügen von Kochrezepten sind: "Schwierigkeitsgrad: Einfach", "Arbeitszeit: 20 Minuten" und "Reicht für 4 Personen", behauptet zumindest das SZ Magazin. Wir machen's ein bisserl anders und haben gute und gesunde Rezepte aus der Redaktion gesammelt.

"Was soll ich kochen?": Ein paar Antworten auf die Frage aller Fragen (nicht nur während Corona)

Selbstgebackenes Brot

200g Dinkelmehl
200g Roggenmehl

100g Körner (Sonnenblumen, Kürbis – je nach Geschmack), kann man auch weglassen oder durch Haferflocken ersetzen
2TL Salz
1TL Zucker
1Pkg. Trockenhefe
350ml lauwarmes Wasser
Haferflocken zum Bestreuen

Zubereitung:
Trockene Zutaten alle vermischen, Wasser dazugeben und auf höchster Stufe mit Knethaken ca. 5 Minuten verrühren. Kastenform einfetten, einige Haferflocken auf dem Kastenboden verteilen damit die Masse nicht kleben bleibt. Die Brotmasse in die Form geben und großzügig Haferflocken auf der Oberfläche verteilen. Den Teig oben ca. in 1cm Abständen schräg einschneiden. Auf mittlerer Schiene im NICHT vorgeheizten Backrohr bei 190° ca. 60 Minuten bei Heißluft oder Ober-/Unterhitze backen.

"Das Rezept stammt von meiner Schwiegermama und gelingt wirklich immer. Tipp: Wenn etwas überbleiben sollte, einfach das Brot in Scheiben schneiden und einfrieren. Diese kann man dann nach Bedarf auftauen - im Toaster werden sie wieder wie frisch und knusprig. Köstlich!"
- Birgit Brieber, Stv. Chefredakteurin

Reis mit Thunfisch-Curry-Sauce

Zutaten für 4 Portionen:
2 Dosen Thunfisch (im eigenen Saft)
1 Zwiebel
400 ml Kokosmilch
100 ml Gemüsesuppe
2 EL neutrales Pflanzenöl
1 EL Butter

2 EL Curry
ev. Pfeilwurzelmehl (oder normales Mehl / Maisstärke) zum Binden
Salz, Pfeffer
Reis

Zubereitung:
Reis nach Packungsanleitung kochen. Die Zwiebel schälen und klein würfeln. Öl und Butter in einer Pfanne erhitzen, die Zwiebel bei mittlerer Hitze glasig braten. Den abgetropften Thunfisch dazugeben und kurz mitbraten. Mit Curry würzen und mit Suppe aufgießen. Kokosmilch dazugeben. Kurz köcheln lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ev. mit Pfeilwurzelmehl binden. Die Sauce zum Reis servieren.

Die Zubereitungszeit ergibt sich eigentlich aus jener, die der Reis zum Quellen braucht (20-25 Minuten), die Sauce selber braucht nur 10-15 Minuten.


"Das ist eines unserer Standard-'Quarantäne'-Essen (bzw. immer dann, wenn wir nicht wissen, was wir kochen sollen, oder nicht zum Einkaufen gekommen sind), weil wir Thunfisch- und Kokosmilch-Konserven eigentlich immer zu Hause haben."
- Katrin Scheiblhofer, Chefin vom Dienst, Ressort Essen + Trinken

Fisch in Kartoffelkruste

für 2 große Portionen

Zutaten:
2 Fischfilets (Scholle oder Ähnliches) – möglichst dünn
½ Zitrone
500 g Kartoffeln
1 kleine Zehe Knoblauch
50 g Butter, etwas Öl
etwas Schnittlauch


Zubereitung:
Die Kartoffeln schälen und grob reiben, den Knoblauch kleinwürfelig schneiden. Den Fisch mit Zitrone beträufeln, salzen und pfeffern und mit dem Knoblauch bestreuen. Pfanne mit Öl und Butter heiß werden lassen. Mit den Händen das Wasser aus den Kartoffeln aus­drücken. Die Hälfte der Kartoffelraspeln filetgroß in die Pfanne legen, darüber den Fisch platzieren. Die restlichen Kartoffeln darüberlegen und etwas andrücken. Bei mittlerer Hitze für ca. 10 Minuten kross anbraten. Mit der Schaufel vorsichtig wenden. Bei Bedarf noch etwas Butter hinzugeben, um die ­zweite Seite ebenso goldbraun auszubacken. Mit gehacktem Schnittlauch bestreuen.


"Dieses Fischgericht stammt aus dem Kochrepertoire meiner Oma. Ihr Credo: 'Ein gutes und schnelles Essen, ohne viel Schnick Schnack.'Als gebürtige Steirerin serviere ich dazu natürlich einen Vogerlsalat mit Kernöldressing."
- Victoria Koller, Art Director

Vegane Hirsecreme

Zutaten:
0,5 Liter Hafermilch
100 Gramm Hirseschrot
3 EL Honig
Ein bisserl Zitronensaft
Vanillezucker
50 Gramm gehackte Nüsse
1/16 Liter Soja Cuisine
Früchte als Topping!

Zubereitung:
Einfach die Milch erwärmen, Hirseschrot einrühren, dann den Rest (bis auf die Soja Cuisine) dazu, ein bisserl quellen lassen und am Schluss mit der Soja Cuisine cremig rühren. In eine Schüssel geben, Himbeeren und Bananenstückchen als Topping oben drauf, vielleicht noch ein bissi Ahornsirup, fertig! OMNOMNOM!

"Mein allerallerliebstes Feel-Good-Rezept von meiner Mama! Dauert maximal 20 Minuten - da sind aber schon die Suche nach der perfekten Playlist zum Kochen und die Pausen zum Zwischendurch-Naschen einberechnet."
- Magdalena Pötsch, Redaktion WIENERIN

Rote Rüben-Penne

für 4 Personen

Zutaten:
400g Penne
4 EL Öl
2 Rote Rüben
2 Zwiebeln
4 EL Gin/Weißwein
175g Frischkäse
10 EL Kochwasser (von den Nudeln)

Zubereitung:
Penne al dente kochen. Bisschen Nudelwasser aufheben. Rote Rüben in Salzwasser weich kochen, schälen, klein würfeln. Zwiebeln fein hacken. Öl in einer Pfane erhitzen. Zweibeln und Rote Rüben darin anbraten. Mit Gin oder Weißwein ablöschen. Frischkäse, Penne, Nudelwasser dazu geben. Alles vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

"Ich selbst achte kaum auf (Mengen-)Angaben und koche meistens nach (semi-vorhandenem) Gefühl. Wer also mehr Rote Rüben nehmen will, oder statt Frischkäse lieber zu Creme Fraiche greift, sollte sich nicht aufhalten lassen. Ganz nach dem Motto „Anyone can cook, but only the fearless can be great“ (aus dem Film Ratatouille)."
- Eva Dinnewitzer, Moderedaktion WIENERIN

Buchweizen-Pancakes mit Hummus und Restl-Gemüse (vegan)

Zubereitungszeit: 15 min

Buchweizenmehl (gibt’s etwa bei Billa oder Dm, für eine Person etwa 50g) mit soviel lauwarmem Wasser vermischen, dass ein geschmeidiger Teig entsteht (etwas fester als Palatschinkenteig). Den Teig kurz stehen lassen und währenddessen Gemüse schneiden. Ich nehme gerne Zucchini, Brokkoli, Champignons und Frühlingszwiebel – grünes Gemüse passt meiner Meinung nach am besten. In der Pfanne mit Öl nach Wahl nach Geschmack bissfest rösten und mit einem Schuss Zitronensaft und Sojasoße ablöschen und auf die Seite stellen. Einen Suppenschöpfer Teig in einer Pfanne braten – Vorsicht, durch das Buchweizenmehl werden die Pancakes nicht braun, also nicht drauf warten, dass sie Farbe bekommen! Nach etwa 5-10 Minuten, je nach Dicke, sind die Pancakes durch.
Mit Hummus bestreichen, das Gemüse drauf und fertig. Wer’s mag (wie ich!): ein paar (gern auch geröstete) Cashewnüsse drauf. Mahlzeit!

"2012 war ich auf einem Yoga-Retreat in der Nähe von Rom und die Pancakes waren das Abschlussessen, quasi Fastenbrechen. Seitdem sind sie treuer Begleiter, weil schnell in der Zubereitung, Hummus ist sowieso immer daheim und ein Gemüse gibt’s auch immer, das allein im Kühlschrank wartet. Und: Es ist gesund und schmeckt!"
- Katrin Halbhuber, Stv. Chefredakteurin WIENERIN

 

Aktuell